Mike Patton lenkt ein: Die Bühnen-Rückkehr der US-Alternative-Rock-Legenden ist fix.

Konstanz (mis) - Faith No More kehren elf Jahre nach ihren letzten Konzerten in Europa auf die Bühnen zurück. Dies bestätigte Bassist Billy Gould im US-Podcast "Rock Talk" mit der serbischen Musikjournalistin Jadranka Janković Nešić. "Wir machen es, wir gehen auf Tour. Europa ist auf jeden Fall dabei, Südamerika, Australien und Amerika. Es könnte im Januar oder Februar losgehen", so Gould. Die Band sei sehr aufgeregt.

Man habe die Entscheidung "erst vor ein paar Wochen" gefasst. Daher sei über ein neues Album noch gar nicht gesprochen worden. So sehr er alle Alben der Band auch möge, "sie einzuspielen hat nie Spaß gemacht. Von daher weiß ich nicht, ob ich das nochmal brauche." Die überraschende Nachricht erhielt bereits am Dienstag mit Social-Media-Postings der Band und Keyboarder Roddy Bottum erste Nahrung, die ein Bild mit Publikum zeigten, ergänzt um das FNM-Logo sowie "2027". Bottum schob gestern ein Foto mit Sänger Mike Patton nach.

In den letzten Jahren zeigte vor allem der vielbeschäftigte Patton (Mr. Bungle, Dead Cross, Tomahawk) wenig Interesse an einem Comeback mit seiner berühmtesten Band, wie man aus Interviews seiner ehemaligen Weggefährten erfuhr. Anfang des Jahres schob der 58-Jährige nach, dass er für Faith No More zwar mehr Zeit aufgewendet habe als für andere Projekte, aber: "Alles, was ich gemacht habe, war für mich gleich wichtig, es wurde nur nicht so wahrgenommen. Die Öffentlichkeit scheint aus irgendeinem Grund eine Hierarchie zu brauchen, um sich besser zu fühlen."

Wie genau sie ihren Frontmann zum Umdenken brachten, ließ Gould unbeantwortet, erläuterte aber: "Unsere Musik ist sehr körperbetont, wir haben sie als Zwanzigjährige geschrieben und wir hatten die Sorge, dass wir sie bald nicht mehr so ​​spielen können." 2020 hatte das Quintett aus San Francisco zwar eine Tour geplant, die aufgrund der Covid-19-Pandemie aber verschoben werden musste. Die neu angesetzten Termine im Folgejahr wurden gestrichen, nachdem Patton erklärt hatte, er leide unter mentalen Problemen und könne daher seine Verpflichtungen gegenüber der Band nicht erfüllen.

Das letzte Faith No More-Album "Sol Invictus" erschien 2015. Patton veröffentlichte 2025 ein Album mit der Americana-Band Avett Brothers ("AVTT/PTTN"). Lediglich auf der gemeinsamen Tour, die in den USA aktuell noch andauert, näherte sich Patton an einige Hits seiner alten Band an: Das Quartett spielte die FNM-Songs "Digging The Grave", "Ashes To Ashes" sowie den Commodores-Evergreen "Easy".


Fotos

Mike Patton und Faith No More

Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © LAUT AG (Fotograf: Martin Mengele) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Mike Patton und Faith No More,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Faith No More

"Faith No More stachen schon immer als einzigartiges Biest aus der breiten Masse hervor. Halb Hund, halb Katze war die Musik fast so schizophren wie die …

4 Kommentare mit 24 Antworten

  • Vor 18 Tagen

    Mega! Hab' schon nicht mehr dran geglaubt, um ehrlich zu sein...

  • Vor 18 Tagen

    Hoffe nur, Patton hat auch Bock und macht das nicht nur, damit die anderen ihn wieder 10 Jahre in Ruhe lassen

  • Vor 18 Tagen

    Geil! Hoffentlich nicht nur drei Konzerte in Berlin und das war’s dann mit den Konzerten in Germany.

    • Vor 18 Tagen

      Hoffe nur, Patton sagt endlich allen Deutschen wie Scheiße Berlin ist. Nur so glauben sie es endlich.

    • Vor 18 Tagen

      Berlin ist viel zu teuer, aber sonst die mit Abstand beste Stadt in Deutschland.

    • Vor 17 Tagen

      Ich kann für Herrn Patton gerne einspringen:

      Berlin ist scheiße. Einzige deutsche Großstadt ohne irgendeine Art von Vibe. Häuser, paar Bäume, bissl schickimicki. Man kann den ganzen Tag herumlaufen ohne auch nur einmal zu erleben, wie zwei offensichtlich Fremde auf irgendeine Weise in Kontakt miteinander geraten. Mehr ein Aufbewahrungsort für Menschen mit Geltungsdrang als eine lebendige Stadt. Aber okay, so ähnlich wurde der Ort auch vor 150 Jahren schon beschrieben. Wurde vielleicht auf irgendeinem Friedhof brandenburgischer Ureinwohner errichtet, und wird den Fluch nicht mehr los.

    • Vor 17 Tagen

      @ragism: Berlin ist wunderbar und du bist ein Lappen.

    • Vor 17 Tagen

      "Man kann den ganzen Tag herumlaufen ohne auch nur einmal zu erleben, wie zwei offensichtlich Fremde auf irgendeine Weise in Kontakt miteinander geraten."

      Bist du etwa einer derjenigen, die einen in der Öffentlichkeit einfach so ansprechen und mit irgendeinem Müll zuschwallen, während man viel wichtigere Dinge zu tun hat? Mich interessiert die Lebensgeschichte von Fremden auf der Straße nicht. Meine Fresse! :rolleyes:

      Hat das was mit deinem Konzept der Weltverbrüderung zu tun?

    • Vor 17 Tagen

      "Ein Ort für pedrolinos" wäre mir dann aber doch etwas zu harsch.

    • Vor 17 Tagen

      Mubasi legt zwar gut vor, muss sich dann aber doch Ragism geschlagen geben. Damit sieht alles so aus als ginge der Preis für den dümmsten Kommentar der Woche an Ragism… doch was ist das?! Jemand drängt sich durchs Publikum und springt über die Absperrung! Oh mein Gott, es ist lost6!!!

    • Vor 17 Tagen

      Na na na, was ist das denn hier eine Kinder-Diskussion!!! Natürlich ist Hamburg die geilste Stadt Deutschlands - gefolgt von Frankfurt a. M...
      Berlin ist auch ganz nett - aber nicht zum Leben.

    • Vor 17 Tagen

      Ne, Capsi, ist wirklich so. Jedes Wort ist faktisch korrekt. Guck mal bei Claude oder Gemini nach. Auch die dokumentarischen Beschreibungen zur folgenden Stadt sind ge-fact-checkt bis zum Geht-nicht-mehr:

      @jamclub: Hammurch ist schon was geiler. Bin allein wegen dem FC St. Pauli öfter mal da. Die Innenstadt hat abseits von diesem Kiez aber wirklich an Charme und Eigenständigkeit verloren. Da gibts auch zu bester Mittagszeit viele Straßen, in denen keine Sau zu sehen ist. Bei aller prinzipieller Liebe bin ich bei Schorsch und Ted, die die Corporatisierung beklagen.

      ABER: Im Vergleich zum fetten, öden B hat die Stadt definitiv Vibe, und geklöhnt wird da ziemlich selbstverständlich ♥

    • Vor 16 Tagen

      @jamclub & ragi
      Hamburg ist der Banger!
      Obwohl ich dort nicht lebe, fällt mir spontan keine Großstadt in diesem unseren Lande ein, die ich mehr feiere.
      Mag auch Dresden (… ja ich weiß).
      War aber aus verwandtschaftlichen Gründen öfters mal in Frankfurt a. M. und war immer froh, da wieder wegzukommen. Unfassbar öder Bankensumpf mit dem Mainuferfest als einziges Highlight.