Universal und Virgin bieten in England gemeinsam eine Flatrate für Musik-Downloads an. Preise und Starttermin des Angebots stehen noch nicht fest.

London (hohl) - Der britische Provider Virgin Media will in England ab Ende dieses Jahres eine Download-Flatrate anbieten. Für einen nicht genannten Preis soll sie den Nutzern ermöglichen, beliebig viele Musikstücke aus dem Angebot zu hören und herunterzuladen. Als ersten Partner konnte Virgin das Major-Label Universal Music gewinnen, mit weiteren Partnern (darunter auch einige "Indies") wird gegenwärtig verhandelt.

Angebotene Musik ist DRM-frei

Dabei verzichtet Virgin - anders als zum Beispiel die "Music Flatrate" von Napster - weitestgehend auf digitales Rechtemanagement. Lieder können also nicht nur unbegrenzt gehört, sondern beispielsweise auch auf den MP3-Player oder das Handy übertragen werden, ohne dass dafür erneute Kosten anfallen.

Mit einem günstigeren Einsteigertarif lockt man Kunden, die nur gelegentlich auf das Angebot zugreifen wollen. Hier ist die Zahl der Downloads beschränkt.

Flatrate als Mittel gegen Filesharing

Natürlich steckt hinter dem Konzept auch der Versuch, die Online-Piraterie und die illegale Verbreitung von Stücken aus dem Universal-Katalog weiter einzudämmen. Universal handelte im Gegenzug für die Teilnahme ein Entgegenkommen von Seiten Virgins aus: Der Provider wird drastischere Maßnahmen im Kampf gegen die Online-Piraterie einleiten. Wie diese genau aussehen, ließ der Breitbandanbieter allerdings nicht verlauten.

"Die Speerspitze einer neuen Ära"

Virgin-Chef Neil Berkett sieht das Angebot schon jetzt als konkurrenzlos gut an. Er bezeichnete das Konzept als "gerechtes Geschäft" und "die Speerspitze einer neuen Ära". Ein genauer Termin zum Start der Flatrate steht noch nicht fest, noch aber in diesem Jahr soll das Angebot verfügbar werden.

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29 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    ... wenn die Qualität stimmen sollte ... WAV wäre zum Beispiel schon ganz schön ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 12 Jahren

    @lutzr (« @Anonymous (« Musik als Wegwerf-Schnellkonsumeinheit. Runterladen - Zwei Tage hören- Vergessen.

    Aber die Richtung war ja dank des Internets und Möchtegerninternetpiraten nicht mehr abzuwenden.
    Hauptsache Flatrate, unbegrenzt Zugriff und laden, laden, laden. Da muß die Industrie natürlich stets für Nachschub mit gesignten Schrottacts und in Rekordzeit produzierter Plastikmusik sorgen! »):

    leider hat er da teilweise recht....scheiße.... »):

    Als wäre es jetzt irgendwie anders... abgesehen von denen, die keinen rapidshare oder usenet-Zugang haben, haben wollen oder nicht über das entsprechende Wissen verfügen

  • Vor 12 Jahren

    @Anonymous (« Musik als Wegwerf-Schnellkonsumeinheit. Runterladen - Zwei Tage hören- Vergessen.

    Aber die Richtung war ja dank des Internets und Möchtegerninternetpiraten nicht mehr abzuwenden.
    Hauptsache Flatrate, unbegrenzt Zugriff und laden, laden, laden. Da muß die Industrie natürlich stets für Nachschub mit gesignten Schrottacts und in Rekordzeit produzierter Plastikmusik sorgen! »):

    Das ist doch heute schon so und wird durch diesen Schritt eher aufgewertet. Vielleicht wird so manchem "illegalen Downloader" dadurch ein Argument geliefert um in Zukunft für Musik zu zahlen.

    Ich begrüsse die Sache auf jeden Fall...

  • Vor 12 Jahren

    Nö, auch komplett ohne Majors und der "industrie" wird es weiterhin vielfältige Musik in großer Menge geben.

    Die Leute hören ja nicht auf Musik zu machen, nur weil Virgin-Universal-BMG-wat-weiß-ich pleite geht..

  • Vor 12 Jahren

    @lautuser (« Nö, auch komplett ohne Majors und der "industrie" wird es weiterhin vielfältige Musik in großer Menge geben. »):

    Die wird es aber auch weiterhin geben, selbst wenn die Majors weiterbestehen.

    Zitat (« Die Leute hören ja nicht auf Musik zu machen, nur weil Virgin-Universal-BMG-wat-weiß-ich pleite geht.. »):

    BMG ist schon seit einigen Monaten raus aus dem Spiel.
    SPV hat übrigens vor drei Wochen Insolvenz angemeldet ... das Sterben scheint also bei den kleineren, aber trotzdem etablierten Labels loszugehen, nicht bei den Majors ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 12 Jahren

    @Skywise (« @lautuser (« Nö, auch komplett ohne Majors und der "industrie" wird es weiterhin vielfältige Musik in großer Menge geben. »):

    Die wird es aber auch weiterhin geben, selbst wenn die Majors weiterbestehen.

    Gruß
    Skywise »):

    Deswegen schrieb ich ja auch _weiterhin_.. ;)