Am Zenit ihres Erfolgs beweist Megan Thee Stallion: Hip Hop-Geschichte war schon immer ein "Hot Girl Summer".

Houston (ynk) - Megan Thee Stallion redigiert zur Zeit die Rap-Geschichtsbücher. "B.I.T.C.H." legte schon den 2pac-Track "Rather Be Ya N*gga" zeitgenössisch neu auf. Nun nimmt sie sich Eazy Es 80er-Klassiker "Boyz N The Hood" an. "Girls In The Hood" zeigt: Dieser Song profitiert spürbar von der Neuauflage.

"Girls In The Hood" ist keine Ahnenverehrung, sondern dringend notwendige Restaurations-Arbeit. Der Dre-Beat des Originals mag seinerzeit vielleicht ein innovatives Stück Westcoast-Hip Hop gewesen sein, aber Scott Storch legt es hier schnittig und funkelnd neu auf: Eine Modernisierung, die den Charme des Alten bewahrt. Mit ein bisschen mehr Trap und ein bisschen mehr Druck lässt sich so auch diesseits von Y2K wieder auf den klassischen Beat tanzen.

Dazu Megan - es fühlt sich fast unfair an, anzumerken, wie sehr sie Eazy E als MC in der Pfeife raucht, aber ihr Flow auf dem Beat nimmt die natürliche Coolness des Originals und gibt der ganzen Kiste den zehnfachen Bounce. Das muss einfach ein Houston-Ding sein, denn die Energie auf "Girls In The Hood" klingt so gar nicht mehr nach Compton.

Dazu ein paar wundervolle One-Liner, eine Hook, die TikTok magisch anziehen wird und fertig ist genau der Song, der richtig an ihren ersten Nummer Eins-Hit "Savage" anschließt. Die Gleichung bleibt einfach: "I'm a hot girl/ I do hot shit". Ja und amen.

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