Vielleicht hat Lily Allen selbst nicht geahnt, welche Lawine sie mit ihrem Filesharing-kritischen Blog unter dem Titel "It's Not Alright" lostreten würde. Peinlich auf jeden Fall, dass sie in einem ihrer Beiträge auf einen fremden Text zurückgriff, ohne den Autor anzugeben.

Nachdem diese 'Urheberrechtsverletzung' …

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  • Vor 11 Jahren

    @caliban (« @mr_bad_guy («
    Am Anfang. Aber die Beschäftigung mit Musik c.a. 12 Stunden /Tag über einige Jahre hinweg, die für eine gewisse Professionaliät notwendig ist, will schließlich irgendwie finanziert werden.... »):

    Wie gesagt, für das materielle Auskommen müsste schon gesorgt sein...
    Charlie Parker hat seine Kunst auch nicht gelernt, weil es sich lohnte in irgendwelchen Schneisskneipen zu spielen. Er hat es gelernt, weil er das Saxophon liebte. »):

    Aber er hätte es nicht getan (nicht tun können) wenn er nicht auch gleichzeitig davon leben hätte können. (und Musiker war damals für einen Afroamerikaner sicherlich nicht die schlechteste Wahl)

  • Vor 11 Jahren

    @lautuser (« Es ist nicht korrekt, weil es dem potentiellen Käufer in der heutigen Zeit viel zu viel Mühe abverlangt. Wenn ich ein Produkt verkaufen will, muss ich das hammermäßig geil anbieten! »):

    Und das kann nur jeder Künstler selbst in Eigeninitiative machen, schon klar.
    Ach ne ... 'schulligung, Thread verwechselt.

    Zitat (« Und extra in die Stadt fahren um das im Laden anzuhören ist mal wirklich NICHT kundenfreundlich. Meine Güte, da müsste ich ja 3 mal in der Woche in die Stadt fahren und stundenlang den CD-Player dort belagern. Wenn das jeder Musikfan machen würde.. »):

    Was wäre daran so verwerflich?

    Zitat (« Lösung: Release-Date steht an: Kompletstream online stellen und den Link um die Welt schicken. Einfacher, kostengünstiger und effetkiver und kundenfreundlicher gehts wirklich nicht mehr. »):

    Klar. Es gibt kaum eine schnellere Möglichkeit, arm zu werden.

    Zitat (« Aber nein, man kann sich bei Amazon 30 Sekunden anhören - da ist doch bei den meisten Tracks erstmal das Intro vorbei - das bringt überhaupt gar nichts, völlig absurd. »):

    Na und? Schaust Du Dir denn auch erst mal die Filme online an, ehe Du entscheidest, ins Kino zu gehen?

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @Skywise («
    Zitat (« Lösung: Release-Date steht an: Kompletstream online stellen und den Link um die Welt schicken. Einfacher, kostengünstiger und effetkiver und kundenfreundlicher gehts wirklich nicht mehr. »):

    Klar. Es gibt kaum eine schnellere Möglichkeit, arm zu werden. »):

    machen doch eh schon sehr viele

  • Vor 11 Jahren

    @mfizzo (« @Skywise («
    Zitat (« Lösung: Release-Date steht an: Kompletstream online stellen und den Link um die Welt schicken. Einfacher, kostengünstiger und effetkiver und kundenfreundlicher gehts wirklich nicht mehr. »):

    Klar. Es gibt kaum eine schnellere Möglichkeit, arm zu werden. »):

    machen doch eh schon sehr viele »):

    Dann sind mir noch nicht sehr viele untergekommen.

    Sind wahrscheinlich im Spam-Filter gelandet.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Skywise

    So eine Website kann man durch sein Label, Marketingfuzzi, seine Mutter oder eben selbst pflegen.

    Wie, was wäre verwerflich daran, wenn das jeder machen würde? Es ist einfach behindert, wieso sollte ich meinen Arsch in die Stadt in einen Laden bewegen um Musik zu hören? Wenn das alle machen würden, bräuchte jeder verbliebene Laden 10 CD-Player mehr.

    Arm werden.. schon wieder dieser finanzielle Aspekt. Man muss mit der Zeit gehen und so sieht das heutzutage eben aus - entweder Du bietest Deine Musik so an, oder der potentielle Käufer macht das eben selbst.

    Bezüglich der Filme: Dein Vergleich ist korrekt, wenn Du mich fragst, ob ich eine DVD kaufen will, dann will ich den Film natürlich auch vorher gesehen haben (oder es spielt Uma Thurman mit, dann kauf ich auch blind).

  • Vor 11 Jahren

    @lautuser (« So eine Website kann man durch sein Label, Marketingfuzzi, »):

    Ah, die böse Musikindustrie. Die, die nix mehr verdienen darf. Und natürlich gerade deshalb immer besonders gern dazu bereit ist, Arbeiten zu verrichten.

    Zitat (« seine Mutter oder eben selbst pflegen. »):

    Du scheinst wirklich nicht viele Künstler zu kennen, hm?
    Obwohl die Vorstellung von Mick Jaggers Mutter an der Tastatur irgendwie was hat ...

    Zitat (« Wie, was wäre verwerflich daran, wenn das jeder machen würde? Es ist einfach behindert, »):

    Steuern zahlen ist auch behindert, aber ich habe mir von einem Mitarbeiter des Finanzamts sagen lassen, daß diese Meinung keine besonders gute Ausrede darstellt.

    Zitat (« wieso sollte ich meinen Arsch in die Stadt in einen Laden bewegen um Musik zu hören? Wenn das alle machen würden, bräuchte jeder verbliebene Laden 10 CD-Player mehr. »):

    Ich sehe immer noch keinen Hinderungsgrund?

    Zitat (« Arm werden.. schon wieder dieser finanzielle Aspekt. Man muss mit der Zeit gehen und so sieht das heutzutage eben aus - entweder Du bietest Deine Musik so an, oder der potentielle Käufer macht das eben selbst. »):

    Das ist nicht "mit der Zeit gehen". Das ist Gewäsch.

    Zitat (« Bezüglich der Filme: Dein Vergleich ist korrekt, wenn Du mich fragst, ob ich eine DVD kaufen will, dann will ich den Film natürlich auch vorher gesehen haben (oder es spielt Uma Thurman mit, dann kauf ich auch blind). »):

    Nun ja ... bestätigt irgendwie das Bild, das ich mir von Dir gemacht habe ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Ich gebs auf, Skywise is nen Depp.

  • Vor 11 Jahren

    @lautuser (« Was ist denn daran gruselig? Und was für ein hohes Alter? Alles völlig normal. »):

    woher soll ich das wissen?
    obwohl stimmt, du schreibst ja auch nicht wie jemand mit dem reifegrad des hohen alters :D

    und gruselig:
    alter mann junge frauen :arrow: gruselig.
    teenie und dementsprechend junge frauen, auf einer anderen aber nicht minder schlimmen ebene :arrow: gruselig :eek:

    (nicht der fakt an sich, eher wie du es gesagt hast)

  • Vor 11 Jahren

    @Skywise (« @mfizzo (« @Skywise («
    Zitat (« Lösung: Release-Date steht an: Kompletstream online stellen und den Link um die Welt schicken. Einfacher, kostengünstiger und effetkiver und kundenfreundlicher gehts wirklich nicht mehr. »):

    Klar. Es gibt kaum eine schnellere Möglichkeit, arm zu werden. »):

    machen doch eh schon sehr viele »):

    Dann sind mir noch nicht sehr viele untergekommen.

    Sind wahrscheinlich im Spam-Filter gelandet »):

    Du bist wirklich eine unglaubliche Dumpfbacke, Skywise!

    Zu Deiner Information hier mal ein HERAUSRAGENDES Beispiel, daß die "Lösung: Release-Date steht an: Kompletstream online stellen und den Link um die Welt schicken. Einfacher, kostengünstiger und effetkiver und kundenfreundlicher gehts wirklich nicht mehr." in der Tat bei wirklich GUTEN Künstlern sogar bestens funktioniert: IMOGEN HEAP - http://www.imogenheap.com
    Knapp eine Woche vor VÖ ihres neuen Albums "Ellipse" has sie das komplette Album in guter Klangqualität bei soundcloud als Stream zum anhören bereitgestellt und in der Woche darauf war sie dann Nr. 5 in den US Billboard Charts, sogar Nr. 4 in Canada und immerhin noch Nr. 39 (oder war's 37?) im UK!
    Das spricht einfach dafür, daß ihre Fans sich TROTZ oder sogar WEGEN diesem wunderbaren "Vorhör-Service" erkenntlich zeigen und das Album dann auch prompt kaufen und nicht nur umsonst online hören (wollen)!
    Außerdem ist Imogen Heap DAS Paradebeispiel für ALLE Künstler, die sich in der Welt von heute mit mp3 Streams und File-Sharing etc. auseinandersetzen müssen, welches erfolgreich aufzeigt wie zielgruppenspezifisches Marketing derzeit am besten läuft! ;-)
    An ihr hätten sich z. B. auch Lily Allen und Co. ein gutes Beispiel nehmen können, aber das war den verwöhnten Jüngelchen dann wohl "etwas zu anstrengend", denn Imogen Heap KOMMUNIZIERT DIREKT mit ihren Fans auf den unterschiedlichsten Platformen im Netz, was eine heute unschätzbar wichtige und wertvolle Künstler <-> Fan Beziehung aufbaut, erhält und letztendlich auch zum finanziellen Erfolg verhilft!
    Ihr Beispiel beweist u. a. auch im positiven Sinne, daß Künstler immer die Fans bekommen, die sie auch verdienen! ;-)

  • Vor 11 Jahren

    @ADSR (« Das spricht einfach dafür, daß ihre Fans sich TROTZ oder sogar WEGEN diesem wunderbaren "Vorhör-Service" erkenntlich zeigen und das Album dann auch prompt kaufen und nicht nur umsonst online hören (wollen)! »):

    Wo sind die Quellen dafür, daß das nicht die ganzen Leute bewerkstelligt haben, die sich das Album so oder so gekauft hätten? Imogen Heap ist ja nun wirklich keine unbekannte Größe in diesem Geschäft mehr (letztes Album war doch meines Wissens mindestens in den Top 5, wenn nicht sogar ganz an der Spitze ... bin zu faul, um nachzuschlagen) und kann auch auf eine entsprechende Fangemeinde zurückgreifen, unter denen bestimmt auch der eine oder andere ist, der gerne Geld in die Hand nimmt, um sich das Album zuzulegen.
    Dann darf man davon ausgehen, daß auch bei Imogen Heap und ihrer Plattenfirma mal wegen ihrer Kunst das eine oder andere Scheinchen reingeflattert kam und sie sich die Webseite und den Traffic und alles, was damit zusammenhängt, leisten konnten. Als absoluter Newcomer dürftest Du es da etwas schwerer haben.

    Zitat (« Außerdem ist Imogen Heap DAS Paradebeispiel für ALLE Künstler, die sich in der Welt von heute mit mp3 Streams und File-Sharing etc. auseinandersetzen müssen, welches erfolgreich aufzeigt wie zielgruppenspezifisches Marketing derzeit am besten läuft! ;-) »):

    Und was macht sie zu einem Paradebeispiel? Also, ich bin über "Ellipse" gestolpert, als ich mich bei laut.de umgesehen habe ... mich kann also das angeblich so zielgruppenspezifische Marketing nicht erreicht haben, sonst hätte ich mich schon früher im Plattenladen meiner Wahl gezielt nach dem Album erkundigt.

    Zitat (« An ihr hätten sich z. B. auch Lily Allen und Co. ein gutes Beispiel nehmen können, aber das war den verwöhnten Jüngelchen dann wohl "etwas zu anstrengend", denn Imogen Heap KOMMUNIZIERT DIREKT mit ihren Fans auf den unterschiedlichsten Platformen im Netz, was eine heute unschätzbar wichtige und wertvolle Künstler <-> Fan Beziehung aufbaut, erhält und letztendlich auch zum finanziellen Erfolg verhilft! »):

    Sorry, aber das ist ziemlicher Blödsinn. Da kenne ich Leute wie Gerd Schinkel, Michael Günther, Dirk Schulte, Stephan Graumann, cARSCHti, Bodo Wartke, Wolfgang Buck, in Maßen Burkhard Ihme, teilweise Ralph Schüller, früher auch mal Stephan Lenz, die allesamt über eine Plattform mit ihrer Zielgruppe kommunizieren und daraus vergleichsweise wenig Kapital schlagen konnten, wenn überhaupt. Gegenbeispiele erbracht. Paradebeispiel funktioniert nicht immer. Quod erat demonstrandum.

    Zitat (« Ihr Beispiel beweist u. a. auch im positiven Sinne, daß Künstler immer die Fans bekommen, die sie auch verdienen! ;-) »):

    Für mich ist das eine Ausnahme von der Regel, mehr erst mal nicht. Da braucht es schon ein bißchen mehr.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @skyvol (« @dein_boeser_Anwalt («

    wegen solcher wixxer wird ein genie wie leonard cohen mit 75 gezwungen, nochmals auf tour zu kommen.
    ich spucke auf euch erbärmlich geizkräglerische egomanen-kleingeister und krämerseelen! »):

    das hat mit diesen Wixxern überhaupt nichts zu tun

    "Fünf Millionen soll ihm seine Exmanagerin abgezwackt haben, so sagt es Cohen, so sagen es die Gerichte."
    http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/… »):

    das ist doch nur die ausgangslage.

    die 5 mio hätte er doch mit plattenverkäufen kompemsieren können, wenn noch jemnad kaufen würde.

  • Vor 11 Jahren

    @MarzipanFerkel (« ich glaube, die wirklichen erfolgreichen "künstler" haben nie dosenchappi gefressen. wenn du von anfang an nicht erfolg hast, bist du recht schnell weg vom fenster und wirst durch neue spinner ersetzt. und alle "großen" wurden erst auch nicht im gesetzten alter als stars entdeckt. die waren von anfang an eine hysterie-nummer oder eben nicht. wenn sie es nicht waren, erinnert sich heute keiner mehr an sie. »):

    jaja....von anfang an.....schreib lieber wieder pseudo-iribnische kommentare zu yellowpress themaen.
    die sind zwar auch ungenießbar, aber wenigsten nicht so unbeleckt jeder kompetenz.

    nur mal ein gegenbeispiel am rande:
    beatles - schön lecker bis '63 rumgeknappst und in hamburg in billigen nuttenkaschemmen gehaust.

    diese ganze lust am verallgemeinern, stereotypisieren und schablonieren wird das thema und den fred sicherlich nicht bereichern oder weiterbringen.

    mir persönlich geht es auch gar nicht um dubiose markanalysen von irgendwelchen dahergelaufenen, sondern um eine geisteshaltung und respekt vor der kunst an sich.

    demnächst rufen sie alle:

    "madam, lassen sie mich nur schnell die warhol.originale runterladen und die neuen romane von s. king! ich versichere dem künstler auch meinem respekt....achja.....und sagen sie der faulen sau, sie soll sich mal nen job suchen. sonst dauert das wieder so lang mit dem nächsten werk!"

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy (« @skyvol («

    wer Geld verdienen will soll ne gescheite Ausbildung machen und boeser_Anwalt werden. »):

    Ich weiss ja nicht wie viel Zeit du oder ein Jurist während dem Studium täglich seinem Fach gewidmet habt, aber bei mir warens täglich 12-14 Stunden... »):

    jaja, der schludrig langsame herr musikus mit begrenzter auffassungsgabe :D

  • Vor 11 Jahren

    Das leidige Thema Filesharing. Brisant, schwierig, aber eigentlich nötig. Auch unabhängig von einer Lilly Allen, die in ihrem Blog gegenwärtig durch ziemlich unreflektierte Aussagen Wellen schlagen konnte.

    "Raubkopierer" sind zunächst einmal keine Verbrecher. Schon allein nach gesetzlicher Definition nicht, aber vor allem im Realvergleich nicht. Es ist eben nicht exakt das gleiche, wenn ich dem Bäcker Brötchen stehle oder ein Lied herunterlade. Das eine ist begrenzt, das andere ist technisch unendlich reproduzierbar. Dieser Gesichtspunkt wird gerne ignoriert, obwohl er von immenser Bedeutung ist.

    Die "Raubkopie" störte die Musikindustrie sehr häufig. Kassettenaufnahmen waren der Ursprung und noch vor dem Durchbruch des Internets, war es die gebrannte CD. MP3 als Schlüsselcharakter, zum Teil durch die Musikindustrie mitfinanziert, wurde das Allzweckmittel. Der Musikindustrie ist daher sehr wohl vorzuwerfen, dass sie in diesen Jahren verschlafen hat und nun zaghaft versucht zwischen allen Angeboten irgendeine Lösung zu finden. Das Internet wurde komplett falsch eingeschätzt und ist nun rasant zum großen Feind geworden.

    Schlicht kann man sagen, dass auch mir keine große Lösung einfällt. Die Zeitungen sind ebenso bedroht. Das bedeutet, es ist einfach eine Folge des Internets. Man kann nun soweit gehen und sagen, dass eine Industrie stirbt und das nun einmal der Fall ist. Dass es nun eben ein Gut gibt, dass sich nicht mehr im herkömmlichen Sinne verkaufen lässt. Und dieser Gedanke ist vielleicht auch einfach nicht so falsch. Vielleicht muss man eben einsehen, dass die CD bis auf treuen Fans niemanden mehr so wirklich interessiert. Vielleicht ist der Musiker eben zukünftig "nur" Liveact, schaltet Werbung auf der Homepage und wird nur in seltenen Fällen zum Megastar. Vielleicht muss der Musiker zukünftig eben nebenher arbeiten. Das machen sehr viele so und es gibt hunderte brillianter Kurt Cobains da draußen, die nie groß rauskommen und ihre Musik aus Liebe machen, aber dafür nebenbei auch einer Berufung nachgehen. Das ist die freie Marktwirtschaft: Kein Kunde? Kein Bernie Maddoff? -> Kein Geld. Sie zerstört die Kunst nicht, sie macht sie im Gegenteil sogar für viel mehr Menschen verfügbar. Das ist in dieser Hinsicht also auch mal gut zu werten.

    Es ist ein bisschen so, dass die ganzen Menschen und die Plattenfirmen (verständlicherweise) alten Zeiten sehr nachhängen. Das ist eben nicht förderlich. Die CD existiert nicht mehr. Menschen wollen bestimmte Lieder und keine Alben. Das finde ich persönlich unglaublich schade, aber es ist nun mal die Wahrheit. So. In diesem Hinblick muss man eben die Generation analysieren, sie verstehen lernen und aufhören, sie als Kriminelle zu beschimpfen.

    Natürlich finde ich es mies, dass einige Künstler hart arbeiten und irgendwelche Leute deren Werke einfach unbefragt nehmen. Ich gebe aber zu, auch den ein oder anderen Song geladen zu haben. Und ich habe mir das Album sicherlich nicht bei allen hinterher gekauft. Leute wie Trent Reznor sagen beispielsweise, dass Filesharing eine gute Möglichkeit ist, Menschen auf dich aufmerksam zu machen und so Konzertpublikum zu finden. Das klappt schon heute bei sehr vielen Bands. Allein die Bandszene in Brüssel, die komplett auf MySpace basiert, ist da ein gutes Beispiel (Stichwort und tolle Band: Pandora).

    Die Frage ist eher: Bleibt es bei Merch und Liveshows? Ich weiß es nicht. Ich denke, man kann bessere Lösungen finden. Wir müssen nur im Vergleich aber auch sehen, wer bisher tatsächlich von CD-Verkäufen profitierte. Das war einmal die Plattenfirma, die allerdings auch alle Unkosten trug. Einige Künstler konnten von ihrem Geld leben, andere besser, andere ausgezeichnet. Heute sind das Ausnahmeerscheinungen wie Tokio Hotel, die auf der Sphäre noch Geld scheffeln. Das heißt, dass es auch nicht diesen großen Unterschied gab. Das Dilemma ist für mich eher, dass ein Künstler seine Musik nicht vor der Masse schützen kann. Nicht aber, dass er kein Geld verdient, denn das ist mit Verlaub einfach sein Pech.

    Wie hat sich aber die Medienwelt gewandelt? Wo früher noch die Rollin Stone gelesen wurde, um die Alben zu kaufen, verlinkt man heute ein YouTube-Video. In Deutschland gibt es kein echtes MTV mehr. VIVA und Radios sind in der Hinsicht auch zu vergessen. (Österreich ist hier anders, die Filesharingdichte scheint dort auch geringer zu sein, habe allerdings keine Daten dazu.) Das heißt, dass allein die Wahrnehmung der Popkultur einem Wandel unterzogen wurde. Dass sich die Art und Weise, Kunst zu betrachten, von früheren Formen unterscheidet. Wenn die früheren Konturen wie MTV, Musikzeitschriften, etc. nicht gegeben sind, so ist auch die alte Art Geldzuverdienen nicht gegeben.

    Probleme könnte man vielleicht lösen, wenn man das Potenzial des Internets ausschöpfen würde. Niemals war es so einfach, so viele Menschen auf etwas aufmerksam zu machen. Wir brauchen doch keine Konzertplakate in der Stadt mehr. Eine virale Kampagne und die Hallen könnten voll sein.
    Ebenso muss man den Menschen Boni geben, damit sie etwas kaufen, statt es irgendwo gratis zu laden. Ich könnte mir soetwas wie einen Rabatt bei Konzerttickets für jeden Albumkauf vorstellen. Aber nicht jede Band tourt, blabla..

    Und vielleicht darf man ab und an auch ein paar Lichtblicke wahrnehmen. iTunes ist ein großer Erfolg, sogar ohne DRM.

    Am Ende ist Musik doch die Kunst, die wir genießen.

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy (« @caliban (« @mr_bad_guy («
    Am Anfang. Aber die Beschäftigung mit Musik c.a. 12 Stunden /Tag über einige Jahre hinweg, die für eine gewisse Professionaliät notwendig ist, will schließlich irgendwie finanziert werden.... »):

    Wie gesagt, für das materielle Auskommen müsste schon gesorgt sein...
    Charlie Parker hat seine Kunst auch nicht gelernt, weil es sich lohnte in irgendwelchen Schneisskneipen zu spielen. Er hat es gelernt, weil er das Saxophon liebte. »):

    Aber er hätte es nicht getan (nicht tun können) wenn er nicht auch gleichzeitig davon leben hätte können. (und Musiker war damals für einen Afroamerikaner sicherlich nicht die schlechteste Wahl) »):

    Der hat sein Geld aber nicht mit Plattenverkäufen gemacht.

  • Vor 11 Jahren

    @skyvol (« @mr_bad_guy (« @caliban (« @mr_bad_guy («
    Am Anfang. Aber die Beschäftigung mit Musik c.a. 12 Stunden /Tag über einige Jahre hinweg, die für eine gewisse Professionaliät notwendig ist, will schließlich irgendwie finanziert werden.... »):

    Wie gesagt, für das materielle Auskommen müsste schon gesorgt sein...
    Charlie Parker hat seine Kunst auch nicht gelernt, weil es sich lohnte in irgendwelchen Schneisskneipen zu spielen. Er hat es gelernt, weil er das Saxophon liebte. »):

    Aber er hätte es nicht getan (nicht tun können) wenn er nicht auch gleichzeitig davon leben hätte können. (und Musiker war damals für einen Afroamerikaner sicherlich nicht die schlechteste Wahl) »):

    Der hat sein Geld aber nicht mit Plattenverkäufen gemacht. »):

    Du meinst also, die ca. 120 Alben, die ich von ihm oder mit seiner Beteiligung im Regal stehen habe, sind nur aus Lust und Liebe entstanden?

    Parker war praktisch lebenslang ein Junkie. Er hat ständig Geld gebraucht und daher auch alles gemacht, was Geld gebracht hat. Hätte er mit Plattenaufnahmen nicht so viel verdient, wäre er wohl kaum bei diesen ganzen Sessions angetreten.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @skyvol (« @mr_bad_guy (« @caliban (« @mr_bad_guy («
    Am Anfang. Aber die Beschäftigung mit Musik c.a. 12 Stunden /Tag über einige Jahre hinweg, die für eine gewisse Professionaliät notwendig ist, will schließlich irgendwie finanziert werden.... »):

    Wie gesagt, für das materielle Auskommen müsste schon gesorgt sein...
    Charlie Parker hat seine Kunst auch nicht gelernt, weil es sich lohnte in irgendwelchen Schneisskneipen zu spielen. Er hat es gelernt, weil er das Saxophon liebte. »):

    Aber er hätte es nicht getan (nicht tun können) wenn er nicht auch gleichzeitig davon leben hätte können. (und Musiker war damals für einen Afroamerikaner sicherlich nicht die schlechteste Wahl) »):

    Der hat sein Geld aber nicht mit Plattenverkäufen gemacht. »):

    Klar. Der hat die alle verschenkt.

  • Vor 11 Jahren

    @Skywise («
    Du meinst also, die ca. 120 Alben, die ich von ihm oder mit seiner Beteiligung im Regal stehen habe, sind nur aus Lust und Liebe entstanden?

    Parker war praktisch lebenslang ein Junkie. Er hat ständig Geld gebraucht und daher auch alles gemacht, was Geld gebracht hat. Hätte er mit Plattenaufnahmen nicht so viel verdient, wäre er wohl kaum bei diesen ganzen Sessions angetreten.

    Gruß
    Skywise »):

    Du hast alleine 120 Alben von und mit diesem Typen in deinem Schrank stehen? Also ich weiss nicht wie es dir geht, aber wenn man ein Studentendasein fristet, dann ist es unmöglich so viel Geld für Platten aufzuwerfen! Was sollten dann deiner Meinung nach diese Menschen tun? Dürfen sie diese Musik nicht hören, nur weil sie ihr Geld für das Abendbrot ausgeben, anstatt für Platten? Deine Logik hinkt.

  • Vor 11 Jahren

    mir kommen die tränen :cruxy:

    ach komm, als ob ihr die erste studentengeneration on earth seid.

    j e d e studigeneration (und im moment ohnehin fast jeder von uns hier im land) war/ist finanziell am arsch! nothing new!

    hat man deshalb in den 60ern ohne jeden respekt reihenweise die scheiben der doors/stones/beatles geklaut?

    in den 70ern pink floyd ausgeraubt?

    in den 80ern jackson?

    nö! man hat sich gegenseitig abgesprochen, scheiben gekauft, gegenseitig privat kopiert, geliehen etc.
    ebenso gab es mehr stoff in second hand läden etc?

    oder eben mal ne woche nur toast gegessen und kein bier gekauft, wenn man die neue nick cave haben wollte (gut, das war jetzt ein sehr persönliches beispiel)

    war man damals mehr hinter dem mond?
    nö!
    hat man mehr verpasst, auch, wenn man auf zack war?
    nope!

    wenn man das alles aber atavistisch verlernt bzw nie gelernt hat, weil man schon in ein system des "ich drück dann mal aufs knöpfchen und durch zauberhand kommt die mucke, ätsch!" hineinwächst, hat man es möglicherweise schwerer (wie ein dackel im wald unter wölfen).

    das ändert aber nichts an der prämisse.

    bequemlichkeit heilt keine moralisch/egoistischen mängel, wenn es um die leistung und das eigentum anderer geht, nur weil man e s k a n n !

    demnächst rufen sie alle:

    "madam, lassen sie mich nur schnell die warhol.originale runterladen und die neuen romane von s. king! ich versichere dem künstler auch meinem respekt....achja.....und sagen sie der faulen sau, sie soll sich mal nen job suchen. sonst dauert das wieder so lang mit dem nächsten werk!"