Bei der gestrigen Preisverleihung haben sich die britischen Indierocker gegen große Namen wie Arctic Monkeys oder Lily Allen durchgesetzt.

England (leah) - Einmal im Jahr feiert England seine Künstler und zeichnet das beste UK-Album der vergangenen zwölf Monate mit dem Mercury Prize und 25.000 Pfund aus. 2018 standen Lily Allen, Arctic Monkeys, Everything Everything, Wolf Alice, Florence + the Machine, King Krule, Noel Gallagher’s High Flying Birds, Novelist, Nadine Shah, Jorja Smith, Sons of Kemet und Everything Is Recorded zur Auswahl.

Zu den früheren Preisträgern zählen u.a. Größen wie Portishead (1995), Pulp (1996) und PJ Harvey (2001, 2011). Und welche Bedeutung dem Merury Prize immer noch zugemessen wird, zeigt eine Bemerkung von Lily Allen im Vorfeld. Sie sei bisher von den Mainstream-Medien wie eine Karikatur dargestellt worden, sagte Allen. Schon die Nominierung für den Preis sei unheimlich hilfreich, um endlich als Künstlerin ernst genommen zu werden.

Bei der Preisverleihung gestern Abend setzte sich nun die Indie-Rockband Wolf Alice mit ihrem zweiten Album "Visions Of A Life" überraschend gegen die großen Favoriten durch. Im Anschluss an die Verleihung performen Wolf Alice ihren Song "Don't Delete This Kiss" und ernten Standing Ovations.

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1 Kommentar mit 6 Antworten

  • Vor 6 Monaten

    https://www.nme.com/news/music/wolf-alice-…

    Bleibt dennoch ein bitterer Beigeschmack, obwohl ich ihre letzte Platte ziemlich gelobt habe und das zumindest musikalisch nicht zu Unrecht.

    • Vor 6 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 6 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 6 Monaten

      Meh, das verstehe ich jetzt nicht ganz. Ist jetzt jeder, der sich an einem kukturellen Boykotts Israels beteiligt oder das gutheißt automatisch moralisch angezählt? Ich halte das auch nicht unbedingt für eine gute Idee, vielleicht sogar für letztendlich kontraproduktiv. Ich halte es aber zumindest für eine legitime Methode der politischen Teilhabe und des Versuchs als Nicht-Politiker etwas zu bewegen. Und ich finde auch, dass sich so eine Position durchaus moralisch verteidigen oder zumindest nachvollziehen lässt.

      Von daher kann ich den Schritt, den viele hier in ihren Antworten von einem "Ich finde das in der Sache nicht gut" zu "Jetzt die nicht auch noch/Dass die sich zu so etwas instrumentalisieren/herab lassen" gehen nicht wirklich nachvollziehen und würde es begrüßen, wenn mir jemand das mal genauer erklären könnte.

    • Vor 6 Monaten

      Anwalt in 3...2...1...

    • Vor 6 Monaten

      Portishead auch? Oh noes :

    • Vor 6 Monaten

      Im übrigen: Haben portishead nicht kurz nach third die Arbeit an ihrer vierten Platte angekündigt?

    • Vor 6 Monaten

      Ja, aber das mit der Ankündigung war Geoff Barrow himself, bevor er in etliche Seitenprojekte wie Beak und Quakers oder auch dem Komponieren von Filmsoundtracks zusammen mit Ben Salisbury zerfaserte. Paar Produktionen und Kollaborationen hat er auch noch übernommen.

      Nicht alles wirklich scheiße, gerade den Film "Annihilation" habe ich auch aufgrund der sich mit den Protagonisten/der Story kontinuierlich verändernden Soundkulisse sehr gefeiert. Aber bzgl. des "Wiederhörwerts" doch eher überschaubar und ausdrücklich an seinem Ziel, Musik zu machen, die ein hübsches Plätzchen in der Plattensammlung der Hörer verdient, vorbei...
      Zumindest auf emotionaler Ebene kein Stück mit dem Werk seiner Hauptband vergleichbar.