Lernen von Beyoncé: Download-Marktführer iTunes zeigt Streamingdiensten die Stirn und fordert Exklusivrechte.

Cupertino (mab) - Nicht nur traditionelle Vinyl- und CD-Verkäufe scheint der anhaltende Streaming-Hype zu beeinträchtigen. Webdienste wie Spotify stellen auch für Downloadshops eine Bedrohung dar. Während die Streamingseiten boomen, brechen die Verkaufszahlen im iTunes-Music-Store langsam aber sicher ein.

Der amerikanische Apple-Musikchef Robert Kondrk sorgt nun mit einem Vorstoß via Billboard in Richtung der Musiklabels für Aufmerksamkeit. Angeblich führt er Gespräche, die iTunes Sonderrechte bei Neuveröffentlichungen einräumen sollen. Wie ernst es dem Konzern ist, beweist eine Aussage Kondrks, nach der Apple sogar erwägt, von seinem bewährten Konzept abzuweichen, Songs einzeln anzubieten.

Eine Abkehr vom Apple-Erfolgsrezept?

Konkret könnte das Ergebnis folgendermaßen aussehen: Neuerscheinungen gibt es zunächst nur bei iTunes zu erstehen – nicht aber auf den Streaming-Portalen. Diese müssen sich noch einige Zeit gedulden, bis neue Musik nach beispielsweise einer Woche auch dort freigeschaltet wird.

Um sich diese Exklusivinhalte zu sichern, wäre Kondrk bereit, im relevanten Zeitraum keine Einzelsongs, sondern nur das gesamte Album zu offerieren. Für die Plattenfirmen ist dieses Angebot sicherlich interessant. Apple würde den Labels außerdem zugestehen, dieselben Rechte auch anderen Downloadanbietern anzubieten. Nur Streaming-Plattformen sollen ausgeschlossen werden.

Der Beyoncé-Effekt

Als Vorbild fungiert dabei das jüngste Beyoncé-Album. Jenes war eine Woche lang nur auf iTunes erhältlich, bevor auch anderweitig darauf zugegriffen werden konnte. Selbst YouTube musste bei der Aktion hinten anstehen.

In der ersten Woche verkaufte iTunes das Album über eine Million Mal. Allein in den ersten drei Tagen verzeichnete der Store 830.000 Downloads. Verständlich, dass Apple an diesen Erfolg anknüpfen möchte.

Fotos

Beyoncé

Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision) Beyoncé,  | © Parkwood Entertainment (Fotograf: 13thWitness/Invision)

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4 Kommentare mit 7 Antworten

  • Vor 7 Jahren

    mir persönlich recht wumpe, da releasedates auch nur schall und rauch sind.
    wenn mir das wichtig wäre, würde mir diese geschäftspolitik aber mächtig stinken. nutze itunes und spotify so gut wie gar nicht.

    • Vor 7 Jahren

      ich kann es allmähllich nicht mehr hören...egal wann es um dieses thema geht, als erster taucht immer der berber-lauti auf um seine dumpf-dämliche hirngrütze zum tausendsten male ins www zu kotzen...@berber-lauti: halt doch einfach mal den rand! wir kennen doch mittlerweile alle deine ansicht zum thema zur genüge...anstatt zu posten, nutz doch die zeit lieber um mal in deiner behausungsähnlichen sozialgrotte aufzuräumen! dann wird auch der ärger mit den betreuern schlagartig weniger...

    • Vor 7 Jahren

      Find ich katastrophal, dass dieser HUND Timo sich hier noch zu diesem Thema äußern darf: RELEASEDATES SIND SCHALL UND RAUCH. Ja klar, wenn ich mir ALLES illegal auf irgendwelchen dubiosen Seiten leeche, dann isses mir scheissegal, wann es offiziell erscheint. Einfach ein widerlicher Trottel dieser lautuser!

    • Vor 7 Jahren

      ich glaube es war eher so gemeint, als dass kein wert auf den erscheinungszeitpunkt von musik gelegt wird, da sie ab erscheinen eh für immer da ist und man bis zum release ja noch zig andere sachen hören kann.

      das hat nichts mit downloads oder so zu tun - dieser zusammenhang ist schlicht konstruiert.

      und äussern darf sich hier jeder, sogar hunde, hurensöhne oder schwabbelpenisse - wie uns die vergangenheit gelehrt hat. :)

    • Vor 7 Jahren

      Aber wiese kannst du HUND nicht einfach mal die Schnauze halten bei diesem Thema? Jeder hier weiß, dass Du kein Geld für Musik ausgibst, wahllos alles leechst und das auch noch in Ordnung findest. Dich sollten sie direkt nach dem Ulli vor Gericht stellen. Vllt übergeb ich der Staatsanwaltschaft mal deine Privatdaten, dann können sie dich verknacken und wir sind dich los!

    • Vor 7 Jahren

      das waere cool

  • Vor 7 Jahren

    Wer will zieht es sich dann doch eh schon ne Woche vor iTunes release illegal ausm Netz.

  • Vor 7 Jahren

    Das ist richtig, aber die will Apple damit ja auch gar nicht abfangen. Die würden eh nie Geld dafür ausgeben bzw, falls es Probehörer sind (die mit Spotify und co. aber wohl eher aussterben) holen sie es sich irgendwann trotzdem. Der Grundgedanke ist wie beschrieben den Streamingdiensten das Wasser abzugraben. Meiner Meinung nach mag das so Produktmucke wie Beyoncé sinnvoll sein, weil bei deren überwiegender Klientel sowieso keine klassischen Albenkäufer dabei sind und die Aktualität ein entscheidender Faktor ist. Sicher vorverurteile ich hier etwas, aber die Mehrheit der Beyoncehörer will wohl hören, was "gerade angesagt ist". Ist so gesehen ein guter Ansatz, weil der große Umsatz nunmal nicht mit der neuen Porcupine Tree gemacht wird.
    Aber beim Rest wird das ziemlich egal sein.
    Die "wirklichen" Musikliebhaber kaufen sich die Alben eh irgendwann, wenn sie gefallen daran finden. Es werden halt nur die gekauft, die es wirklich wert sind. Die wenigsten kaufen doch Alben blind.
    Problematisch aus bwl-Sicht sind hier nur die Leute, die komplett auf Spotify umsteigen. Aber diese Konsumentenschicht kriegst du mit der einen Woche wohl auch kaum rum, wieso auch?

    • Vor 7 Jahren

      Btw. finde ich Spotify ne super Sache, ähnlich wie bei YouTube vor einigen Jahren kann man da in fast alles reinhören und ich hab hier mittlerweile einge CDs/Schallplatten, die ich mir nach ausgiebigem hören dort geholt habe.

  • Vor 7 Jahren

    Es hat im Internet noch bei kaum einen Unternehmen funktioniert, an veralteten Trends festzuhalten.