Der Bassist soll seine Freundin geschlagen haben und wurde nach vierstündiger Belagerung von einer Spezialeinheit verhaftet.

Los Angeles (dtm) - Nick Oliveri, derzeit Bassist bei der Wüstenrock-Dampframme Kyuss Lives!, wurde am Dienstag Abend von einem S.W.A.T.-Team in Los Angeles verhaftet. Am Vorabend soll er während eines Streits seine Freundin geschlagen haben, die daraufhin das Weite suchte. Als sie am nächsten Tag ihre Sachen holen wollte, kam es erneut zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Ein Nachbar rief die Polizei.

Spezialeinheit umstellte Oliveris Haus

Oliveri ließ die Beamten jedoch nicht ins Haus und hielt es für eine gute Idee, sich und seine Freundin einzuschließen. Daraufhin rückte eine S.W.A.T.-Spezialeinheit an, die Oliveris Wohnung umstellte. Zwei Stunden später ließ der Bassist zunächst seine Freundin frei, nach weiteren zwei Stunden stellte er sich selbst.

In seiner Wohnung wurde ein Gewehr gefunden. Nachdem Olivieri eine Kaution von 100.000 Dollar bezahlte, kam er wieder auf freien Fuß.

Ex-Bassist Scott Reader: Absage per Facebook

Heute Abend treten Kyuss Lives! beim belgischen Dour-Festival auf. Ob Oliveri dort auf die Bühne steigen wird, ist nicht bekannt. Eine offizielle Stellungnahme der Band zu dem Vorfall existiert bislang nicht.

Der ehemalige Kyuss-Bassist Scott Reeder hat über Facebook vorsichtshalber schon mal klargestellt, dass er es nicht sein wird: "Um die große Frage zu beantworten: Nein, ich wurde bisher nicht gefragt ob ich einspringen will. Ich wette, sie werden den Garcia Plays Kyuss-Typen fragen, der meines Wissens eh nen Steinwurf vom Festival entfernt wohnt. Ich bin sicher, er ist nicht so verrückt wie Nick und nicht so übellaunig wie ich. Und im Gegensatz zu mir hat er wahrscheinlich einen gültigen Reisepass."

Josh Homme: "Ich war schon mit 14 bei Kyuss"

Nick Oliveri hat sich seinen Ruf als Hitzkopf der Alternative-Szene hart erarbeitet. Im Jahr 2004 trennte sich QOTSA-Sänger Josh Homme von seinem damaligen Bandkollegen wegen dessen unberechenbaren Verhaltens. Kurz darauf verpasste Oliveri während eines Mondo Generator-Auftritts im süddeutschen Trossingen dem örtlichen Mischer eine blutige Nase (laut.de-Erlebnisbericht siehe Surftipps).

Der nicht am Kyuss-Comeback teilnehmende Homme erklärte derweil im aktuellen Musikexpress, warum die Tour seiner Ex-Kollegen ohne ihn über die Bühne ging: "Weil ich keine Lust habe. Verstehen sie mich nicht falsch: Ich wünsche John und Nick nur das Beste. Ich gönne ihnen den Erfolg, deshalb sollen sie es ruhig machen. Allerdings ohne mich. Denn was die meisten Leute nicht verstehen, ist, dass ich schon mit 14 bei Kyuss war. Und ich möchte nicht noch einmal das machen, was ich schon mit 15 gemacht habe."

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10 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    bruenzi interessierts vierfachst....

  • Vor 7 Jahren

    @avon (« Nick ist nunmal verrückt, aber seine Art war für Kyuss und QOTSA wirklich passend da sie Aggressivität reinbrachte, die den letzten QOTSA-Alben(willkürlich oder unwillkürlich)fehlte. Keine Ahnung ob du Kyuss in damaliger Besetzung je live gesehen hast, aber Kyuss lives waren schon ziemlich gut, auch ohne Oliveri oder Reeder. Denn schwer nachzuspielen sind diese Basslininen ja wohl kaum. »):

    ich habe nur "garcia play kyuss" live gesehen, videos von "kyuss lives". die bass lines auf "sky valley" sind sicher nicht das komplexeste, was je gespielt wurde, aber ich empfand immer, dass Reeders stil 'saftiger' und einfach drönender daherkam, vor allem in den live videos der sky valley besetzung, die du im netz finden kannst.
    ich empfand auch von den gitarren her, dass Hommes in den sky valley live auftritten verdammt viel besser klang, als der momentane gitarrist. aber wie viel davon einbildung ist, gerade bei dem legndären status von kyuss, ich weiß es nicht... ;)

  • Vor 7 Jahren

    @ bruenzi? Dumme Frage. Die sind auf Tour und wenn der Verrückte wegfällt, treff ich ihn dieses Mal nicht in der Cobra Bar! Natürlich ist das interessant.