Rassismus ist auch in Deutschland noch immer ein Problem. Der Mannheimer lässt diese Erfahrung in seinem Gänsehaut-Video zu "216" hautnah miterleben.

Mannheim (lei) - "Mein Vater sagte: 'Halt ihn'n nie die andere Wange hin! Sie werden uns nie lieben, weil wir anders sind.'" OG Keemo lässt die Trap beiseite und wird auf seiner neuen Single "216" erschreckend ernst und politisch. Der begleitende Clip wühlt auf und macht wütend. Er kommt einem visuellen Gut-Punch gleich.

Wer immer noch denkt, moderner, qualitativ hochwertiger Hip Hop finde in Deutschland nicht statt, sollte sich schleunigst mit OG Keemo vertraut machen. Der Mannheimer veröffentlichte dieses Jahr bereits seine EP "Otello". Mit der Single "216" kündigt er nun sein nächstes Studialbum "Geist" an. Das erscheint am 22. November.

Keemo erntete zwar auf bisherigen Projekten eher für seinen knallharten, aber lyrischen gehaltvollen Trap-Sound Lorbeeren, schreckte jedoch auch in der Vergangenheit nicht davor zurück, sich politisch zu positionieren.

Nun besinnt er sich auf seine afrikanische Herkunft und nutzt seine Musik als Sprachrohr gegen Rassismus. Dabei geraten sowohl Polizisten ins Kreuzfeuer als auch "eingeweißte" Schwarze, die ihre Kultur aufgeben, um nicht aufzufallen: "Wegen euch kämpfen wir doppelt hart, ihr Daniel-Aminati-Niggas / Glättet euch die Locken aus den Haar'n, ihr habt nix begriffen."

OG Keemo live:

Diesen Winter geht Keemo mit seiner Crew auf Tour. Erlebt seine Wortfeuerwerke in diesen Städten am eigenen Leib:

21.11.19 Münster Skaters Palace
22.11.19 Köln Volta
27.11.19 Wiesbaden Schlachthof
28.11.19 Stuttgart Im Wizemann
29.11.19 Zürich Werk 21
30.11.19 München Ampere
01.12.19 Wien Das Werk
12.12.19 Leipzig Naumanns
13.12.19 Berlin Lido
14.12.19 Hamburg Mojo
21.12.19 Mannheim Alte Feuerwache

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laut.de-Porträt OG Keemo

OG Keemo und sein Produzent Funkvater Frank verstecken sich schon seit Jahren in ihrem Keller und nehmen Musik auf. Der MPC wird vom ersten Lehrgehalt …

9 Kommentare mit 93 Antworten

  • Vor einem Monat

    "seine afrikanische Herkunft "

    Dachte der wäre in Deutschland geboren und aufgewachsen?

    • Vor einem Monat

      Kann jemand der hier geboren ist, keine andere Herkunft haben?

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Hättest dich ja auch korrigieren können, Gleep. Irren ist menschlich, oder verbietet das die Eitelkeit?

    • Vor einem Monat

      Jeder kommt da her, wo sie oder er geboren wurde. Jeder kommt da her, wo sie oder er wohnt. Jeder kommt da her, wo sie oder er gerade war. Niemand kommt da her, wo die Vorfahren geboren wurden, außer eine der drei vorgenannten Bedingungen trifft zu.

      Wenn beide deiner Eltern aus Oer-Erkenschwick kommen, du aber nicht dort geboren wurdest, nicht dort wohnst und nicht gerade da warst, wirst du wohl kaum von dir sagen, dass du aus Oer-Erkenschwick kommst.

      Sich in einer Meldung über einen Song über Alltagsrassismus so zu äußern, zeigt, finde ich, dass Alltagsrassismus in der Tat noch ein Problem ist.

    • Vor einem Monat

      ich bin in meine heimat land gebore aber herkunft ist weit weit weg warum diese diskusion.

    • Vor einem Monat

      Der Begriff Herkunft ist nicht so klar definiert. Herkunft kann AUCH bedeuten, wo die Vorfahren herkommen.

    • Vor einem Monat

      @gumbubble:
      Korrigieren könnte ich es nur, wenn ich es auch für falsch hielte. Tue ich aber nicht. Ich sehe das letztendlich genauso wie CAPSLOCKFTW.

    • Vor einem Monat

      "Der Begriff Herkunft ist nicht so klar definiert. Herkunft kann AUCH bedeuten, wo die Vorfahren herkommen."

      Gilt aber nur für "Ausländer", und das ist das Problem. Siehe das Oer-Erkenschwick-Beispiel. Die von mir dort beschriebene Person wird nie Oer-Erkenschwick als Herkunft haben, wenn sie nicht dort geboren ist, dort lebt, dort gerade war. Kannst auch wahlweise ein Bundesland für dieses Beispiel nehmen. Peter aus Köln wird sich niemals anhören müssen, dass er eine saarländische Herkunft hat, nur weil seine Eltern vor seiner Geburt dort gelebt haben. Paul aus Köln ist sein Leben lang Nigerianer, obwohl er in Köln geboren wurde, einen deutschen Pass hat und Deutschland noch nie verlassen hat. Er hat eine nigerianische Herkunft. Selbst Menschen, die in Deutschland geboren wurden, deren Eltern in Deutschland geboren wurden, deren Großeltern in der Türkei geboren wurden haben dann eine Türkische Herkunft.

      Das der Gebrauch des Wortes so ist bestreite ich übrigens gar nicht. Mir geht es darum, dass dieser Gebrauch diskriminierend ist. Zu sagen, "Herkunft hat AUCH diese Bedeutung" ist genauso wie zu sagen, "die heißen aber Negerküsse".

    • Vor einem Monat

      Alltagsdiskriminierung zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie alltäglich und normal ist.

    • Vor einem Monat

      Der Begriff Abstammung definiert in der Biologie die genetische Herkunft.
      Auch Staatsbürgerschaften werden nach Abstammungsprinzip oder Geburtsortprinzip vergeben.

      Das Beispiel Oer Erkenschwick passt hier nicht.

      Und die im Song vertretene Sichtweise als ein Problem des Alltagsrassismus darzustellen ist naiv und zeigt im Endeffekt nur, dass man Rassismus nur aus der Theorie zu kennen scheint. Nichts für ungut.

    • Vor einem Monat

      Ich habe nur darauf hingewiesen, dass der Begriff meiner Kenntnis nach nicht so klar definiert ist. Dieser Hinweis war nur deskriptiv und nicht normativ! Ob der Gebrauch diskriminierend ist, steht auf einem völlig anderen Blatt.

    • Vor einem Monat

      "Und die im Song vertretene Sichtweise als ein Problem des Alltagsrassismus darzustellen ist naiv und zeigt im Endeffekt nur, dass man Rassismus nur aus der Theorie zu kennen scheint. Nichts für ungut"

      Wo sage ich, das es nicht auch schlimmere gibt oder dass das besonders schlimm ist? Nichts für ungut.

      "Der Begriff Abstammung definiert in der Biologie die genetische Herkunft.
      Auch Staatsbürgerschaften werden nach Abstammungsprinzip oder Geburtsortprinzip vergeben.

      Das Beispiel Oer Erkenschwick passt hier nicht."

      'Abstammung ist zum einen ein auf Verwandtschaft beruhender biologischer Begriff, der auf der Weitergabe von Genen über die Generationen hinweg beruht (auch Blutsverwandtschaft oder leibliche Abstammung genannt), also die biologische Herkunft eines Individuums bezeichnet. Zum anderen wird der Begriff als Rechtsbegriff im Familienrecht verwendet. '

      Wikipedia. Wie du siehst, hast du zwei verschiedene Abstammungsbegriffe, die andere Bedeutungen haben. Damit kannst du keine direkte Assoziation herstellen. Nichts für ungut.

    • Vor einem Monat

      Edit. Hab jetzt erst deine Erklärung gesehen und nun wird es verständlicher. Ich habe den Einwand über Alltagsrassismus auf Keemo und den Song und nicht auf die Meldung bezogen. Mein Fehler.

    • Vor einem Monat

      Wenn mir jemand sagen würde, dass ich Hessischer Herkunft bin, würde ich das nicht bestreiten. Meine Eltern sind Hessen groß geworden und somit "hessisch" geprägt. Gezeugt, geboren und aufgewachsen bin ich aber in Niedersachsen. Ich würde es nicht bestreiten eine hessisch-niedersächsische Herkunft zu haben.

    • Vor einem Monat

      +in
      +auch

      Freitag nach 1...

    • Vor einem Monat

      Ich denke der Inhalt des Songs sollte klar machen, welcher Abstammungsbegriff hier greift ;)
      Und wenn du zwei mal "nichts für ungut" unterbringen musst, wirkt das etwas....
      Alles andere dazu siehe vorigen Post :)

    • Vor einem Monat

      @gumbubble: Aber hat das schonmal jemand zu dir gesagt?

    • Vor einem Monat

      @Haine: Okay, "nichts für ungut" wirkt auf mich wie eine unterschwellige Beleidigung. Habe aus Versehen "die im Song vertretene Sichtweise" überlesen. Missverständnis. ;) Außerdem:

      "Der Begriff Abstammung definiert in der Biologie die genetische Herkunft."

    • Vor einem Monat

      Wie oben erwähnt, habe deinen Post falsch verstanden. Dachte der Einwand mit dem Alltagsrassismus zielt darauf ab, dass Keemo durch seine Perspektive auf sich selbst indirekt selbigen fördert.
      Aber nun ist es klar :)

    • Vor einem Monat

      Eigentlich hatte ich da oben noch mehr geschrieben, das cms ist wohl empfindlich bezüglich mancher Sonderzeichen. Aber ist ja jetzt alles geklärt, vorerst ;)

    • Vor einem Monat

      Ich gebe Caps soweit Recht wenn man bedenkt, dass einem doch heute schon Rassismus vorgeworfen wird, wenn man jemanden, der vom äußeren Erscheinungsbild nicht kaukasisch aussieht (ich will jetzt echt keine Diskussion darüber wann jemand wie aussieht, ihr wisst was ich meine) fragt, woher er kommt. Dann sagen diese Menschen "ich bin aus Deutschland aber meine Eltern sind aus...". Diesen Vorwurf habe ich jetzt schon öfter gehört. Von daher ist eine grundsätzliche Diskussion, was als Herkunft zu bezeichnen ist richtig, ohne dabei als Rassist bezeichnet zu werden. Hier sagt jemande, seine Herkunft ist die seiner Eltern. Andere sehen sich als Deutsche obwohl die Eltern woanders herkommen. Schönes Dilemma.

    • Vor einem Monat

      "... dass einem doch heute schon Rassismus vorgeworfen wird, wenn man jemanden, der vom äußeren Erscheinungsbild nicht kaukasisch aussieht".
      Das ist zwar nicht rassistisch, aber durchaus diskriminierend. Wahrscheinlich nicht mal in böser Absicht, aber das ist ja auch das hauptsächliche Problem in diesem Land. Es geht nicht um Rassismus in seiner extremen Form, sondern um die Diskriminierung im Alltag, das immer wieder aufkommende Gefühl nicht zugehörig zu sein, und dieses entsteht auch durch solche Fragen.

    • Vor einem Monat

      Wieso ist das diskriminierend? Soweit ich weiß ist es diskriminierend wenn man jemanden anders behandelt bzw schlechter stellt aufgrund von gewissen Merkmalen. Einfach nur anmerken dass er aussieht als käme er nicht aus deutschland ist doch nicht diskriminierend. Ich frage auch Leute mit einem ostdeutschen Akzent wo sie herkommen. Ich glaube das ist auch so ein Problem heutzutage, dass man direkt Diskriminierung schreit wo keine ist. Wie gesagt das ist das was ich weiß, lasse mich gern eines besseren belehren.

    • Vor einem Monat

      "Einfach nur anmerken dass er aussieht als käme er nicht aus deutschland ist doch nicht diskriminierend."

      Doch, ist es. Du behandelst die anders, weil sie anders aussehen. Genau, wie du davor definiert hast. Und du behandelst die Person sogar schlechter bzw abwertend, weil du implizierst, dass sie "nicht aus Deutschland" käme, was ja in vielen Fällen faktisch falsch ist, und auch so verstanden werden kann, dass die Person deiner Meinung nach hier nicht hingehört. Was man Leute fragen kann, die "aussehen, als kämen sie nicht aus Deutschland" ist zum Beispiel, wenn man an der Person interessiert ist und man ein privates Gespräch führt, "woher stammt deine Familie" oder "woher kommen deine Vorfahren". Das ist jetzt nicht wirklich viel verlangt, es ist sogar präziser und wenn das dafür sorgt, dass Leute sich nicht schlecht fühlen, kann man das doch auch einfach so machen, oder?

      "Ich glaube das ist auch so ein Problem heutzutage, dass man direkt Diskriminierung schreit wo keine ist."

      Es heißt ja Alltagsdiskriminierung, weil es so alltäglich und normal ist, oft ohne böse Absichten und einfach unreflektiert oder vielleicht sogar eigentlich gut gemeint. Wenn man nicht selbst Opfer ist, bekommt man das gar nicht unbedingt mit. Wenn man aber diskriminiert wird, hat das starke Auswirkungen auf das Leben, auf die Psyche und auf das Wohlbefinden. Es ja auch nicht nur eine Sache, es ist nicht nur gefragt werden, wo man her kommt.

  • Vor einem Monat

    "Glättet euch die Locken aus den Haar'n"

    da sträubt sich bei mir der Nacken, ufff.

  • Vor einem Monat

    Beat, Lyrics, Vortrag, Video, Alles absolut erstklassig. Wenn das so weitergeht wird "Geist" das beste Deutschrapalbum aller Zeiten.

  • Vor einem Monat

    habe das angeschau hamma videos keemo hat echt das zeug um zu werde nächste massiv. album wird gescheckt

  • Vor einem Monat

    Ich habe tatsächlich auch ein inhaltliches Problem, im großen und ganzen find ich es super, Beat ist genial, Video ist gut, Text ist klasse, bis auf

    "Und der Bulle tut so, als wäre es unpersönlich
    Obwohl er der Großvater von zwei gesunden dunklen Babys ist
    Und nur aufgrund des Fakts, dass sein Mädchen auf Dschungel-Penis steht
    Fast alles unternehmen wird, um uns das heimzuzahl'n"

    Mit den Zellen, die gegen Ende kommen, zerstört Keemo ein bisschen den positiven Eindruck vom Text, den ich vorher hatte. Warum bekommt der Bulle da einen einigermaßen rationalen Grund für seinen Hass? Warum wird das Klischee der schwarzen Promiskuität bemüht? Macht mir den Song als politischen Song ein bisschen kaputt.

    Aber Vorfreude auf das Album ist da.

    • Vor einem Monat

      "Warum bekommt der Bulle da einen einigermaßen rationalen Grund für seinen Hass? Warum wird das Klischee der schwarzen Promiskuität bemüht?"

      Wo denn?

    • Vor einem Monat

      Wenn die Tochter jetzt angeblich einen sexuallen Faible für Schwarze hat, wie genau wird denn der Schwarze dadurch promisk?

    • Vor einem Monat

      Es ist eher implizit, dadurch, dass es zwei Kinder sind, der Polizist, da er auf Streife ist nicht so alt sein kann und seine Tochter auch entsprechend jung. "dass sein Mädchen auf Dschungel-Penis steht". Liest du das da nicht raus?

    • Vor einem Monat

      Mhh, das finde ich jetzt alles etwas dünn, bzw. beschreibt das ja alles eher die Tochter als den Typen.
      Das einzige, was ich mir hier tatsächlich vorstellen kann, ist dass das Klischee hier nicht absichtlich, sondern deflektierend und unreflektiert bedient wird, Keemo dem Klischee also selber etwas verfangen ist. Vielleicht meintest du das auch so, das "bemüht" im ersten Ursprungspost klang aber eher nach etwas Bewussten. Die Lesart wäre dann in etwa "Kann der Typ ja nichts für, wenn die Olle so geil auf Schwarze ist und die Beine aufmacht". Das wäre dann tatsächlich etwas problematisch, weil es impliziert, dass es nur natürlich/nornal ist für den Typen dann auch "hinzulangen". Das heißt hier würde er den Stereotyp nicht nur bedienen, sondern ihm sogar aufsitzen, wobei das seinerseits dann auch nur ein fragliches Verständnis von "Männlichkeit" sein könnte.

      Wenn du das so meinst, dann würde ich dem tatsächlich nicht widersprechen. Ich denke das kann man berechtigt so lesen. Theoretisch könnte man es auch so lesen, dass diese rassistischen Stereotypen aus der Perspektive des Polizisten geäußert werden und nur ihn charakterisieren. Das wäre rein textlich wahrscheinlich genauso valide. Von der Intonation/Vortragsweise und auch im Kontext der restlichen Lyrics wäre, klingt das aber nicht unbedngt danach.

    • Vor einem Monat

      Bzw. dass er hier sagt "aufgrund des FAKTS, dass sein Mädchen.." legt dann schon sehr nahe, dass das keine (fälschliche) Zuschreibung des Vaters sein soll, sondern tatsächlich die Meinung Keemos ist.
      Habe das tatsächlich ursprünglich anders gelesen, denke aber inzwischen tatsächlich, dass du da richtig liegst.

    • Vor einem Monat

      Ich sehe auch überhaupt nicht, dass hier das Klischee schwarzer Promiskuität bemüht wird, da es ja um die hellhäutige Tochter des Bullen geht. Über den Kindsvater erfahren wird außer seiner Hautfarbe ja nichts. Die Verwendung des Wortes "Dschungel-Penis" deute ich jedenfalls nicht in diese Richtung. Da müsste man schon um mehrere Ecken denken. Ich frage mich auch, inwiefern das einen "einigermaßen rationalen Grund" für den Hass des Bullen darstellen soll. Keemo zeigt hier doch nur die niederen Beweggründe des offensichtlich rassistischen Polizisten auf, aber liefert keine Erklärung, die sein Verhalten aus Sicht eines Nicht-Rassisten nachvollziehbar macht oder gar rechtfertigt.

      Mir fällt aber gerade auf, dass es schon lange her ist, dass ich mir mal über eine Deutschrap-Textpassage Gedanken gemacht habe. Vielleicht sollte ich mal mehr Morlockk und Prezident hören, als mich über den Modus-Mio-Müll zu belustigen.

    • Vor einem Monat

      Ich finde an dieser Stelle interessant, dass es mal wieder gar keinen stört, dass das Wort „Bulle“ benutzt wird. Mit ACAB Einstellung und Drogen in der Tasche sollte man dann auch nicht jammern. In dem Fall würde ich nichtmal unbedingt rassistische Motive der Polizisten unterstellen.

      Aber andere Frage: was soll diese Uniform? Sieht aus wie eine der US Streitkräfte. Prangert er jetzt generell Rassismus an oder vordergründig Rassismus in Deutschland? In letzterem Fall macht die Uniform als stilistisches Mittel gar keinen Sinn.

      Das Klischee der Promiskuität von Farbigen sehen ich hier such nicht bedient. Muss man schon so verstehen wollen, finde ich. Dem Dad passt es einfach nicht, dass deine kleine, süße Tochter plötzlich auf Schwarze steht. Hat n bisschen was von Banjos „Black Boys“.

    • Vor einem Monat

      Hm, vielleicht habe ich mich da mit schwarzer Promiskuität zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ist auch wohl der falsche Begriff, um zu beschreiben, was ich meine. Es wird halt unnötig auf die sexuelle Ebene gebracht, und es wird mit "Dschungelpenis" zumindest ein bisschen klischeehaft.

      @icy: wenn du wirklich über die Texte nachdenken willst, hör dir T9 oder Degenhardt an :D

    • Vor einem Monat

      "Ich finde an dieser Stelle interessant, dass es mal wieder gar keinen stört, dass das Wort „Bulle“ benutzt wird." Ganz richtig. Wenn man ständig verdachtsunabhängig kontrolliert wird, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe und/oder politischen Betätigung schikaniert, zusammengeschlagen und bisweilen in Haft auch mal angezündet werden, ja, dann sollte man tatsächlich in seinen Texten auf ein freundliches "sehr geehrter Herr Wachtmeister" zurückgreifen. Wo kämen wir sonst denn hin? Und dann auch noch Gras in der Tasche, da muß man sich auch nicht wundern, wenn man dann mal mit offenem Beinbruch und Pfefferspray in der Fresse irgenwo UF der Straße rumliegt.

    • Vor einem Monat

      Ich habe die Vermutung, dass dieser Post Officer DarkO nicht gefallen wird. :D

    • Vor einem Monat

      Oh, Separatismus unter Linken. Wie originell!

    • Vor einem Monat

      Ständig? So so...und das passiert...jedem? Und jeder Polizist macht das? Da sind wir doch wieder bei dem „alle über einen Kamm scheren“. Ist zwar kein Rassismus, aber doch schon, nach Definition, eine Art Diskriminierung. Die meisten Polizisten machen einfach ihren Job und werden sicher oft genug hart angegangen.
      Und so einen Quatsch wie „Herr Wachtmeister“ kannst du gerne stecken lassen, probier es einfach mal mit „Polizist“.

      Sonst wäre es ja auch ok, wenn ich Schwarze beleidige, nur weil ich in n paar mal von welchen abgezogen oder zusammengeschlagen wurde. Oben noch darüber aufregen und jetzt das pauschale Beleidigen von Menschen rechtfertigen. Klasse.

    • Vor einem Monat

      @DerHochmoor „Post Officer“ - i don’t get it. Klär mich bitte auf. ;)

    • Vor einem Monat

      Ständig? Ja, ständig! Sprich mal mit Schwarzen Menschen, die z.B. in sogenannten Gefahrengebieten wohnen, die werden Dir viele lustige Geschichten erzählen könnrn. Und nee, das passiert eben nicht jedem, dem schicken Blondie im Polohemd aus Hinterpfaffenhofen passiert das nicht, und genau das ist Teil des Problems. Und dieses Mimimi von wegen aber nicht alle Polizisten und die machen ja auch nur brav ihren Job ist auch nichts weiter als das priviligierte Gequatsche von jemanden, der zufällig vom Ausehen nicht ins Beuteschema der Cops passt, und dessen größte illegale Handlung es war, als Mann vorm Rewe mal auf dem Frauenparkplatz geparkt zu haben. Und ja, ich weiß, nicht jede*r Polizist*in ist ein Fascho, ich hab selbst Beruflich oft genug mit Polizeibeamt*innen zu tun, dass ich das weiß. Aber deprivilgierten Menschen auch noch moralisch kommen zu wollen, wenn sie ihren Ärger über ihre Situation artikulieren, das ist einfach ein so hart-bescheuerter Kartoffel-Move, da fällt mir nicht mehr viel zu ein.

    • Vor einem Monat

      Kartoffel-Move ist wirklich ein schöner Ausdruck.
      Aber halt!, bevor wir hier jetzt hart aneinander vorbei reden: ich bezog mich primär auf die Aussagen hier im Beitrag, wo das Wort „Bulle“ unreflektiert hingenommen und selbst benutzt wurde. Das sind sicher nicht alles Opfer von Polizeigewalt. Wenn jemand so etwas erlebt hat, will ich ihm die Wut gar nicht absprechen oder verbieten. Das steht mir natürlich gar nicht zu. Der Trend geht aber nun mal dahin, Ordnungs- und Rettungskräften respektlos zu begegnen. Und in diesem Zusammenhang finde ich es halt schwierig, dass der Zielgruppe solcher Songs direkt impliziert wird, das alle Polizisten rassistische Arschlöcher sind.

    • Vor einem Monat

      Das Wort Bulle ist übrigens der Herkunft nach nicht abwertend und laut Judikative auch keine Beleidigung gegenüber Polizisten.

    • Vor einem Monat

      Außer es ist beleidigend gemeint. Und ich denke mal, die meisten werden es abwertend verwenden, oder nicht? Und selbst wenn es nicht strafbar ist, finde ich es dennoch durchaus fraglich, ob eine solche Wortwahl respektvoll ist.

    • Vor einem Monat

      Da du wohl vor allem mich meinst, DarkO: Ich habe das Wort vor allem gebraucht, weil es im Text vorkommt. Ich hätte es natürlich auch in Anführungszeichen setzen können wie du, aber dachte eigentlich nicht, dass jetzt hier jemand im Kommentarbereich zu OG (!) Keemo dieses Fass aufmacht. Ich hätte es nach all den Jahren hier natürlich besser wissen müssen. ;) Das heißt aber nicht, dass ich grundsätzlich mangelnden Respekt gegenüber der Institution Polizei habe, und ich würde das auch nicht jedem unterstellen, der das Wort gebraucht. Auch als Eigenbezeichnung ist es ja nicht gänzlich unüblich, wie ich aus meinem erweiterten Bekanntenkreis mitgekriegt habe.

    • Vor einem Monat

      Nicht alle Polizisten sind rassistische Arschlöcher. Aber alle Polizisten gehen einem Job nach, der halt eben kein Job wie jeder andere ist und grundsätzlich und in sich problematisch ist. Konsequent durchgesetzte Staatsgewalt bzw. ein staatliches Gewaltmonopol bedeutet auch immer institutionalisierte Repression. Das lässt sich nicht vermeiden, höchstens minimieren. Deswegen ist das Problem mit der Polizei auch nicht nur, dass viele rassistische und rechtsradikale Arschlöcher für sie arbeiten, sondern dass die Institution der Polizei solche Verhaltensweisen strukturell begünstigt.
      Der Polizist ist in sich nämlich nicht nur der freundliche Ordnungshüter von nebenan und schon ganz und gar nicht auf eine Stufe zu stellen mit Rettungskräften und Feuerwehr, gegen die im Vergleich zur Polizei auch die allerwenigsten etwas haben. Das Konzept der Polizei ist bestenfalls ein ekliger Kompromiss, den wir in einer modernen Gesellschaft eingehen müssen (oder auch nicht), der zum Guten wie zu widerlicher Repression verwendet werden kann und da strukturell auch keinen Unterschied macht. Jeder sollte der Polizei mit Skepsis begegnen, insbesondere der Polizist selber. Nur ein Polizist, der seine Rolle in der Gesellschaft und die Rechtmäßigkeit seiner Taten konstant hinterfragt, kann auch einen zumindest halbwegs guten Job machen. Zumindest theoretisch. Letztendlich ist er dann meistens aber trotzdem zur blinden Umsetzung von Vorschriften verdammt.

    • Vor einem Monat

      Ich nenne tatsächlich die Bullen fast ausschließlich die Bullen. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Respektlosigkeit zu tun (wobei man ja auch keinen Respekt vor Polizisten haben muss), sodern ist für mich ein ziemlich neutraler Begriff.

    • Vor einem Monat

      Ansonsten was Gleep sagt.

    • Vor einem Monat

      @DarkO: Okay, dachte, Du beziehst Dich auf den Track. Dann kann ich Deine Haltung schon etwas mehr nachvollziehen. Ansonsten kann ich alles komplett unterschreiben was in Gleep Glorps Post steht.

    • Vor einem Monat

      Oh, Eintracht unter Linken. Wer's braucht.

    • Vor einem Monat

      Sehr guter Beitrag von Gleep! Kann man gebrauchen.

    • Vor einem Monat

      Wenn man diese Diskussion hier liest, könnte man meinen wir leben in einem die Massen unterdrückenden Polizeistaat...
      Mich würde auch interessieren was Gleep zu dem Experten in dem Gebiet macht. Ist ja ein "interessanter" Post, aber mit Vorsicht zu genießen.

    • Vor einem Monat

      ZappaMother, du solltest dich von hier fernhalten. Was Gleep sagt hat halt absolut GARNIX mit Expertentum in irgendeiner Weise zu tun, er beschreibt ja viel eher das Spannungsfeld, in dem sich ein Cop bewegt, einfach aufgrund seiner Profession. Du scheinst das nicht zu verstehen, deshalb meine Empfehlung einfach den Rand zu halten.

    • Vor einem Monat

      Ach MoorHoch, ich glaube fast du hast sogar recht, denn manche Diskussionen hier, aber vor allem Leute wie du sind schlichtweg unerträglich.
      Bin mir sicher du weißt wovon du redest und kennst das Spannungsfeld, welches ein Cop durchlebt, bestens und plapperst das nicht nur einfach nach. Junge Junge...

    • Vor einem Monat

      "Bin mir sicher du weißt wovon du redest und kennst das Spannungsfeld, welches ein Cop durchlebt"

      Ja, weiß ich und ja, kenne ich.
      Damit sind deine Fragen beantwortet und du kannst dich löschen. Danke. :)

  • Vor einem Monat

    Absolut überragender Track. Würde mich nicht wundern, wenn mit dem Album das deutsche "Section.80" ansteht und danach das ganze Game endlich seinen Messias gefunden hat.