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Sarah Connor verteidigt Großkonzert

Positiv hervorzuheben ist Sarah Connor, die es als einzige der beteiligten Künstler*Innen an "Give Live A Chance" am Wochenende für nötig befand, auf die geballte Kritik an dem Konzert auf ihren Social-Media-Accounts einzugehen. Noch dazu in einem sehr umsichtigen Statement. Darin versichert sie u.a., "auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation" umzugehen, was sich als Mutter von vier Kindern - "eines davon könnte man als besonders 'gefährdet' einstufen" - von selbst versteht.

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Hallo Ihr Lieben. Ich höre Euch. Und ich verstehe alle Bedenken und Einwände zu dem ersten grossen geplanten Konzert in der „neuen Zeit“. Ich habe vier Kinder, eines davon könnte man als besonders „gefährdet“ einstufen. Auch wir erwarten mit Spannung den Schulbeginn. Auch meine Kinder müssen in der Schule Masken tragen. Seid gewiss, ich gehe auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation um. Aber: auch meine Branche hat in den letzten Monaten extrem gelitten. Auch ich habe viele Freunde und Kollegen deren Existenzen mittlerweile bedroht sind. Ich allein beschäftige über‘s Jahr um die 150 Menschen, denen im März von heute auf Morgen sämtliche Einnahmen weggebrochen sind. Musiker, Tontechniker, Bühnenbauer, Backliner, Bus-und Truckfahrer, Securityleute, Lichtdesigner, Videooperator und viele mehr, die z.T. keine grossen Gewerbe haben, sondern Selbständige sind. Familienväter- und Mütter. Fleissige Menschen, die seit März ohne Arbeit und vor Allem ohne jegliche Einkünfte sind. Die keine Perspektive haben, keine Lobby. Die brav ihre Steuern zahlen, aber nun seit Monaten ignoriert werden. Für die niemand kämpft, weil ständig gesagt wird, ihre Arbeit sei nicht systemrelevant. Wir reden über insgesamt 150.000 Arbeitsplätze alleine in Deutschland‼️ Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass dieses Virus verschwindet und alles wieder „normal“ wird. Aber das wird es nicht. Noch lange nicht. Also müssen wir Konzepte entwickeln wie es in der „neuen Zeit“ machbar wird, ein Konzert zu besuchen; indem wir die richtigen Sicherheitsvorkehrungen treffen und uns an alle Angaben und Maßnahmen halten. Nach meinen Informationen, sonst hätte ich niemals zugestimmt, ist das geplante Konzert vorsichtig durchdacht und eng mit den Behörden erarbeitet und abgestimmt worden. Ich bin selbst gespannt, ob und wie es stattfindet. Aber wenn, dann bin ich dabei. Alles andere kann ich meinen Leuten gegenüber nicht verantworten. Wir sind dankbar für den Versuch, unserer Branche wieder ein wenig Hoffnung zu geben. Viele Menschen warten darauf. Ich rede nicht von “Party machen”, sondern von JOBS. Von 150.000 Arbeitsplätzen! Ja es geht um Leben, aber auf beiden Seiten der Argumentation!!! Sarah

Ein Beitrag geteilt von Sarah Connor (@sarahconnor) am

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2 Kommentare

  • Vor einem Jahr

    Zitat: "Ich rede nicht von "Party machen", sondern von JOBS."

    Endlich sagt sie mal ganz unverblümt, was - übrigens auch ganz ohne Corona - das eigentliche Ziel bei der ganzen Geschichte ist.

    Kohle scheffeln, für sich selbst und die ganzen tapferen Selbstständigen die mitbeteiligt sind, für die es natürlich nicht nur ein "Job" ist. Nein, sie verwirklichen sich selbst und aus reiner Nächstenliebe geht es Ihnen nur darum den Konzertbesuchern ein tolles Erlebnis zu bereiten.

    Das Lineup sagt ja schon alles. Für die Nostalgik Bryan Adams, für das jüngere Volk die "Pop-Diva" Connor und für die "Rocker" The Bosshoss. Alles klar!

  • Vor einem Jahr

    Was ein Opferfest! Naja, bis auf Bryan Adams und mit Abstrichen Rea Garvey.

    Hoffentlich fällt der Scheiß ins Wasser!