Neun Tage nach dem Tod der Rock'n'Roll-Legende Ike Turner am 12. Dezember übte US-Produzent Phil Spector in seiner Grabrede harsche Kritik an Ike Turners früherer Ehefrau Tina.

"Erst Ike formte Tina zu dem Juwel, das sie war. Als ich ihn in den 90ern live gesehen habe, waren mindestens fünf Tina …

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  • Vor 13 Jahren

    Wort!
    Da kann Spector sagen, was er will, er ist ja selbst auch ein mieser Mörder.
    Und Ike war nicht besser. Ein geniales Ohr hatte er, schützt aber niemanden davor, ein Arsch zu sein.

  • Vor 13 Jahren

    @Beigi (« wieso sollte man ihn als guten menschen in erinnerung behalten, wen er ein mieses arschloch war, der seine frau vergewaltigt und seine kinder geschlagen hat. »):

    Hat olle Spector ja auch nicht gefordert.
    Er sagt nur, daß es einen Unterschied zwischen einem ordentlichen Gericht und dem Ku-Klux-Klan gibt :D

    Gruß
    Skywise

  • Vor 13 Jahren

    Im übrigen hat er Tina Turner nicht vergewaltigt! Das wurde sogar von Tina Turner bestätigt! Die Vergewaltigungsszene im Film war Fiktion! Verstehe allerdings nicht warum Tina Turner da keinen Einspruch erhob!

    Und was Spector betrifft... soweit ich weiss, ist er nicht verurteilt worden bzw. wird der Prozess neu verhandelt! Also wäre ich mal vorsichtig, ihn als Mörder zu bezeichnen!

  • Vor 13 Jahren

    man darf auch nicht vergessen, dass die 50er und 60er in den USA eine ganz andere Zeit waren.
    Frauen, Afroamerikaner und Rechte?
    damals gehörte es ja praktisch zum guten Ton, seiner Alten ein blaues Auge zu verpassen, wenn sie nicht spurte.

    und so wie sich Tina den Arsch abgesungen hat, steckte da auch ne ganze Menge Angst vor Ikes Schlägen drin
    http://www.youtube.com/watch?v=al1m8Zbgq5g
    atemberaubend, diese Hingabe
    @rag doll («
    Ich erinnere mich noch sehr gut an Phils bewegende Worte anläßlich der Hall of Fame Aufnahme "Tina is a raw diamond, a gem,...." und sinngemäß weiter, sie hat viel durchgemacht aber immer alles überstrahlt. »):

    ja, Spektor schätzte Tina als Sängerin sehr, sonst hätte er sie wohl kaum für "river deep, mountain high" von Ike für ein ordentliches Sümmchen "ausgeliehen"

  • Vor 13 Jahren

    @rag doll (« Ich erinnere mich noch sehr gut an Phils bewegende Worte anläßlich der Hall of Fame Aufnahme "Tina is a raw diamond, a gem,...." und sinngemäß weiter, sie hat viel durchgemacht aber immer alles überstrahlt. »):

    Erstens widerspricht Phil Spector dem ja bei seiner Grabrede auch nicht (zumindest nicht in dem Teil, der mir bekannt ist).
    Zweitens erwartet man anläßlich solcher Ehren wie etwa Aufnahme in die Was-auch-immer-Hall-of-Fame, Preisverleihung oder ähnliches ja auch größtenteils unkritische Lobhudel- oder Bauchpinseleien.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 13 Jahren

    mr turner hat ja selbst schuld, wenn er nicht gewürdigt wird:

    1.er hat sich nie ernsthaft entschuldigt und bereut. stattdessen hat er noch versucht, mit bedrohungen den aufkeimenden soloerfolg anfang der 80er zu zerstören. mit nem wort des bedauerns wäre er evtl wie phönix aus der asche gekommen.

    2. als komponist insgesamt eher zweitklassig. wo sind denn die ganz grossen songs, die er selbst schrieb? 4-5 stück; höchstens!

    GUT, DASS ER ENDLICH TOT IST.

    may ya burn in hell!

  • Vor 13 Jahren

    @dein_boeser_Anwalt (« 1.er hat sich nie ernsthaft entschuldigt und bereut. stattdessen hat er noch versucht, mit bedrohungen den aufkeimenden soloerfolg anfang der 80er zu zerstören. »):

    Öhm ... gab es einen aufkeimenden Soloerfolg Anfang der 80er? Nein! 1983 war Tina Turner Geschichte, praktisch tot im amerikanischen Showbusiness. Ihre Solo-Alben lagen wie Blei in den Regalen und ihre Konzerte waren höchstens in Europa halbwegs anständig besucht, auch wenn man da ebenfalls schon vom gesunkenen Stern gesprochen hat. 1984 kam dann der Solo-Durchbruch mit "Private Dancer", sechs Jahre nach der Scheidung und nach einer völligen stilistischen Abkehr von dem, was sie mit Ike Turner gemacht hat. Ab hier war Ike Turner ausgebootet und fertig. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte er immer (und wahrscheinlich auch gar nicht mal zu Unrecht) behaupten, daß er die entscheidenden Fäden bei Ike & Tina Turner gezogen hat, und daß er es war, dem man den Erfolg zu verdanken hatte.
    Wenn er danach gegen Tina gewettert hat, dürfte sie das nicht interessiert haben. Die Allgemeinheit wahrscheinlich auch nicht. Und als dann ihre Autobiographie und noch später der Film dazu erschien, hatte er ohnehin nichts mehr zu melden auf der großen Bühne.

    Zitat (« mit nem wort des bedauerns wäre er evtl wie phönix aus der asche gekommen. »):

    Nö, warum? Gute Taten verbreiten sich in der Allgemeinheit normalerweise langsamer als schlechte (wenn überhaupt). Ist halt so - wie viele Leute reden wie lange drüber, wenn Du eine Katze von einem Baum runter rettest? Und wie viele Leute reden wie lange drüber, wenn Du ein Schaf vögelst?

    Zitat (« 2. als komponist insgesamt eher zweitklassig. wo sind denn die ganz grossen songs, die er selbst schrieb? 4-5 stück; höchstens! »):

    Reicht doch. Manche Komponisten würden sich die Finger nach einem einzigen ganz großen Stück lecken. *schulterzuck*

    Gruß
    Skywise

  • Vor 13 Jahren

    skywise:
    "Nö, warum? Gute Taten verbreiten sich in der Allgemeinheit normalerweise langsamer als schlechte (wenn überhaupt). Ist halt so - wie viele Leute reden wie lange drüber, wenn Du eine Katze von einem Baum runter rettest? Und wie viele Leute reden wie lange drüber, wenn Du ein Schaf vögelst"

    stimmt ja grundsätzlich schon alles.
    aber ist es nicht gerade im showbiz ne goldene regel, dass publikum und presse nichts mehr lieben, einen reuigen sünder?

    keith richards und iggy pop als junkie-beispiele;
    oder hier passender: james brown
    oder auch in deutschland: harald juhnke, der exzess und seitensprünge öffentlich entschuldigt hat.

    die leute lieben sowas....

    gruss

    dba

  • Vor 13 Jahren

    @dein_boeser_Anwalt (« skywise:
    "Nö, warum? Gute Taten verbreiten sich in der Allgemeinheit normalerweise langsamer als schlechte (wenn überhaupt). Ist halt so - wie viele Leute reden wie lange drüber, wenn Du eine Katze von einem Baum runter rettest? Und wie viele Leute reden wie lange drüber, wenn Du ein Schaf vögelst"

    stimmt ja grundsätzlich schon alles.
    aber ist es nicht gerade im showbiz ne goldene regel, dass publikum und presse nichts mehr lieben, einen reuigen sünder? »):

    Schon, nur - so ganz bescheuert sind die Leute dann ja doch nicht. Laut Autobiographie war Ike Turner mit vierzehn Frauen verheiratet (in der er übrigens durchaus zugegeben hat, daß er an Tina Hand angelegt hat, aber er hat das als "slaps" und nicht als "beats" ausgelegt - keine Ahnung, wo da im Englischen oder bei Turners daheim die Grenze verläuft). Laut Biographie und Boulevardpresse hat er später auch noch einige Zeit wegen diverser Drogen im Bau zugebracht - Tina Turner schob in ihrer Autobiographie viele Probleme auf Ikes Drogenmißbrauch.
    Rechnen wir mal: Viele Ehen plus offensichtliche Drogenprobleme plus Anschuldigungen einer Ex, daß er unter Drogeneinfluß zu Gewalttaten neigt. Wie glaubwürdig wäre also eine Entschuldigung?

    Mal abgesehen davon glaube ich, daß Ike Turner sich allein schon deshalb niemals öffentlich entschuldigt hätte, weil er das mit seinem Ego nicht hätte vereinbaren können ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 13 Jahren

    wohl wahr mit dem ego.

    is halt schwer, wenn man sich selbst sein grösster feind ist.

    gruss dba

    ps: skywise, ich schätze deine niveauvollen beiträge sehr, sind mir schon desöfteren positiv aufgefallen.

  • Vor 13 Jahren

    @dein_boeser_Anwalt (« wohl wahr mit dem ego.

    is halt schwer, wenn man sich selbst sein grösster feind ist. »):

    Es gibt übrigens noch einen weiteren Faktor, den ich rein zufällig vor einigen Stunden dem Hörbuch "So war's - voll daneben!" von Saxophon-Spieler und Produzent Olaf Kübler (Amon Düül II, Udo Lindenberg, Passport, Peter Thomas, Eberhard Schöner, Police etc.) entnommen habe: Geldmangel.
    Olaf Kübler führt das an dieser Stelle nicht weiter aus, aber ich vermute - auch anhand der weiterführenden Schilderung, daß sich Ike Turner, der anläßlich einiger Auftritte in einem ... zumindest etwas besseren Hotel untergebracht worden war, sich lieber von Olaf Kübler an die nächste Tanke kutschieren ließ, um sich dort einen Sixpack zu kaufen, statt auf das weit teurere Bier im Hotel zurückzugreifen -, daß Ike Turner das finanzielle Risiko eines vielleicht sogar recht langwierigen Prozesses gegen die Behauptungen seiner Ex einfach zu hoch war. Möglicherweise hatte er auch damit gerechnet, gerade durch diese Negativschlagzeilen wenigstens wieder ein bißchen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt zu werden (frei nach dem Motto: auch schlechte Publicity ist gute Publicity). Wer weiß?

    Gruß
    Skywise

    P. S.: Danke für das Lob :D