Eine Band auf der Suche nach ihrem künstlerischen Tiefpunkt: Muse setzen ihre Selbstdemontage fort.

London (skb) - Muse, die Black Eyed Peas des Alternative-Rock, setzen die Suche nach ihrem künstlerischen Tiefpunkt weiter fort. Kontinuierlich geht es mit ihren seit dem noch annehmbaren "The Resistance" bergab. Mit "Thought Contagion" setzen sie alles daran, auch noch "The 2nd Law" und "Drones" zu unterbieten. Das schafft nicht jeder. Auch eine Art von Leistung.

Während Matthew Bellamy sich in seinen Aluhutfantasien weiter als einzigen Menschen, der die Welt versteht, feiert, pluckert im Hintergrund der schmalbrüstige Drumcomputer, bis Muse ihre alte Theatralik ein weiteres Mal lauwarm aufkochen. Stadiontauglich reichen sie dazu ein "Oh Oh Oh Oh Oh Oh Oh" zum Hände-Mitwippen.

Ein durchgekauter Witz

Das Video selbst wirkt, als habe Uwe Boll seine Version von "Blade Runner" drehen wollen, und hinkt in seiner "Kung Fury"-Ästhetik um Jahre hinterher. Ein schon lange durchgekauter Witz.

Lehnen wir uns also zu den Klängen von "Origin Of Symmetry" zurück und schauen gespannt zu, wie sich Muse in diesem Jahr ein weiteres Mal demontieren.

Immerhin: Ein Album steht in naher Zukunft angeblich nicht zu erwarten. Muse haben allerdings die Veröffentlichung einer Serie von Singles und EPs angekündigt.

Fotos

Muse

Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Muse,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

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16 Kommentare mit 51 Antworten

  • Vor 4 Monaten

    "Drones" hatte einige brauchbare Songs, aber das hier: Die zigste öde Selbstkopie - Dig Down war Madness 3.0 - samt Bellamys Truthergeschwurbel. Die Band hat mal sowas von fertig. :D

  • Vor 4 Monaten

    Die brauchbaren Songs auf "Drones" (The Handler, Reapers) wurden auch gut auf dem Album versteckt. Ich muss zustimmen: Die Singles der letzten Jahre waren durchwegs schlechte Kopien des alten Materials. Nur blöd, dass künftig nur eine Serie von Singles erscheinen soll, wenn diese sich durch solche "Qualität" auszeichnen :-(

  • Vor 4 Monaten

    Autsch, das ist schon übel. Von Sound und Melodieführung her eine Mischung aus "Schon 1000 mal von ihnen besser gehört" und "möglichst viel reinquetschen, was grad aktuell ist" und dabei musikalisch völlig abgeschmackt. Dabei haben sie immer noch ein Gespür für Ohrwürmer, die Chormelodie des Refrains hängt mir nach einmal hören immer noch im Kopf. Schade, früher mochte ich Muse sehr gern und hab sie hier auch schon das eine oder andere Mal verteidigt. Ich hatte eigentlich gehofft, "Dig Down" wäre nur ein Ausrutscher gewesen, aber anscheinend ist das jetzt ihr Stil...

  • Vor 3 Monaten

    Wundert mich, dass hier niemand das fabelhafte "Black Holes and Revelations" erwähnt - für mich der absolute Pinnacle und das letzte Album im klassischen Soundgewand. Danach kam der Stilbruch mit Muse 2.0. Auch die jüngeren Alben haben grossartige Singles - aber diese hier, Thought Contagion... sorry, die find sogar ich unterirdisch.

  • Vor 3 Monaten

    Diese Seite sollte einfach nur dichtmachen. Das ist keine Rezension. Das ist "Black Eyed Peas" des Musikjournalismus!

    • Vor 3 Monaten

      Zitat Neldor:

      "Sorry, aber diese Seite hat sich für mich nach dieser haarsträubenden Rezension komplett erledigt."

      Hau doch endlich ab. Und zwar so, wie du es schon vor fünf Jahren versprochen hast, du Wurstbrot!

  • Vor 3 Tagen

    Muse ist und bleibt ein Phänomen! Rock am Ring 2018 war ein Top Event mit Muse! Besonders das Bassplaying von Wolstenholme einfach fantastisch! Nur aus diesem Grund schaue ich mir Muse im Juni 18 in Lissabon noch mal an!