Lance Bass, ehemaliges Mitglied der Boyband N Sync, spricht in seiner Autobiografie über Homosexualität und die daraus resultierenden Probleme mit der Band. Demnächst will er eine Truppe casten, die aus schwulen oder bisexuellen Jungs besteht.

New York (doer) - Lance Bass, früheres N Sync-Mitglied, veröffentlichte am vergangenen Dienstag in den vereinigten Staaten seine Autobiographie "Out Of Sync: A Memoir". Darin geht es unter anderem um seine Zeit in der Boygroup und die Schwierigkeiten mit seiner Homosexualität innerhalb der Band.

Lance hatte stets Angst, er könnte N Sync und vor allem deren Image schaden und verheimlichte deshalb jahrelang seine Homosexualität. Sowohl vor der Öffentlichkeit als auch vor den Mitgliedern selbst. Die häufige Frage, warum er denn nichts mit Frauen habe, beantwortete er mit seinem Glauben. Und obwohl der 27-Jährige nach eigenen Aussagen bereits seit Kindertagen wusste, dass er homosexuell ist, traf er sich bis zum Alter von 22 Jahren noch mit Mädchen.

Trotz häufiger Gerüchte über eine Freundschaft mit Schauspieler und Schwulenaktivist Reichen Lehmkuhl kam es erst im vergangenen Jahr zu einem offiziellen Statement gegenüber dem People Magazine. Dabei ist er kein Einzelgänger in der Branche. Auch Stephen Gately (Boyzone), Mark Feehily (Westlife), Eloy de Jong (Caught In The Act) und Ross Antony (Bro'Sis) gingen früher oder später mit ihrem Coming Out an die Öffentlichkeit.

Lance hörte oft die Behauptung, dass man im Showgeschäft als Geouteter nicht erfolgreich sein könne. Um all den bösen Zungen das Gegenteil zu beweisen, erzählte er MTV im Interview von seinem neuesten Plan: "Es wurde zuvor noch nie getestet, doch ich plane, diese Behauptung im nächsten Jahr auf die Probe zu stellen. Ich entwickle gerade eine Show, die sich auf schwule und bisexuelle Jungs konzentriert, die in einer Boygroup zusammen kommen sollen. Ich werde die Jungs casten, das wird Spaß machen. Ich will diese Theorie testen und ein kulturelles Experiment daraus machen, um zu sehen ob es funktioniert."

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