Das Landgericht Koblenz entscheidet im Namensstreit nach eingelegter Berufung zugunsten der MLK.

Koblenz (mab) - Noch im Juni untersagte das Landgericht Koblenz dem Rock Am Ring-Veranstalter Marek Lieberberg, den Festivalnamen "Rock am Ring" außerhalb des Originalschauplatzes am Nürburgring zu verwenden. Die Besitzer der Rennstrecke beendeten zuvor die Zusammenarbeit mit Lieberberg, um in Zukunft gemeinsam mit der DEAG die "Grüne Hölle" am Standort auszurichten. Zudem erwirkten sie gegen Lieberberg eine einstweilige Verfügung in Bezug auf die Namensrechte.

Dieser ging daraufhin in Berufung. Vor wenigen Tagen stellte das zuständige Gericht tatsächlich eine Aufhebung der Verfügung in Aussicht. Es gebe neue Beweise, die im Juni noch nicht vorgelegen hatten. Dabei handelt es sich um die Aussagen Friedhelm Demandts, ehemals Geschäftsführer der Nürburgring-GmbH, und des Konzertveranstalters Matthias Hoffmann sowie eine E-Mail eines ehemaligen Partners der Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK).

"Ein Stück Gerechtigkeit"

Sie alle erklären, dass der Name und die Idee zu "Rock Am Ring" von Marek Lieberberg stammen. Der ging am Morgen des heutigen 29. Augusts als Sieger aus dem neu aufgerollten Prozess hervor. Rock Am Ring bleibt demnach Rock Am Ring. "Ich empfinde es als ein Stück Gerechtigkeit, das von mir erfundene Festival nunmehr unter seinem Namen an einem neuen Schauplatz weiterzuführen. Damit ist der Versuch einer Geschichtsklitterung zurückgewiesen worden", kommentierte Lieberberg.

Ein Datum für die nächstjährige Ausgabe von "Rock Am Ring" steht bereits fest. Vom 5. bis 7. Juni - also zeitgleich mit "Grüne Hölle" - wird die MLK wieder zahlreiche Bands nach Deutschland holen. Wohin genau steht allerdings noch nicht endgültig fest. Hoch im Kurs steht angeblich das JHQ-Gelände in Mönchengladbach. Lieberberg will darüber in Kürze eine Entscheidung fällen.

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3 Kommentare mit 7 Antworten

  • Vor 5 Jahren

    gerechtigkeit siegt, wir sind der ring!

    • Vor 5 Jahren

      So einen Spruch für ein kommerzielles Abzockerfestival umzudichten ... dafür muss man doch echt voll wie Eimer sein. "Wir sind der Ring" ... du bist vielleicht inkontinent, aber mehr auch nicht.

    • Vor 5 Jahren

      Es gibt soviele wunderbare Festivals. Rock am Ring gehört meiner Meinung nach nicht dazu. Rock im Park noch weniger. Die Abzocker-Mentalität, die man dort erlebt ist sogar noch schlimmer als bei Hurricane/Southside, wo man sich wenigstens noch einigermaßen gut aufgehoben fühlen kann. Diese absolut kommerzielle Ausrichtung macht die fröhliche, nette und offene Festivalkultur kaputt. Die großen Namen bringen mir überhaupt nichts, wenn sich der Live-Konsum der Musik (anders kann man es dort nicht nennen) anfühlt, als kaufe man 500g trauriges Hack vom Lidl.

  • Vor 5 Jahren

    Headliner 2015 stehen auch schon fest: Metallica, Hosen und Kings Of Leon.^^spasss! Ich war drei-mal in Folge da und auf das vierte Mal hatte ich schon keinen Bock mehr. Der Marek schafft es doch immer wieder die gleichen Bands zu buchen um dem frenetischen Radio-Rock hörer sein Ejakulat aus den Ohren zu treiben! Vielleicht kommt durch den neuen Veranstaltungsort ja wieder frischer Wind rein, würde mich freuen! Und was ich defintiv nicht vermissen werde ist diese verhurte Centerstage mit den viel viel viel zu klein dimensionierten A- und - B Bereichen! Ich will mir bis zum Abend die Birne aufm Zeltplatz wegschallern und nicht um 12:00 Uhr vor der Einlasskontrolle kampieren um beim Headliner halbwegs vernünftig sehen zu können!!

  • Vor 5 Jahren

    Ja, wäre auch noch schöner, wenn da so ein dahergelaufener Geschäftsmann das Festival klaut.