Der neue Teddy-Song ist zwar nicht besonders lustig, aber erfolgreich. Der Comedian stellt mal wieder seine Musikalität und sein Gespür für Hits unter Beweis.

Berlin (dük) - "Mach mal dein Herz auf, Junge! Lass mal bissl Sonne rein in dein Herz!": Mit seinem neuen Lied "Deutschland isch stabil" schweißt Teddy Teclebrhan die Nation im Kampf gegen die Pandemie zusammen. Der Schauspieler, Komiker, Musicaldarsteller und YouTuber lässt 'Antoine Burtz', einen seiner auf Vorurteilen und Klischees basierenden Charaktere, von Zucchini, Leoparden, Halloumi und Einigkeit singen.

Das Instrumental klingt ein wenig wie eine poppigere Version von Meek Mills und Drakes "Amen", ohne die Hip Hop-, aber dafür mit denselben Gospel-Einflüssen. Antoine singt mit seinem undefinierbaren, möglicherweise schwäbischen Dialekt die "Pandenie" hinfort. Zeilen wie "Natürlich hab ich Schiss manchmal, alle anderen auch" und "Leben nehm mich auf dein Schoß. Ich weiß ich bin schon groß, aber manchmal möchte ich mich einfach fallen lassen" zeigen, dass sich Teclebrhan mit "Deutschland isch stabil" nicht nur vorgenommen hat, die Vorfreude auf die Post-Corona-Parties zu steigern. Er geht auch auf andere Gefühle ein ...

Mit seinem Video "Umfrage zum Integrationstest", in dem Teddy so schauspielerte, dass damals tatsächlich viele das Interview für echt und authentisch hielten, war das in Eritrea geborene Improvisationstalent 2011 quasi über Nacht berühmt geworden. Neben Antoine, einer Persiflage des 'dummen, arbeitslosen Ausländers', schlüpft Teclebrhan auf der Bühne und in seinen Videos regelmäßig in die Rolle des fremdenfeindlichen Rentners 'Ernst Riedler' oder die des spießigen Cholerikers 'Percy'. Musikalisch erfolgreich ist bislang nur Antoine. Mit der Herbert Grönemeyer-Parodie "Wellensittich" und dem im letzten Jahr erschienenen "Lohn Isch Da" sind ihm bereits zwei millionenfach angeschaute Hits gelungen.

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