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5 Fragen an Silent Skies

Der Name Vikram Shankar sagt vermutlich den wenigsten etwas – vor allem Progger:innen könnte er aber das ein oder andere Mal schon über den Weg gelaufen sein. Immerhin spielt der Mitte 20-jährige Multiintrumentalist seit einer Weile sowohl bei Redemption als auch Pain Of Salvation und betreibt mit Evergrey-Boss Tom Englund das Ambient Pop-Projekt Silent Skies. Letzteres war der Anlass, ihm ein paar Fragen zu stellen. Hört beim Lesen gerne mal ins kürzlich veröffentlichte dritte Album des Duos rein, "Dormant".

1. Welches Album hatte den größten Einfluss auf dich als Musiker?

Es ist schwierig, ein einzelnes Album auszuwählen, das mich mehr als andere inspiriert hat. Meine Musikalität ist ein Produkt all dessen, was ich jemals gehört, genossen und bewusst oder unbewusst in meine eigene Kreativität habe einfließen lassen. Ich würde jedoch sagen, dass ein bestimmtes Musikstück als sehr junger Musiker meine Fantasie beflügelt hat: Modest Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" (mit Orchestrierung von Ravel). Ich verliebte mich in die lebendige Klangpalette, die illustrative Kraft der Musik zur Darstellung von Erzählungen und visueller Kunst, und den musikalischen Ehrgeiz. Vieles von dem, was ich mache, klingt zwar nicht wie "Bilder einer Ausstellung", und insbesondere Silent Skies kommt aus einer viel sensibleren, melancholischeren und atmosphärischeren Ecke. Komponisten wie der verstorbene Jóhann Jóhannsson, Max Richter, Ólafur Arnalds, Acts wie Pink Floyd, M83, Tangerine Dream und Aphex Twin hatten einen größeren Einfluss auf das, was Silent Skies machen. Aber ich kann gar nicht hoch genug einschätzen, welchen Einfluss "Bilder einer Ausstellung" auf einen jungen und beeindruckbaren Geist hatte, der schon früh beschloss, Musik zu seinem Leben zu machen.

2. Auf welche(s) deine(r) Riffs/Melodien/Patterns/Lyrics bist du am meisten stolz?

Bei "Dormant" bin ich am meisten stolz auf den Refrain von "Churches". Das ist eine der feinsten, einprägsamsten und unwiderstehlichsten Musiksequenzen und Melodien, die wir je zustande gebracht haben. Musikalisch bin ich aber auch sehr stolz auf die Klavierpassagen in "Reset" und die Soundscapes von "Tides".

3. Was sollte sich in der Rock-/Metal-Community zum Besseren verändern?

Ich würde gerne mehr Diversität und Inklusion sehen – nicht nur demographisch, sondern auch in Bezug auf Musikstile, Einflüsse und Ausdrucksweisen. Ich glaube, wir machen Fortschritte in diesen Bereichen. Aber es geht immer besser.

4. Was sollte man definitiv über dich wissen?

Ich bin besessen von Musik. Musik zu hören, zu machen und zu leben ist meine größte Leidenschaft. Abgesehen davon möchte ich die Welt zu einem besseren Ort machen. Und mir gefällt die Vorstellung, Musik sei mein persönlicher Weg, dazu etwas beizutragen, indem ich Licht und Inspiration in die Welt trage und durch ehrliche Darstellung von mir und meiner Kämpfe anderen Menschen helfe.

5. Welches Buch sollte man unbedingt gelesen haben?

Neulich habe ich "Nagasaki: Life After Nuclear War" von Susan Southard gelesen. Die darin beschriebene Geschichte ist heute so relevant wie eh und je.

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