Warner Music und Youtube streiten über die Verteilung der gemeinsam erzielten Einnahmen, auf die beide dringend angewiesen sind.

Los Angeles (joga) - Weil Warner Music und die Videoplattform Youtube sich nicht auf ein neues Lizenzabkommen einigen konnten, muss Youtube nun alle Videos des Majorlabels von der Seite nehmen. Betroffen sind u.a. Videos von Serj Tankian, Muse, Madonna oder Simple Plan.

Wie die anderen Majors Universal Music und SonyBMG hatte Warner Music einen Lizenzvertrag für die Nutzung von Videos mit YouTube abgeschlossen, der dem Label jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag eingebacht haben soll. Bei der nun anstehenden Verlängerung des Vertrages verlangte Warner eine größere Beteiligung an den Werbeeinnahmen, die Youtube bzw. der Youtube-Eigentümer Google aber ablehnte.

Beide Seiten warfen sich nach dem Scheitern der Gespräche gegenseitig vor, eine "faire" (Warner) bzw. "akzeptable" (Youtube) Lösung verhindert zu haben, ließen aber durchblicken, dass man weiter auf eine Einigung hoffe. Die dürfte nur eine Frage der Zeit sein, denn eigentlich sind die ehemaligen Partner beide gleichermaßen auf die gemeinsam erwirtschafteten Einkünfte angewiesen.

Vorerst aber ist der Streit ein klarer Fall für das Youtube-Grab YouTomb: auf der Webseite des studentischen Forschungsprojektes kann man genau verfolgen, welche Videos von Youtube gelöscht wurden und warum.

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29 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    @emau (« du hast dir ja speziell singles rausgesucht, die sehr großen chartserfolg hatten. »):

    Richtig. Was spricht dagegen? Deine Ausführungen müßten doch ebenso für den oberen Bereich der Charts gelten, oder?

    Zitat (« die vorher angebrachten vergleiche finde ich unpassend. es handelt sich hier auch nicht um großinvestitionen »):

    Nein, aber es handelt sich um Investitionen, bei denen Überzeugung, Geschmack oder der Geldbeutel eine Rolle spielen.

    Zitat (« und bei einem album ist die möglichkeit, dass noch ein paar andere songs drauf sind, die gefallen, eben größer als bei einer single, auf der neben dem "hauptsong" meistens nur ausschussmaterial ist, dass es zu recht nicht aufs album geschafft hat oder irgendwelche remix-versionen, die besser auch nie das tageslicht gesehen hätten. d.h. man bezahlt praktisch fast 10€ für im grunde einen song. »):

    Ich jedenfalls nicht, ich bezahle im Regelfall irgendwas um die 2,99 bis 6,99 Euro für eine Single. Und wenn mir nur ein einziger Song auf dieser Single gefällt, dann tut mir das weniger weh, als wenn ich ein Album von 12 oder 13 Titeln hier liegen habe, für das ich 16, 17 Euro ausgegeben habe, und bei dem mir nur ein einziger Titel gefällt.

    Zitat (« da ist der weg zum album für ein paar euro mehr eben nicht sehr weit. hat aber nichts mit "sonderrabataktion" zu tun, da die single ja lediglich die werbeveröffentlichung für das album ist, was wohl so auf deine beispiele nicht zutrifft. »):

    Gut, ich behaupte ja gerade, daß eine Single eben nicht "lediglich" oder ausschließlich eine Werbeveröffentlichung ist, sondern ein besonders hart umkämpfter Teil des Musikmarkts und eben auch ein Teil, der Künstlern und Autoren einige nicht zu verachtende Kröten und auch Aufmerksamkeit bringen kann. Und wenn eine "Werbemaßnahme" einem Künstler mehr Geld einbringen kann als ein von ihm eingespieltes Album, dann muß ich mich doch fragen, ob hier das Wort "lediglich" wirklich richtig gewählt ist ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 10 Jahren

    naja singles sind aber schon sowas wie ne werbung... die erste single eines albums erscheint ja schon immer ne weile vor dem album, genauso wie das dazugehörige video. das zusammen soll dann zum albenkauf überzeugen.

    aber alles in allem geb ich skywise recht, viele leute kaufen singles, weil ihnen der rest der musik des künstlers - sit venia verbo - scheißegal ist. ansonsten würde ja auch der klingeltonmarkt mit solchen "megahits" net so boomen...

    jaja das liebe geld :/

  • Vor 10 Jahren

    ja, ok. ist wohl wahrscheinlich so. :\ :klatbier: