Frontman Corey Taylor und seine lustig verkleideten Freunde aus der Psychiatrie dürften seit letzten Dienstag ein paar Fans weniger in Deutschland haben. Slipknots Gig in Hamburg endete in einem Desaster.

Hamburg (ps) - Das Chaos begann schon in Vorfeld zum hanseatischen Konzert am 29. Januar. Die Maskierten bildeten sich ein, in Deutschland so große Popstars zu sein, dass sie mühelos die Alsterdorfer Sporthalle mit einem Fassungsvermögen von 8000 Leuten füllen könnten. Das ging natürlich ordentlich schief und wegen des schlecht laufenden Vorverkaufs wurde der Gig der Möchtegern-Superstars in den Reeperbahn-Club "Docks" verlegt, in dem ca. 1500 Leute Platz finden.

Da der technische Aufwand der Band für eine riesige Halle abgestimmt war, gab es Probleme, diesen an einen kleinen Club anzupassen. Deshalb strich das Slipknot Management kurzerhand die Auftritte der beiden Vorgruppen American Head Charge und Straight, die sonst auf jedem Konzert der Tour gespielt hatten.

Als dann Slipknot auf die Bühne kamen gaben sie sich schwach und desinteressiert, und beendeten ihre traurige Show nach 48 Minuten (inklusive Intro). Seltsamerweise spielte die Band auch den Titeltrack vom letzten Album, "Iowa", der auf der laufenden Tour bis dahin nur einmal gespielt wurde. Daraufhin war das Publikum verständlicherweise stocksauer, bombardierte die Bühne mit allem was nicht niet- und nagelfest war und riss die Samtverzierung des Docks in Stücke. 32 Euro für ein Ticket und dann etwas mehr als eine halbe Stunde Konzert, das konnte es wohl nicht gewesen sein. Vor dem Club wurden unter lautstarkem Geschrei sogar Slipknot-Shirts verbrannt.

Die Konzertveranstalter von Scorpio haben bereits bekannt gegeben, dass sie in Zukunft keine weiteren Konzerte mit Slipknot durchführen werden. Auch bei ihrem Plattenlabel Roadrunner hat man keine Ahnung, welcher Teufel die Fastnachts-Metaller in Hamburg ritt: "Das einzige Statement, das wir von Slipknot zum Hamburger Gig haben ist: "Fuck the Industry", sagte man auf die Nachfrage von LAUT.

Der Vorfall in Hamburg bedeutet nicht das Ende der Tour, das Chaos scheint dennoch weiter zu gehen: der morgige Gig wurde von Winterthur (Schweiz) ohne Angabe von Gründen nach Bülach verlegt.

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