Platz 12: "The Division Bell", 1994

"So I open my door to my enemies / And I ask could we wipe the slate clean / But they tell me to please go fuck myself / You know you just can't win."
Zugegeben: Mit "The Division Bell" beweist David Gilmour erneut, dass von ihm wohl keine metaphorisch brillanten …

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  • Vor einem Jahr

    Halte ich auch für überschätzt, unter Fans scheint die Platte ja sehr beliebt zu sein. Wrights Rückkehr tut dem Album aber merklich gut und in Sachen Sounddesign ist das wie immer ganz weit vorne. High Hopes ist nach wie vor ganz großes Kino. Aber wie schon beim Vorgänger hat man das alles von PF schon mit mehr Substanz und vor allem mit weniger instrumentalen Längen gehört. Wer weiß, was sie mit Waters aus diesen vielversprechenden Ideen rausgeholt hätten...

  • Vor einem Jahr

    Irgendwann im Jahre 2002, ein paar Jugendliche aus dem Berliner Wedding hatten gerade ihren ehemaligen Pfadfinderkeller unter der alten Grundschule in einen respektablen Party- und Chillraum umgwandelt, brachte einer von ihnen Pink Floyd bzw. The Division Bell und ein anderer erstmalig Weed mit. Der Rest ist Geschichte.
    Ich liebe dieses Album so innig, dass Worte das gar nicht so recht einfangen lassen. Es ist mein tiefster musikalischer Freund geworden. Die geistige Reise, auf die diese Platte einlädt, ist Balsam für die geschundene, vom Leben gefickte Seele. Man startet im für sich friedlich seienden Sumpf und endet sprichwörtlich in höchsten hoffenden Höhen. Zwischendrin lässt man sich einfach im endless River treiben und begegnet Schönheiten, die einem Tränen der Heilung in die Augen treiben. Marooned ist dabei ein erster Meilenstein (siehe Gilmour beim 50sten der Fender Strat 2004
    https://www.youtube.com/watch?v=5ermpAu-kSs).
    Man kann viel über altersmilde Pink Floyd debatieren oder darüber, dass das Waters'sche Biss fehlt. Überblickt man jedoch das ganze Schaffen PFs, alle musikalische Entwicklung beginnend in den 60ern und endend in den 90ern, alle verschiedenen Sounds, alle Wege, die bestritten wurden, so fehlte der Sound der Division Bell noch. Hier endet die Reise, ended in sphärischem Klang, im Abschluss des Ganzen, im Blick auf die friedhafte Natur selbst, die hier musikalisch ihre Entsprechung findet.
    Ich muss auch sagen, das letzte Albumdrittel aus Take It Back, Coming Back To Life, Lost For Words und High Hopes alleine sucht irgendwie seinesgleichen. Wer zum Abschluss des Abschlusses nochmal eine solche Songreihenfolge darbietet, dem seien alle Lobeshymnen gegönnt. Was für ein fantastisches Ende für ein fantastisches Album und eine fantastische Band. Ich bin zutiefst dankbar für The Division Bell und trage es bis an meinen Lebensabschluss genießend in meinem Herzen.

  • Vor einem Jahr

    Cluster One und High Hopes sind toll, alles was dazwischen liegt, geht so. Aber das Artwork ist mir das Liebste von Pink Floyd.

  • Vor einem Jahr

    Was habe ich schon über "Division Bell" gelesen, von "Fahrstuhlmusik" bis "zu esoterisch", in dem Fahrstuhl, in dem solche Musik läuft würde ich freiwillig steckenbleiben!
    Für mich war es das erste Album, das mich in den Weltraum transportiert und endlose Sommernächte unter endlosem Sternenhimmel beschert hat. Bei mir wäre es auf Platz vier im Pink Floyd-Ranking, von der persönlichen Bedeutung her noch weiter vorne.
    "Marooned", "Cluster One", "Wearing The Inside Out", alles Klassiker und "High Hopes" ist locker einer ihrer drei besten Songs, das ist die Vertonung des Wortes "Majestätisch".

    Und eine Bitte an den Texteschreiber:
    Hört endlich mit diesem "guilty pleasure"-Geschwurbel auf! Bei einer Person, die sich noch im Teenageralter befindet, wäre es noch verständlich. Aber danach wird es nur noch peinlich, sich für Musik zu entschuldigen, die man gerne hört.

    • Vor einem Jahr

      Versuche mich ja zumindest bei Pink Floyd schon ewig vor einem persönlichen Song-Ranking zu verwahren, würde aber ohne länger drüber nachzudenken "High Hopes" ebenfalls in einer solchen hypothetischen Top 3 platzieren. :)

  • Vor einem Jahr

    Danke Liam Lennon, du sprichst mir aus der Seele.