Aus vier mach zwei: Ornella de Santis und Roman Lob kämpfen im Finale am Donnerstag um das Ticket nach Baku.

Köln (lau) - "Der Drops ist noch nicht gelutscht!", heizte Stefan Raab in den vergangenen Wochen so oft an, dass die Floskel von Kandidaten und Moderatoren zum Running Gag übernommen wurde. Die Wahrheit aber: Der Drops ist gelutscht. Eigentlich war er das schon seit der ersten Folge.

Roman und Ornella im Finale

Bereits da begannen zahlreiche Zuschauer, ihren Roman konstant auf Tabellenplatz Eins zu halten. Seitdem heißt es: täglich grüßt das Murmeltier; oder eben der Roman. Der 21-Jährige ist seit Beginn Publikums- und Juryliebling und sicherte sich auch im gestrigen Halbfinale mit stimmsicheren Darbietungen von Daniel Powters "Bad Day" und Kings Of Leons "Use Somebody" das erste Ticket fürs Finale. "Echt, gesanglich warst du besser als das Original", findet Raab sogar. Lobs Chancen, für Deutschland nach Baku zu fahren, sind extrem hoch.

Seine nun einzig verbliebene Konkurrentin ist die Überraschung des gestrigen Abends. Ornella de Santis heißt sie, damit hatten nicht viele gerechnet. Nicht Yana Gercke, die kraftvolle Rockröhre, nicht Shelly Phillips, die charismatische Soulinterpretin. Nein, Ornella ist es, die multilinguistische Balladenqueen, die am 16.02. gegen Roman antreten wird.

Vorbei mit "Shelly-Charme" und "Neo-Soul"

Mit ihrer portugiesischen Eigenkomposition "Eu Vou Ser Mais Eu" knockt sie in der ersten Gesangsrunde Shellys "Astronautenlied" aus. Zehn Sekunden vor Ende des Countdowns hieven ihre Fans sie auf den rettenden dritten Platz. Der Jury steht der Schock ins Gesicht geschrieben, vorbei ist es mit "Shelly-Charme", "Neo-Soul" und "Gesamtkunstwerk" (Thomas).

Vor allem ist es vorbei mit einer Kandidatin, die als einzige mit eigenem Charakter in die Show startete und Songs wie Cee-Lo Greens "Fuck You" oder TLCs "Waterfalls" eine eigene Note verpasste. In der Votingrunde zwischen den zwei Gesangsrunden muss sie gehen, sie kommt nicht mehr dazu Kylie Minougues "Can't Get You Out Of My Head" neu aufzulegen.

Bei Yana versagen die Nerven

Für Yana ist der Voting-Nerventerror zwischen den Gesangseinlagen zu viel. Während ihrer wackligen Performance von Demi Lovatos "Skyscraper" kämpft sie mit den Tränen und muss am Ende des Abends die Koffer packen. Auch hier zieht Ornella dank einer glockenhellen Darbietung von Alicia Keys "If I Ain't Got You" erst in den letzten Sekunden an ihrer Konkurrentin vorbei.

Der Drops ist gelutscht. Oder?

Die 27-Jährige hat also offenbar zahlreiche Fans vor den Bildschirmen. Und auch im Studio attestierte Raab Ornella "internationales Niveau". Am Donnerstag kämpft die elegante divahafte Sängerin gegen den bescheiden-niedlichen Poprocker. Da steht gesangstechnische Brillanz gegen den Publikumsliebling. Der Drops ist geluscht. Oder?

Fotos

Frida Gold

Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frida Gold,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

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8 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Ja mich. Obwohl ich es Roman eigentlich gönne finde ich es scheisse, dass er an die falschen Musiker geraten ist, welche den Ruhm und nicht die Musik sehen.

  • Vor 9 Jahren

    gähn - keine Folge gesehen, nur Überschrift gelesen und unwichtige Meinung geträllert.

  • Vor 9 Jahren

    Seltsam, den Roman finde ich zumindest unerträglich. Er singt gut, aber ich finde ihn stinklangweilig und ohne Charisma. Ornella dagegen liefert gesanglich super ab, sieht gut aus und hat Charme.
    Aber mein persönlicher Favorit war Yana, die gesangstechnisch imho zwar auf Cover-Band-Niveau war und daher auch mal Noten versemmelte, aber ne gute Röhre hatte und ihrer Performance immer so einen süßen verträumt/verpeilten Touch gab.
    Aber ja, der Drops ist gelutscht und Roman wird wohl nach Baku fahren, eine gute Performance abliefern und irgendwo rund um Platz 12 rumdümpeln. Das hatten wir alles schon mal bei Max Mutzke, der imho einiges mehr an Charisma zu biten hatte als Roman.