Unmut und Spott für den millionenschweren DJ Steve Aoki: In seinem neuen Video benutzt er ein geklautes Synth-Plugin.

Konstanz (top) - Wie leicht man mit einem einminütigen Clip ins Fettnäpfchen treten kann, erfährt DJ Steve Aoki derzeit am eigenen Leib. Am Mittwoch veröffentlichten Linkin Park ein neues Video, das auf den ersten Blick lediglich den gemeinsamen Track "A Light That Never Comes" anteast. Doch bald fiel einem aufmerksamen Beobachter in Sekunde 22 vor allem ein Schriftzug im Screenshot vom Synth-Programm 'Sylenth 1' auf: Team Arcade.

Dabei handelt es sich um eine bekannte Raubkopierer-Gruppe, Steve Aoki nutzt also eine gecrackte Version der Software. Gerade weil er sich erst mit Einkünften von 14 Millionen Dollarn im Jahr auf der Forbes-Liste der meistverdienenden DJs platzierte, ist der Ärger über seinen Geiz in einigen Kommentaren groß: "Pirat", "Scheiß Produzent mit scheiß Moralvorstellungen", "So ein Depp" und ähnliches steht nun unter dem Video.

Nur wenige Stimmen verteidigen Aoki mit dem "Wer im Glashaus steht, sollte nicht mit Steinen werfen"-Argument. Schließlich besitze wohl so gut wie jeder den einen oder anderen illegalen Download, unabhängig von seinem Kontostand. Aoki selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen.

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Linkin Park

Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Linkin Park,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger)

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35 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    zynisch :suspect: weisst du, was lustig ist? wenn leute wie dieter gorny oder die CEOs/COOs von emi, universal oder jedem anderen major fette karren fahren und in fetten häusern wohnen und dann jammern, dass die armen musiker zu kurz kommen :( :cry: alles eine frage der verteilung. aber da du wahrscheinlich dieter gorny bist vergiss, was ich gesagt habe. ich müsste in den anderen filesharing diskussionen verlinkt haben, dass die tendenz zu kaufen trotz des sharings zu nimmt. früher, damals, kurz nach dem krieg haben wir tapes getraded. wir haben uns games und spiele gegenseitig geliehen und später auch gebrannt. wir haben uns cds/kasetten aus der bib geholt und überspielt. und die industrie hat gekocht vor wut. es gibt eben dinge, die ändern sich nie. und trotzdem wurde gekauft. und es wird ja immer noch gekauft...

  • Vor 7 Jahren

    @Torque (« zynisch :suspect: weisst du, was lustig ist? wenn leute wie dieter gorny oder die CEOs/COOs von emi, universal oder jedem anderen major fette karren fahren und in fetten häusern wohnen und dann jammern, dass die armen musiker zu kurz kommen :( »):

    Die Leute haben das Jammern angefangen, als es schon längst nicht mehr für die Musiker reichte. Merkt man allein schon daran, daß der CEO von EMI definitiv nicht mehr im Namen der Firma einen fetten Karren fährt.
    @Torque (« :cry: alles eine frage der verteilung. aber da du wahrscheinlich dieter gorny bist vergiss, was ich gesagt habe. »):

    Kaum feiert man 1,5 % Umsatzsteigerung nicht, ist man Dieter Gorny? Ich seh' halt an den Zahlen nichts Rosarotes, das man feiern könnte. 1,5 % mehr Umsatz bedeutet weder, daß sich der Gewinn vergrößert hat, noch daß er an der richtigen Stelle rauskommt. 1,5 % mehr Umsatz muß genau genommen noch nicht mal bedeuten, daß man auch nur eine einzige Einheit mehr abgesetzt hat. 1,5 % mehr Umsatz - das kann selbst unsere Inflationsrate besser.
    @Torque (« ich müsste in den anderen filesharing diskussionen verlinkt haben, dass die tendenz zu kaufen trotz des sharings zu nimmt. »):

    Hast Du gesagt, richtig. Ist aber komisch, daß Du
    a) das zu einem Zeitpunkt gesagt hast, als die Umsätze der Musikbranche entweder sanken oder stagnierten (laut Bericht war das über ein Jahrzehnt der Fall), und
    b) trotzdem zu dem Schluß kommst "es liegt in der natur des menschens, den hals nich voll genug zu kriegen", was doch sicher pauschal gesprochen auch auf die Filesharing-Bevölkerung anzuwenden ist und nicht nur auf die Gegenseite, oder sind das keine Menschen bzw. haben keine Natur?
    @Torque (« früher, damals, kurz nach dem krieg haben wir tapes getraded. wir haben uns games und spiele gegenseitig geliehen und später auch gebrannt. wir haben uns cds/kasetten aus der bib geholt und überspielt. und die industrie hat gekocht vor wut. es gibt eben dinge, die ändern sich nie. und trotzdem wurde gekauft. »):

    Ja, aber ich hab' Dir in dem anderen Thread auch schon mal gesagt, daß Du Äpfel mit Birnen vergleichst. Das Kopieren auf Cassette war bei uns Nachkriegskindern immer mit Zeitaufwand und Qualitätsverlust verbunden, insofern war der Streuradius geringer. Das Kopieren hat sich praktisch immer im Dunstkreis des Originals abgespielt, denn weiter verzweigen als Kopie von Kopie von Kopie war einfach nicht drin, und niemand, der bei klarem Verstand war, hat sich die Sachen im Übermaß gezogen oder kopiert, um sie "zu haben", denn eine Kopie bedeutete Investitionen in Leercassetten und benutzter Stauraum im Cassettenköfferchen. Heute sind das ein paar Kilobyte irgendwo auf der Festplatte, die man sich ohne größeren Aufwand mittels Klick in eine unbedeutende Ecke der Festplatte klatschen kann, zusammengeklaubt aus allen Ländern der Welt von Menschen ohne Gesicht.

    Zitat (« und es wird ja immer noch gekauft... »):

    Jepp, und zwar immer weniger. Erste glorreiche Ausnahme seit über einem Jahrzehnt: das erste Halbjahr 2013. Halleluja, was'n Geschäft.
    Gruß
    Skywise