Der Clip vereint wieder alle Zutaten für Kontroversen: Die Sängerin zeigt sich in "Alejandro" als Nonne in Lackoptik mit Kreuz auf der Scham - und erntet Kritik.

New York (anu) - Ein neuer Aufreger für Kirchenfreunde und Puritaner weltweit: Lady Gagas neues Video zum Song "Alejandro" geistert seit gestern durchs World Wide Web und erntet zahllose Klicks. Der harmlose Popsong lockt zwar niemanden hinterm Ofen hervor, der Clip dafür umso mehr.

Das knapp neunminütige Video provoziert bewusst in gewohnter Gaga-Manier: Sex, Homoerotik und Sado-Maso, als Special Feature gibts noch eine Portion Blasphemie.

Viel Haut plus viel Haut

Düster von Regisseur Steven Klein in Szene gesetzt, ist der Clip in brachialer Militäroptik gehalten. Viel nackte Haut von muskelbepackten Soldaten, die harmlos miteinander und mit Gaga tanzen und turteln. Viel nackte Haut natürlich auch vom Star selbst.

Für Kontroversen sorgen vor allem die Szenen, in denen Gaga mit der Sexualisierung kirchlicher Symbole spielt: Als Nonne in weiß-roter Lacktracht reckt sie den Rosenkranz erst gen Himmel, um ihn sich dann Deep-Throat-artig in den Rachen einzuführen. Religion einverleibt.

Wenn die auf Homo getrimmten Adonisse die Lady in die Höhe werfen, sitzt das alarmrote Kreuz ihrer Nonnentracht direkt zwischen den Beinen. In dramatischer Geste reißt sich Gaga gegen Ende des Clips den Habit vom Leib, um sich von den Queers betatschen zu lassen. Sexual Overkill par excellence.

Wiederkäuen altbekannter Muster

Die zahlreichen Referenzen an Madonna sind nicht zu übersehen: Platinblondes Kurzhaar, blutrote Lippen, Fesselspielchen in Unterwäsche und dazu rhythmische Stoßbewegungen erinnern zu offensichtlich an Videos wie "Express Yourself" oder "Vogue".

Dann wird auch noch der schwarze Kegel-BH mit den spitz zulaufenden Titten ausgepackt. Wer spätestens hier nicht an Madonna denkt, der hält Lady Gaga wohl auch für die Sensation des neuen Jahrtausends.

Katy Perry: "Billig!"

Vor allem eine Kollegin äußert sich wenig charmant über Gagas neuesten Streich: Obwohl Katy Perry ihrem Pfarrerpapa mit "I Kissed A Girl" wohl auch keine Freude gemacht haben dürfte, geht ihr das neue Gaga-Video gegen den Strich. "Blasphemie als Unterhaltung ist so billig wie ein Komiker, der einen Witz über einen Furz macht", lässt sie auf ihrer Twitter-Seite verlauten.

"Celebration of gay love"

Lady Gaga hingegen will sich bei dem Video etwas gedacht haben: "Der Song reflektiert meine Beziehung zu schwulen Freunden", wird sie auf der offiziellen deutschen Gaga-Homepage zitiert. "Mein Neid auf ihren Mut, den sie brauchen, um zusammen zu sein. Im Video schmachte ich nach ihrer Liebe, die unerwidert bleiben muss."

Dass man sich im Jahr 2010, 21 Jahre nach Madonnas "Express Yourself", noch über ein Video wie dieses echauffiert, lässt tief blicken. Wobei: Wer sind eigentlich die Geschockten? Außer der Bild-Zeitung und der konservativen amerikanischen Catholic League kratzt das Video weitestgehend niemanden. Womit Katy Perry die angebliche Aufregung mit ihrem Furz-Vergleich gut auf den Punkt gebracht hat.

Fotos

Lady Gaga

Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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53 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Die Fotze ist das letzte überhaupt. Schlimme Musik und mongoloides Äußeres was dann auch noch als sexy verkauft wird.

    Dreck.

  • Vor 9 Jahren

    Schlimm finde ich das Video nicht, weiß sowieso nicht wieso sich alle Welt über Sex und sadomasopraktiken aufregt und meint Jugendliche müssten davor geschützt werden. Sex ist etwas völlig Natürliches und unserer Entwickelung wird nicht geschadet wenn man so mit ca. 12 damit in berührung kommt.

  • Vor 9 Jahren

    Dise frau ist kein MusikArtist. Sondern eine musikmachende SkandalproduzierFirma mit Musikalischer unterbrechung ( mit betonung auf brechen ). Aber mongoloiedes aussehen!?!? Das ist eine beleidigung für alle mit Down-Syndrom......

  • Vor 9 Jahren

    SChon wieder ein Posting von lauch.de gelöscht, so ein Armuts-Verein..

    Newton war überbewertet und Frau Schwarzer tickt eh nicht ganz sauber.

  • Vor 9 Jahren

    @lautuser (« SChon wieder ein Posting von lauch.de gelöscht, so ein Armuts-Verein..

    Newton war überbewertet und Frau Schwarzer tickt eh nicht ganz sauber. »):

    Lady Gaga - doof.
    laut.de - doof.
    Helmut Newton - doof.
    Alice Schwarzer - doof.

    Dein erster Post ist immerhin noch da ;-)

  • Vor 9 Jahren

    "Dr.Doktor 11. Juni 2010, 14:01 Uhr

    Ach ich glaub einfach das wenn man hier was schreibt is man extrem dähmlich oder naiv."

    Wer dämlich mit h schreibt, ist dämlich.
    Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass es deinen spärlichen Grammatikkenntnissen auf die Sprünge hilft: Gute Besserung!