Dieser Tage hat Pietro Lombardi sein erstes Konzert seit der vielbeachteten Trennung von Sarah gegeben. Ein erster Schritt zurück zur Normalität?

Konstanz (pabi) - Am vergangenen Wochenende trat Pietro Lombardi im Ravensburger Club Hugo's auf. Das Konzert dauerte zwar nur 25 Minuten, aber die 500 Eintrittskarten waren ausverkauft und er bekam viel Zuspruch von seinen Fans.

Pietro freute sich über das "Feiern mit Freunden", gab nach dem Konzert noch lange Autogramme und äußerte sich lokalen Medien zufolge auch kurz zur Trennungsaffäre: "Es ist viel passiert in letzter Zeit, aber das ist jetzt egal". Egal? Wirklich?

Immerhin hat kaum jemand die Boulevardpresse in diesem Jahr so sehr beschäftigt wie Sarah Engels und Pietro Lombardi. Noisey hat sich mal die Mühe gemacht und bei Focus, Bild, Stern und Welt allein im Oktober 135 mehr oder weniger hingerotzte Artikel über das Pärchen gezählt, das auch noch nebenbei Musik macht.

Privatleben verhökert

Nach kommerziell erfolgreichen Alben wie "Jackpot", "Pietro Style" oder "Dream Team" sorgten die Lombardis seit Herbst 2016 eher für Aufmerksamkeit als Doku-Soap- und Social-Media-Stars. Hausbau, Geburt ihres Sohnes, Urlaub und schlussendlich ihre Trennung.

Das C-Promi-Pärchen hat so ziemlich alles verhökert, was ein Privatleben hergeben kann. 1,3 Millionen Likes für Pietros Facebook-Seite und aktuell knapp sechstausend Likes für ein "Guten Morgen" erstaunen und verwirren dabei gleichzeitig.

Vom Streit zum EDM-Hit

Warum tut sich jemand so etwas freiwillig an? Warum gibt man seinen privaten Raum auf und stellt sich selbst derart zur Schau? Warum lädt man ein Video eines privaten Streitgesprächs auf Youtube, aus dem dann ein EDM-Remix gebastelt wird, der auf eine Million Klicks kommt und auf deutschen Schulhöfen viral geht?

Wie der französische Philosoph Jean Baudrillard einmal schrieb: "Die intimste Betätigung unseres Lebens wird virtuelles Medienfutter [...] - aber auch das ganze Universum wird unnötigerweise auf ihren häuslichen Bildschirmen vorbeiziehen." Man kann es nicht treffender ausdrücken.

Wen juckt's?

Ob man sich nun über das Medienspektakel der beiden lustig macht, ob man sich fragt, warum zum Teufel sich Menschen überhaupt dafür interessieren, ob man ihnen Mitleid entgegenbringt, ob man komplett darauf scheißt und dennoch nicht drum herum kommt, ob man sich fragt, ob die das ernst meinen oder ob das real ist: Das alles ist im Grunde völlig irrelevant.

Denn die beiden wissen genau, was sie tun. Ob das ganze Theater wirklich so stattgefunden hat, wie es die Medien zeigen (was tatsächlich mehr als unwahrscheinlich ist) und welcher Anteil daran Fiktion gewesen ist, stört am Ende niemanden mehr. Was zählt und was Kohle bringt ist die gezeigte, hyperreale Medienwirklichkeit.

Man kann offenbar unter bestimmten Bedingungen sein Privatleben an die Medien verkaufen. Nur gibt es leider kein Rückkaufsrecht. Also aktualisiert Pietro fröhlich jeden Morgen seinen Facebook-Status, wie jeder zweite von uns es auch tut.

Fotos

Sarah Engels und Pietro Lombardi

Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Sarah Engels und Pietro Lombardi,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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