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Platz 6: "Ultra" (1997)

1995: Alan Wilder steigt aus. Für Depeche Mode-Fans eine Nachricht mit der Tragweite des Todes von Freddie Mercury. Wie will die Band ohne den Meister der Atmosphäre jemals wieder irgendetwas zustande bringen? Ach so, Sänger Gahan war kurz klinisch tot. Die Album-Wiedergeburt "Ultra" von 1997 ist auch deshalb unbegreiflich, weil sich die selbst für Gore gesundheitlich desaströse Devotional-Tour zu keiner Sekunde negativ aufs Songwriting auswirkt.

Bei der Zeitlupen-Rockwalze "Barrel Of A Gun" wähnt man Wilder noch am Schlagzeug, mit "It's No Good" gelingt Gore sogar ein ewiggültiges Elektro-Statement aus dem Pop-Lehrbuch à la "Enjoy The Silence". Der junge Produzent und DM-Fan Tim Simenon (Bomb The Bass) kleidet die schwermütigen Songs in filigrane Elektronik-Arrangements, die jeden "Violator"-Fan nach dem Rock-Gelage "Songs Of Faith And Devotion" die Taschentücher zücken lassen. "Sister Of Night" ist die einzige Aufnahme, die Gahan noch high aufgenommen hat. Mit der Kruder & Dorfmeister-Version erhält "Useless" den vielleicht besten DM-Remix ever.

Anspieltipps:

"It's No Good", "Useless", "Barrel Of A Gun", "Home".

Depeche Mode Essential Playlist

"Ultra"*

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