Ein Gericht in Malawi hat Madonnas Antrag zur Adoption der etwa drei Jahre alten Chifundo "Mercy" James abgelehnt. Unterdessen sagte die Sängerin ihren Hamburg-Gig am 28. Juli ab.

Lilongwe/Malawi (joga) - Ein malawisches Gericht hat Superstar Madonna die Adoption eines kleinen Mädchens untersagt. Zur Begründung führte der Richter laut einem Bericht der Presseagentur AFP ein malawisches Gesetz an, demzufolge man mindestens 18 Monate in dem Land gelebt haben muss, um ein Kind adoptieren zu können.

2006 hatte Madonna bereits den kleinen David Banda aus Malawi zu sich genommen, nachdem sie ihn auf einer Filmaufnahme gesehen hatte und sofort "verzaubert" von ihm war. Auch damals hatten malawische Gerichte die Adoption erst nach einer Übergangszeit von 18 Monaten bestätigt - bis dahin galt sie offiziell nur als "Pflegeperson".

Die dreijährige Chifundo "Mercy" James wollte Madonna nach eigenen Angaben adoptieren, damit der etwa gleichaltrige David ein Schwesterchen bekomme und einen Bezug zu seiner malawischen Heimat behalte. Zuvor hatte sie allerdings wenig für Davids malawischen Wurzeln getan. Seinen leiblichen Vater beispielsweise sah der Kleine erstmals anlässlich der aktuellen Reise wieder - nach beinahe drei Jahren.

Kinder-Shopping abseits der Gesetze?

Verschiedene Menschenrechtsorganisationen kritisieren Madonna wegen ihres "Kinder-Shoppings". Das Kinderhilfswerk "Save the Children" argumentiert, die Sängerin setze die falschen Signale, der beste Platz für ein Kind sei die Großfamilie in seiner Heimat.

Auch in ihrer Wahlheimat England wird Madonnas erneuter Adoptions-Wunsch von Boulevard-Medien als "Kultur-Imperialismus" kritisiert. Madonna, die in Malawi Waisenhäuser und Schulen finanziell unterstützt, nutze ihren Ruhm und ihren Reichtum, um sich über malawische Gesetze hinwegzusetzen.

Wenn dem so ist, muss die vor kurzem von Guy Ritchie geschiedene Madonna für die Adoption der kleinen Chifundo sicherlich tief in die Tasche greifen. Alleinstehenden und Geschiedenen sind Adoptionen in Malawi nämlich grundsätzlich untersagt.

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laut.de-Porträt Madonna

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