Der Sänger und Gitarrist, der 2004 mit den Secret Machines bekannt wurde, starb im Alter von nur 35 Jahren.

Konstanz (mis) - Der amerikanische Sänger und Gitarrist Benjamin Curtis ist im Alter von 35 Jahren in New York an Krebs gestorben. Wie seine Band School Of Seven Bells via Facebook mitteilt, verlor Curtis am 29. Dezember seinen einjährigen Kampf mit der tödlichen Krankheit.

Curtis wurde mit der im Jahr 2000 gegründeten Psychedelic-Rockband Secret Machines bekannt, in der sein Bruder Brandon bis heute noch spielt. "Nowhere Again" aus dem Jahr 2004 zählt zu den bekanntesten Songs der Gruppe.

Als Secret Machines im selben Jahr mit On!Air!Library! als Support für Interpol auf Tournee gehen, freundet sich der Texaner mit den Zwillingsschwestern Alejandra und Claudia Dehaza der anderen Vorband an. 2007 mündet diese Freundschaft in die Gründung der School Of Seven Bells.

Anfang 2013 ließ die Band über die sozialen Netzwerke wissen, dass Curtis an einer aggressiven Form von lymphatischer Leukämie leide, die aber heilbar sei. Im Sommer beteiligten sich Künstler wie Blood Orange, Albert Hammond Jr., Paul Banks und Adam Green an verschiedenen Benefizkonzerten in New York, um Curtis beim Aufbringen der Kosten für die Chemotherapie-Behandlungen zu helfen.

"Hatten gehofft, die Nachricht zu einem geeigneteren Zeitpunkt zu veröffentlichen"

Ende August übermittelte Curtis seinen Fans die niederschmetternde Nachricht, dass seine Form von Lymphknotenkrebs offenbar "resistent gegen die meisten, wenn nicht alle sich auf dem Markt befindlichen Chemotherapien" sei. Fortan hoffte er auf eine Knochenmarkspende.

Vorgestern verkündeten School Of Seven Bells den Tod ihres Bandmitglieds, "obwohl wir gehofft hatten, die Nachricht zu einem späteren, geeigneteren Zeitpunkt zu veröffentlichen, wenn Benjamins Familie und Freunde besser auf Nachfragen aller Art vorbereitet sind, doch leider hatte sich die Nachricht bereits herumgesprochen." Benjamin Curtis starb in der Memorial Sloan-Kettering-Krebsklinik in New York.

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laut.de-Porträt Secret Machines

2000 in Dallas/Texas von Benjamin Curtis (Gitarre/Gesang), Josh Garza (Schlagzeug) und Brandon Curtis (Bass/Gesang) gegründet, biegt das Space-Raumschiff …

5 Kommentare

  • Vor 4 Jahren

    :( er hätte sicherlich noch viel gute musik gemacht. ich kenne von curtis leider lediglich das tolle album "te silver drops" mit dem klopper "daddy's in the doldrum". aber das war ja schon weltklasse.

  • Vor 4 Jahren

    Für die Secret Machines hatte ich noch so einiges übrig. Als ich vor kurzem die School of Seven Bells hörte, konnte ich dann aber ahnen, daß Curtis tatsächlich ziemlich genial war. Das Todesjahr 2013 endet mit einem weiteren unschönen Verlust...

  • Vor 4 Jahren

    Wirklich niederschmetternd. Ich habe ihn damals noch mit den Secret Machines live gesehen, eines der besten Konzerte meines Lebens. Curtis war zwar schon eine lange Weile raus inzwischen, aber jetzt glaube ich irgendwie nicht mehr, dass überhaupt noch mal was Neues von dieser einst so tollen Band erscheinen wird.

  • Vor 4 Jahren

    Ich habe School of Seven Bells leider seit dem letzten Album aus dem Auge verloren, da ich es relativ schlecht empfand. Aber die EP, die beide rausgebracht haben, um Curtis medizinische Lage zu finanzieren, klingt wirklich fantastisch, wieder sehr viel mehr in Richtung des ersten Albums. Da hätte also noch viel gute Musik kommen können. Sehr Schade um den jungen Mann.

  • Vor 4 Jahren

    Vor kurzer Zeit hab ich das Debüt der Secret Machines mal wieder arg liebgewonnen, besonders First Wave Intact und Now Here Is Nowhere, die das Album einrahmten, waren und sind tagtäglich meine verlässlichen liebenswert rumpelnden Begleiter im Kopf... das macht es für mich jetzt noch umso tragischer... Warum eigentlich immer die Guten? und so jung... ach mann ey, geht extrem scheiße los das neue Jahr :((