Der Rockmusiker will Peter Gabriel davon abhalten, an einem Event in Kolumbien teilzunehmen.

Cúcuta (end) - US-Milliardär und Virgin Records-Gründer Richard Branson organisiert am Freitag in der kolumbianischen Stadt Cúcuta an der Grenze zu Venezuela ein großes Benefizkonzert für die venezolanische Bevölkerung. Auftreten sollen unter anderem Ex-Genesis-Frontmann Peter Gabriel und Sänger Luis Fonsi ("Despacito").

Der Event findet im Rahmen seiner Kampagne "Venezuela Aid Live" statt, die zum Ziel hat, in 60 Tagen 100 Millionen US-Dollar an Spenden zu sammeln. Zum einen kommen alle Einnahmen der venezolanischen Bevölkerung zugute, zum anderen soll so Druck auf die dortige Regierung aufgebaut werden, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Die Regierung unter Nicolás Maduro blockiert aktuell jede humanitäre Hilfe aus dem Ausland: Maduro sieht die Hilfsleistungen als Vorwand einer amerikanischen Militärintervention.

Peter Gabriel soll zurückrufen

Roger Waters, ehemaliger Pink Floyd-Sänger, hat das Projekt nun auf Twitter scharf kritisiert - er schlägt sich vielmehr auf die Seite Maduros: "Es hat nichts mit den Bedürfnissen der venezolanischen Bevölkerung zu tun, es hat nichts mit Demokratie zu tun, es hat nichts mit Freiheit zu tun, es hat nichts mit Hilfe zu tun". Richard Branson habe den USA vielmehr abgekauft, dass diese in Venezuela massivst Einfluss nehmen müssten.

Er habe Freunde in Venezuelas Hauptstadt Caracas und dort gebe es "keinen Bürgerkrieg, kein Chaos, keinen Mord, keine offensichtliche Diktatur, keine Masseninhaftierung der Opposition, keine Unterdrückung der Presse", so Waters weiter. Peter Gabriel solle ihn doch bitte anrufen, damit man um über das Thema reden könne.

Waters plädiert für die Selbstbestimmung der Venezolaner und warnt vor einem Bürgerkrieg wie im Irak oder in Syrien. Der britische Sänger steht selbst seit längerem in der Kritik, u.a. wird ihm Antisemitismus vorgeworfen. Waters unterstützt offen die antiisraelische Bewegung BDS.

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Peter Gabriel und Roger Waters

Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Peter Gabriel und Roger Waters,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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