In verschiedenen großen Tageszeitungen Deutschlands erscheint heute ein offener Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel zum "Tag des Geistigen Eigentums". Darin fordern Großverdiener der Medienbranche die Kanzlerin dazu auf, den "angemessenen Schutz" ihrer Werke "zur Chefsache zu machen".

Die …

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  • Vor 13 Jahren

    @wayfarer («
    @Paranoid_Android
    Er würde ich negativ auswirken, wenn er für jede Melodie Lizenzgebühren verlangen würde, während er Geld an jemanden abführt,der den 3/4 Takt erfunden hat (weit hergeholt), so aber funktioniert unser wunderbares Patent System. »):

    wirklich sehr weit hergeholt.....

    unser patentsystem sorgt aber auch dafür, dass nicht einfach jemand eine von dir erfundene und patentierte sache zur gewinnmaximierung "klauen" darf.
    @wayfarer («
    Zum Thema Preispolitik, Software leidet unter den selben Problem wie Musik, ersteres ist nur besser Dokumentiert, im Software Bereich denkt man wiederunm und verteufelt nicht den User.
    Solls ja geben. »):

    inwiefern denkt man da nach? versteh ich nicht ganz.
    sicher, dass der user da nicht verteufelt wird? auch du solltest evtl. schon mal von kopierschutzmechanismen gehört haben. die werden ja nicht umsonst für viel geld entwickelt.
    im softwarebereich wird man noch mehr gegängelt als im musikbereich. wenn ich mir ne cd kaufe, muss ich mich nämlich nicht zwangsregistrieren um die cd auch noch nach 4 wochen weiter hören zu können.
    @wayfarer («
    Und 5G? Das sind je nach Qualität mindestens 20h Musik. Du kannst mir nicht erzählen, das davon mehr als 2h Stunden gehört werden.
    Meistens hören die Leute eine Single, wollen diese und nehmen gleich das ganze Album, wird ja auch kaum einzeln angeboten. »):

    Woher nimmst du diese annahmen? persönliches verhalten, das du mal eben allen anderen musikhörern versuchst überzustreifen?

  • Vor 13 Jahren

    @Paranoid_Android (« @wayfarer («
    @Paranoid_Android
    Er würde ich negativ auswirken, wenn er für jede Melodie Lizenzgebühren verlangen würde, während er Geld an jemanden abführt,der den 3/4 Takt erfunden hat (weit hergeholt), so aber funktioniert unser wunderbares Patent System. »):

    wirklich sehr weit hergeholt.....

    unser patentsystem sorgt aber auch dafür, dass nicht einfach jemand eine von dir erfundene und patentierte sache zur gewinnmaximierung "klauen" darf. »):

    Du kennst dich scheinbar sehr gut mit den geschäftsgebaren mancher Firmen aus.
    @Paranoid_Android (« @wayfarer («
    Zum Thema Preispolitik, Software leidet unter den selben Problem wie Musik, ersteres ist nur besser Dokumentiert, im Software Bereich denkt man wiederunm und verteufelt nicht den User.
    Solls ja geben. »):

    inwiefern denkt man da nach? versteh ich nicht ganz.
    sicher, dass der user da nicht verteufelt wird? auch du solltest evtl. schon mal von kopierschutzmechanismen gehört haben. die werden ja nicht umsonst für viel geld entwickelt.
    im softwarebereich wird man noch mehr gegängelt als im musikbereich. wenn ich mir ne cd kaufe, muss ich mich nämlich nicht zwangsregistrieren um die cd auch noch nach 4 wochen weiter hören zu können. »):

    Gibts auch andere Beispiele. Manche sagen, kein Kopierschutz, verärgert nur die ehrlichen Kunden, Wir sind Fair, dafür behandelt uns der Kunde auch Fair.
    @Paranoid_Android (« @wayfarer («
    Und 5G? Das sind je nach Qualität mindestens 20h Musik. Du kannst mir nicht erzählen, das davon mehr als 2h Stunden gehört werden.
    Meistens hören die Leute eine Single, wollen diese und nehmen gleich das ganze Album, wird ja auch kaum einzeln angeboten. »):

    Woher nimmst du diese annahmen? persönliches verhalten, das du mal eben allen anderen musikhörern versuchst überzustreifen? »):

    Glaub man den Durchschnittsverkauf an Singles und vergleicht dann den Verkauf von Alben (und den zugehörigen Interpreten).
    Ja das tue ich für den Durchschnittshörer.
    Was meine persönliche Einstellung ist, ist nicht das Thema, zudem, kann mich nicht erinnnern, darüber eine Aussage getroffen zu haben.

  • Vor 13 Jahren

    nenn mir bitte EIN beispiel kostenpflichtiger software ohne kopierschutz/seriennummer.

  • Vor 13 Jahren

    @Anonymous (« 1€/Song sind absurd, zumal keine Press-, Lager- etc. Kosten anfallen. »):

    Besonders da oft diese Datei mit DRM geschützt sind.
    @Paranoid_Android (« @wayfarer (« @Paranoid_Android
    Er würde ich negativ auswirken, wenn er für jede Melodie Lizenzgebühren verlangen würde, während er Geld an jemanden abführt,der den 3/4 Takt erfunden hat (weit hergeholt), so aber funktioniert unser wunderbares Patent System. »):

    wirklich sehr weit hergeholt.....

    unser patentsystem sorgt aber auch dafür, dass nicht einfach jemand eine von dir erfundene und patentierte sache zur gewinnmaximierung "klauen" darf. »):

    Das ist klar, aber heutzutage kannst du selten was neues Erfinden wenn du nicht auf was altbewährtes zurückgreifst.
    Außerdem sieht man doch in den USA was für Untriebe einige Anwaltskanzleien mit den Patentrecht treiben.
    Die kaufen nämlich Patente auf und verklagen jede Firma die nur ansatzweise das Patent verletzt.
    Das aktuelle Patentrecht ist auch sanierungsbedürftig!

  • Vor 13 Jahren

    Ich habe mir schon lange gedanken, über das kopieren von Musik gemacht.

    1. Die Plattenindustrie, stellt gerade das kopieren von Musik hin als wäre es eine Erfindung der Neuzeit. Kopieren von Musik gab es bereits vor vielen Jahrzehnten, früher, das Tonband, dann die Cassetten, dann die CD-Rohlinge, Internet, Ipod usw. Früher haben Kumpels einem, eine Cassette aufgenommen oder man sass vor der Internationale Hitparade und nahm sich seine Lieblingsmusik auf. Ich hatte früher mehr Cassetten, als Platten.
    2. Heute wird auf eine CD mit aller Gewalt 70 Minuten u. mehr gepresst, davon ist dann 50 % Schrott. Würde man heute vielleicht nur die Filetstücke eines Künstlers und nur 45 Min. auf eine CD pressen und dafür den Preis senken, wäre auch
    mehr geholfen. Wer zahlt schon ca. 15 Euro und mehr für 50% Schrott und hört sich dies auch noch an.
    3. Eigentlich müsste eine Cd weit unter einem LP-Preis liegen, da die Produktionskosten für CD`s viel niedriger sind, aber das Gegenteil ist der Fall.
    4. Solange das legalle Download, so teuer ist (Gebühren, Internnetkosten, CD, Hülle) wie fast der Kauf einer
    CD, hat kaum ein Mensch interesse
    legall downloaden. Wenn man vernünftige Preise z.B. 5,--Euro für das Download-Cd aufruft, vorallem aber die neuen CD schneller bereit stellt, wird dass Interesse für das legalle Download steigen.
    4. Wenn gerade bekannte Künstler, so am Hungertuch nagen, sollten sie vielleicht mal wieder mehr Konzerte geben. Es ist schon komisch, dass Künstler wie Nickelback früher in Clubs, als Vorgruppe tingelten, heute gerade mal 2 poplige Konzerte
    in Deutschland geben.
    5. Die Musikindustrie und die Superstars, müssen die einmal im klaren sein, dass die Menschen für
    immer weniger Geld zur Verfügung haben. Wer kann sie schon leisten, 15 Euro und mehr ausgeben für vielleicht eine Schrott-Cd.
    Und dass heute im Gegenteil zu den 50er und 60er immer noch mehr CD`s gekauft werden. Meine Eltern haben sich
    früher im Jahr gerade mal eine LP von Udo Jürgens geleistet.
    6. Man muss gar nicht mehr heute Musik nach seinem Geschmack downloaden, es gibt genügt digitale Radiosender für den persönlichen Musikgeschmack (z.B. Rockantenne).
    7. Man schreit, durch das Internet gehen Millionen verloren, aber das man auch durch das Internet Geld verdienen und seine Musik bekannt machen kann (siehe Kate Nash), wird verschwiegen.
    8. Dazu kommt noch eine Milchmädchen Rechnung, wer sagt denn, dass wer
    eine CD downloaded, auch kaufen würde.

    Die Probleme sind immer die andere,
    nie man selbst.

  • Vor 13 Jahren

    platten sind teurer als cds.....

    bsp.:
    In Rainbows-LP (http://amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=…)
    Radiohead - In Rainbows CD (http://www.amazon.de/Rainbows-Radiohead/dp…)

    Portishead - Third LP (http://www.amazon.de/Third-Vinyl-LP-Portis…)
    Portishead Third CD (http://www.amazon.de/Third-Portishead/dp/B…)

    und ja, ich weiss, früher haben die 17 mark gekostet, jetzt 17 euro. ich kann mich aber auch an benzin-preise von rd. 1,20 DM erinnern.

  • Vor 13 Jahren

    @le misanthrope (« Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    morgen ist der Tag des Geistigen Eigentums. Als Komponisten und Musiker, Schriftsteller und Verleger, als Schauspieler
    und Filmemacher begrüßen wir es sehr, dass mit diesem Tag das Bewusstsein für denWert geistigen
    Eigentums gestärkt werden soll. Denn leider müssen wir täglich mit ansehen, wie das Recht auf einen angemessenen Schutz
    unserer Werke missachtet wird. Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher
    millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die
    Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten.
    So wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen. Zehnmal
    mehr, als legal verkauft wurden. Mehrere Millionen Menschen bedienen sich regelmäßig aus Internet-Tauschbörsen und anderen illegalen
    Quellen im Netz. Und obwohl damit nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Allgemeinheit durch Steuerausfälle und Arbeitsplatzverluste
    geschädigt werden, schaut der Staat bisher nahezu unbeteiligt zu. In China setzen Sie sich vorbildlich für die Interessen
    der deutschen Industrie beim Thema Produktpiraterie ein. Bitte tun Sie das auch in Deutschland für mehr
    Respekt vor dem Schutz geistigen Eigentums. Denn als einziger Weg, sich zur Wehr zu setzen, bleibt Künstlern, Kreativen
    und den beteiligten Industrien bisher nur die Möglichkeit, gegen die Anbieter illegaler Produkte juristisch vorzugehen. Geistiges Eigentum ist
    aber – so hat es der Chef des gleichnamigen Bilderimperiums Mark Getty einmal formuliert – das Öl des 21. Jahrhunderts. Dahinter
    verbirgt sich die Erkenntnis, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft schon heute
    und vor allem in Zukunft Motor für Wachstum und Wohlstand ist. Ohne Musik und Hörbücher
    bräuchten wir keine iPods, ohne Filme keine Flachbildfernseher, ohne Breitbandinhalte keine schnellen Internetzugänge. So entfallen allein
    70 Prozent des Internetverkehrs in Deutschland auf die – leider meist illegale – Tauschbörsennutzung. Aber während beispielsweise
    die milliardenschwere Telekommunikationsindustrie massiv von der Nutzung illegaler Inhalte profifififitiert,
    verweigert sie beim Schutz geistigen Eigentums die Verantwortung. Auf europäischer Ebene erkennen immer mehr
    Länder, dass die massenhafte individuelle Rechtsverfolgung im Internet nur eine Zwischenlösung sein kann und technologischer Fortschritt
    und der Schutz geistigen Eigentums nicht im Widerspruch zueinander stehen dürfen. Frankreich und England gehen hier mit beispielhaften
    Initiativen voran. Dort sind Internetprovider sowie die Musik- und Filmindustrie aufgefordert,
    unter staatlicher Aufsicht gemeinsam mit Verbraucher- und Datenschützern
    Verfahren zum fairen Ausgleich der Interessen aller Beteiligten zu entwickeln.
    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir wissen, dass auf einem solchen Weg viele politische und rechtliche Hürden zu überwinden
    sind. Deshalb bitten wir Sie: Nehmen Sie sich dieses Themas an und machen es
    zur Chefsache. Denn während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren können, trifft die Internetpiraterie
    vor allem junge Nachwuchstalente. Langfristig wird so die kulturelle und kreative Vielfalt in unserem Land abnehmen
    und wir verspielen eine unserer wichtigsten Zukunftsressourcen.
    In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung und mit freundlichen Grüßen,

    2raumwohnung, Daniel Acht, Fatih Akin, Götz Alsmann, Stefan Arndt, Bob Arnz, Uli Aselmann, Andreas Auth, Lutz Bandte,Wolf Bauer,
    Claudia Baumhöver, BAP, Dr. h. c. Wolfgang Beck, Christian Becker, Oliver Berben, Christoph Biemann, Julia Boehme, Claus Boje,
    Ranja Bonalana, Dr. Jörg Bong, Prof. Dr. Heinrich Breloer, Silke Brix, Till Brönner, Burkhard Brozat, Prof. Christian Bruhn,
    Francesco Bruletti, Anni Brunner, Detlev Buck, Sven Burgemeister, Leander Carell, Yvonne Catterfeld, Roger Cicero, Culcha Candela,
    Jakob Claussen, Caroline Daube, Samy Deluxe, Renan Demirkan, Joy Denalane, Helmut Dietl, Die Labbese, DJ Ötzi, Klaus Doldinger,
    Bernd Eichinger, EL*KE, Peter Eötvös, Jörg Evers, Dieter Falk, Dr. Wolfgang Ferchl, Axel Fischer, Helene Fischer, Uschi Flacke,
    Julia Franck, Egon L. Frauenberger, Amelie Fried, Molly von Fürstenberg, Joseline Gassen-Hesse, Hans W. Geißendörfer,
    Bijan Ghawami, Dr. Peter Gölitz, Ulrich Granseyer, Herbert Grönemeyer, Ludwig Güttler, Till Hagen, Martin Hagemann,
    Kirsten Hager, Klaus Hanslbauer, Titus Häussermann, Peter Heppner, Max Herre, Gerd Hesse, Sabine Hirler, Mischa Hofmann,
    Dr. G.-Jürgen Hogrefe, Höhner, Dr. Gottfried Honnefelder, Klaus Humann, Viola Jäger, Christoph John, Juli, Udo Jürgens,
    Dr. Joachim Kaps, Ewa Karlstroem, Andreas Langenscheidt, Toni Kater, Joachim Kaufmann, Georg Kessler, Dietrich zu Klampen,
    Klaus & Klaus, Alexander Klaws, Patrick Knippel, Astrid Kollex, René Kollo, Meike Kordes, Harald Kügler, Mickie Krause, Joachim Król,
    Michael Krüger, Dieter Thomas Kuhn, Peter Lackner, LaFee, Prof. Ulrich Limmer, Udo Lindenberg, Peter Lohmann, Annett Louisan,
    Peter Maffay, Manfred Mai, Martin May, Helge Malchow, Marquess, Marc Marshall, Jens Meurer, Reinhard Mey, Kari Meyer, MIA.,
    Michael Mittermeier, Monrose, Martin Moszkowicz, Christoph Müller, Nobelpenner, Oomph!, Margit Osterwold, Erich Öxler,
    Wolfgang Pampel, Stefan Peters, Dr. Joerg Pfuhl, Uli Putz, Thomas Quasthoff, Rabaue, Karl-Klaus Rabe, Frank Ramond, Reamonn,
    Uschi Reich, Aribert Reimann, Steffen Reuter, Revolverheld, Dr. Andreas Richter, Prof. Dr. h. c. Wolfgang Rihm, Rosanna Rocci,
    Hilke Rosenboom, Ursula Rosengart, Rosenstolz, Jennifer Rostock, Dr. Christian Rotta, Sasha, Prof. Dr. Enjott Schneider,
    Philipp Schepmann, Schiller, Monika Schlitzer, Jörn Schlönvoigt, Bernhard Schmid, Kim Oliver Schmidt, Dr. Patricia Scholten,
    Walter Scholz, Barbara Schöneberger, Atze Schröder, Hermann Schulz, Dr. Susanne Schüssler, Jan Schütte, Til Schweiger, Scooter,
    Seeed, Mark von Seydlitz, Rodion Shchedrin, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Martin Spencker, Tom Spieß, Dagmar Stehle,
    Dr. Jörg D. Stiebner, Ulrich Stiehm, Dr. Henning Stumpp, Alexander Thies, Tokio Hotel, Imre Török, Judy Tossell, Matthias Ulmer,
    Andreas Ulmke-Smeaton, Ulla Unseld-Berkéwicz, Philip Voges, Prof. Lothar Voigtländer, Neele Vollmar, Dr. Ralf Weigand,
    Stefan Waggershausen, Peter Wackel, Wagner Love, Joachim Weidler, Jan Weiler, Max Wiedemann, Ursula Woerner, Johanna Wokalek,
    Sönke Wortmann, Peter Zenk, Tom Zickler »):

    Puh!

    Keinen dieser Spasten auf meiner "Fan von"-Liste....

    :smug:

    Hier mal eine sinnvolle neuformulierung:
    @le misanthrope (« Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    morgen ist der Tag des Geistigen Eigentums. Als Menschen und Künstler begrüßen wir es sehr, dass mit diesem Tag das Bewusstsein für den Wert der Idee gestärkt werden soll. Denn leider müssen wir täglich mit ansehen, wie unsere Freiheit zu benutzen und zu schaffen missachtet wird. Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher
    millionenfach unrechtmäßig zurück gehalten und uns der zugang zu ihnen verwehrt, ohne dass die
    vermeintlichen "Eigentümer", ihr gefordertes "Besitzrecht" in irgendeiner weise legitimieren können.
    So wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen. Zehnmal
    mehr, als legal verkauft wurden - Eine demokratische Aussage, die in ihrer Forderung mehr als eindeutig ist. Mehrere Millionen Menschen bedienen sich regelmäßig aus Internet-Tauschbörsen und anderen illegalen
    Quellen im Netz. Und obwohl aufgrund dieser Illegalisierung nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Allgemeinheit durch Steuerausfälle und Arbeitsplatzverluste
    geschädigt werden, schaut der Staat bisher nahezu unbeteiligt zu.

    In China setzen Sie sich heuchlerisch für die Interessen
    der deutschen Industrie beim Thema Produktpiraterie ein. Ebenso tun Sie das auch in Deutschland anstatt sich auszusprechen für mehr Respekt vor der Freiheit der Idee. Denn als einziger Weg, sich zur Wehr zu setzen, bleibt Menschen, Künstlern
    und Organisationen bisher nur die Möglichkeit, gegen die Feinde der Freiheit und der Kreativität mit gesundem Menschenverstand und sachlicher Argumentation vorzugehen. Geistiges Eigentum ist aber – so hat es der Chef des gleichnamigen Bilderimperiums Mark Getty einmal formuliert – das Öl des 21. Jahrhunderts. Dahinter
    verbirgt sich die Erkenntnis, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft schon heute
    und vor allem in Zukunft Motor für Unterdrückung und Ausbeutung ist - Vergleichbar mit dem politischen und sozialen Diktat, dass die Konzentration der Energieerzeugung auf den Ölabsatz uns auferlegt. Wir brauchen Musik und Hörbücher, keine iPods, auf denen wir sowieso nichts abspielen dürfen, da wir dazu eine illegale Kopie erstellen müssen. Wir brauchen Filme keine Flachbildfernseher, die DRM-Methoden implementieren und somit die informationelle Selbstbestimmung unterwandern. Und wer braucht Breitbandinhalte über schnelle Internetzugänge, wenn diese sowieso nur dazu dienen unser Nutzerverhalten aufzuzeichnen und uns personalisierte Werbung zukommen zu lassen? Es entfallen allein
    70 Prozent des Internetverkehrs in Deutschland auf die – leider illegale – Tauschbörsennutzung.
    Aber während beispielsweise
    die milliardenschwere Telekommunikationsindustrie massiv von der Nutzung illegaler Inhalte profifififitiert,
    verweigert sie beim Schutz der Freiheit der Idee die Verantwortung. Auf europäischer Ebene erkennen immer mehr
    Länder, dass die massenhafte individuelle Rechtsverfolgung im Internet nur eine Zwischenlösung sein kann und technologischer Fortschritt
    und der Schutz geistigen Eigentums nicht im Widerspruch zueinander stehen dürfen. Frankreich und England gehen hier mit
    Initiativen, die Orwell bereits in seinem Klassiker 1984 zumindest im Ansatz erahnte und die selbst Adolf erblassen ließen, voran. Dort sind Internetprovider sowie die Musik- und Filmindustrie aufgefordert,
    unter staatlicher Kontrolle gemeinsam mit Verbraucher- und Datenschützern
    Verfahren zur Täuschung der beteiligten freihitsliebenden- und bewußten Menschen.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir wissen, dass auf einem solchen Weg viele politische und rechtliche Hürden zu überwinden
    sind. Deshalb bitten wir Sie: Nehmen Sie sich dieses Themas an und machen es
    zur Aufgabe für unsere gesamte Gesellschaft. Denn während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren können, treffen die Maßnahmen zu Bekämpfung der Internetpiraterie
    vor allem nachfolgende Schöpfer. Langfristig wird so die kulturelle und kreative Vielfalt in unserem Land abnehmen
    und wir verspielen eine unserer wichtigsten Zukunftsressourcen.
    In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung und mit freundlichen Grüßen,

    Subversive1 »):

  • Vor 13 Jahren

    Und mit sowas muss man die arme Frau Merkel belästigen? Die hat doch wichtigeres zu tun. Ich meine Einhaltung des Klimaschutzbakommens, Gespräche mit China, die BND-Affäre, das ist doch eine ganze Menge und vor allem weit aus wichtiger...

  • Vor 13 Jahren

    bei den themen gibts aber vielleicht nicht so viele lobbyisten. welche interessengruppe mit macht und einfluss setzt schon alle hebel in bewegung, um die bnd-affäre aufzuklären?..

  • Vor 13 Jahren

    Du hättest ihnen mehr geistiges Eigentum zugetraut? :???: