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Depeche Mode: Kein Bock auf Alt-Right-Bewegung

Aufregung im Depeche Mode-Camp: Richard Spencer, Vordenker der Alt Right"-Bewegung in den USA, antwortete letzte Woche am Rande einer politischen Veranstaltung in Washington auf die Frage, ob er Rockmusik möge, mit dem Satz: "Depeche Mode sind die offizielle Band der Alt Right-Bewegung". So tweetete es jedenfalls die anwesende New York Magazine-Journalistin Olivia Nuzzi in die Welt hinaus. Schwer zu sagen, was trauriger ist: Die Tatsache, dass solch ein Satz von einem Menschen kommt, dessen Anhänger rechtsextreme und daher ekelhafte Zeitgenossen sind und die sich von öffentlichen Ausrufen wie "Heil Trump" angesprochen und verstanden fühlen. Oder der Umstand, dass die ersten Artikel über diesen Vorfall kaum veröffentlicht waren, als die britische Band es schon für nötig erachtete, gegenzusteuern.

"Das ist ziemlich lächerlich. Depeche Mode unterhalten keine Kontakte zu Richard Spencer oder der Alt Right-Bewegung und die Band unterstützt sie auch nicht", soll Depeche Mode-Sprecher Jonathan Kessler gesagt haben, der aber ungenannt blieb. Ausgerechnet dem US-Magazin Esquire soll diese Aussage "eines Sprechers der Band" aber per E-Mail zugegangen sein, ein Blatt, das im normalen Leben vor allem Artikel veröffentlicht, die sich um die Frau mit dem meisten Sex-Appeal drehen. Der Vorwurf, den Soundtrack für die Neue Rechte beizusteuern, missfällt der Band also scheinbar. Zumindest reicht es für eine anonyme Mail an den Esquire, Social Media und die eigene Homepage blieben stumm.

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