Angehörige der Opfer des Virginia-Tech Massakers stoßen sich an dem Line-Up für ein geplantes Benefiz-Konzert. So passe der Rapper Nas mit seinen gewaltverherrlichenden Texten nicht auf solch eine Veranstaltung. Die Universität will dagegen am Line-Up festhalten.

Blacksburg (win) - Die Teilnahme des amerikanischen Rappers an einem Konzert zu Ehren der Opfer des Massakers an der Virginia Tech Universität wird von einigen Angehörigen der Opfer scharf kritisiert. Seine Texte seien gewaltverherrlichend und würden nicht auf solch eine Veranstaltung passen. Im vergangenen April erschoss der Student Seung-Hui Cho 32 Personen und richtete sich anschließend selbst.

Wie die Washington Post berichtet, seien einige Eltern außer sich vor Wut, dass Nas an dem Konzert teilnehmen soll. Sie stoßen sich vor allem an einem Song aus dem Jahre 1999. In "Shoot 'Em Up" singt der Rapper Zeilen wie "Shoot 'Em Up, Just Shoot 'Em Up, What?" gefolgt von "Kill, Kill, Kill, Murder, Murder, Murder".

Vincent J. Bove, ein Sprecher für sieben Familien der Opfer, erklärte, die Texte seien ein Zeichen für den moralischen Verfall der Gesellschaft und tragen zu gewalttätigen Handlungen bei. Es sei unverschämt von den Mitarbeitern der Universität dies zu dulden oder sich über die Inhalte der Songs nicht im Klaren zu sein.

Die Universität hingegen teilt mit, sie werde an dem Line-Up festhalten. "Innerhalb weniger Minuten nach Bekanntgabe haben wir überaus positive Reaktionen auf das Konzert erhalten. Darunter waren auch Familien, die der Ansicht sind, dies wäre ein schönes Zeichen, um das akademische Jahr einzuläuten."

Das Konzert soll am 6. September stattfinden. Neben Nas treten auch die Dave Matthews Band, John Mayer und Phil Vassar auf.

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