Am kommenden Freitag erscheint das neue Kreator-Album "Hordes Of Chaos". Anlässlich einer Pressevorführung in Essen sprach Kreator-Fronter Mille Petrozza dieser Tage mit laut.de über die Hardcore- und Thrash-Einflüsse auf der neuen Scheibe, aber auch über Politik.

Deutliche Sympathien empfindet …

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  • Vor 11 Jahren

    Was Ton Steine Scherben angeht: Viele Linke haben es ihnen übel genommen, dass sie sich später einem breiten Publikum geöffnet haben und nicht mehr nur politisch waren, sondern einfach auch mal gefälligere Texte gemacht haben. Das war übrigens bewusst, weil sie sich von den Linken vereinnahmt fühlten.
    Die Linken waren daraufhin natürlich noch angepisster und Mille scheint da ein wenig nachtrageng zu sein.

    Und nachdem die Band dann pleite war und Rio alleine weitergemacht hat, war's dann eh vorbei mit der Sympathie.

    Man kann sagen, Rio Reiser ist sowas wie der frühe Eißfeldt, sobald er merkt, dass die Linken ihn für sich alleine haben wollen, hängt er sich ja auch 'ne Deutschlandfahne um, nicht, weil er das geil findet, sondern um seinen Anspruch von Eigenständigkeit zu unterstreichen. Durchaus nachvollziehbar und gut.

    EDIT: So oft, wie ich "Die Linken" schreibe, das klingt ja, als ob ich von der Jungen Union wäre, hilfe! Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von der Jungen Union.

  • Vor 11 Jahren

    Na, wenn Kreator die Tagesthemen des Metal sein sollen, dann les ich mir das Interview ganz sicher durch. Ich steh auf die Tagesthemen.

  • Vor 11 Jahren

    @eddy (« Ihr ganzen Vollhupen, wartet doch mal ab, bis das Interview online ist. Da sagt Mille ganz klar, dass er hier nur SEINE EIGENE MEINUNG vertritt und dass er die Weisheit auch nicht micht Löffeln gefressen hat. Meine Fresse, was hier auch einmal an Politikwissenschaftlern rumrennt, ist ja echt kein Spaß mehr und vor allem der werte Herr lautuser scheint ja bestens informiert zu sein, über die Programme von McCain und Obama ... Mal abgesehen davon, dass man sich in USA genauso wenig an ein Wahlversprechen halten muss, wie in Deutschland, sind die effektiven Programmunterschiede beider Parteien mittlerweile lächerlich gering! »):

    na endlich mal wieder ein sprödes lebenszeichen von dir. dafür hat sich die diskussion ja gelohnt. :D

    aber echt mal....mit ner nachprüfbar schwachsinnigen verunglimpfung von den scherben kann man sich auch nicht mehr hinter der meinungsfreiheit verstecken.

    das ist genauso dumm, wie zu sagen: ich bin der meinung, dass 2 und 2 = 5 ist.

    so unnötige selbstdemontage als geiler musiker....ärgerlich

  • Vor 11 Jahren

    Wenn Radiohead behaupten, 2+2=5 ist es aber wieder cool.

  • Vor 11 Jahren

    @Kukuruz (« Der designierte Präsident besticht ja vor allem durch die Zusammenstellung seines Regierungsteams und seiner Berater. Da war vor allem Brzezinski, der alte kalte Krieger, Geostratege und Autor eines Bestsellers namens "Die einzige Weltmacht" so ein Punkt, der bei mir wirklich erhebliche Skepsis hervorgerufen hat. »):

    Wie auch immer der Herr Brzezinski in den 60ern und 70ern gewesen sein mag (der Gute ist über 80), er hat sich jedenfalls ziemlich heftig gegen den Golf- und gegen den Irakkrieg geäussert, und das macht ihn mir äusserst sympathisch. Sein "Tittytainment" ebenso, der Mann denkt keine halben Sachen.

    Ob sich Musiker politisch äussern oder nicht ist mir persönlich schnurz.

  • Vor 11 Jahren

    Brzezinskis Hauptwerk "The Grand Chessboard" ist 1997 erschienen und dann später als "Die einzige Weltmacht" in Deutsch. Das ganze Denkgerüst ist also nicht sooo unaktuell.

    Natürlich äußert er sich gegen den Irakkrieg ... weil er darauf setzt, dass sich andere die Köpfe für die Vormachtstellung der USA einschlagen. Deshalb auch früher seine Unterstützung für die Roten Khmer oder die Taliban oder wen immer aktuell.

    Inzwischen sind ja auch leider einige verschwörungstheoretische Bücher in Deutschland bezüglich Obama/Brzezinski auf dem Mark (von Tarpley namentlich) ... ich bin aber inzwischen davon überzeugt, dass Obama wirklich einen radikalen Neubeginn einleiten wird.

  • Vor 11 Jahren

    @Kukuruz (« [...]
    ... ich bin aber inzwischen davon überzeugt, dass Obama wirklich einen radikalen Neubeginn einleiten wird. »):

    Radikal wird es auf jeden Fall werden :rolleyes:

  • Vor 10 Jahren

    So kann man sich irren: Noch im November 2008 erschien unter der Überschrift "Obama bedeutet Krise und Krieg" auf der Website des Kopp-Verlags (welcher das Buch "Barack Obama - Wie ein Präsident gemacht wird" von Tarpley herausbrachte) ein Interview mit dem Journalisten Wisnewski, in welchem es hieß:

    Zitat («
    Zunächst mal ist von Bedeutung, dass derselbe Russenfeind und Kriegstreiber heute Barack Obamas außenpolitischer Berater ist. Brzezinski ist ein führender Mann der Trilateralen Kommission, welche die Kräfte Europas, Japans und der USA bündelt. Daran merkt man schon, wer hier außen vor steht, nämlich Russland. Brzezinski steht für eine kompromisslose Linie gegenüber Russland und gilt als Provokateur für den – letztlich fatalen – Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan 1979...
    Tarpley sieht in der Krise zwischen Russland und dem westlich orientierten Georgien bereits einen Vorgeschmack auf das, was durch die Machtübernahme Brzezinskis – des eigentlichen Hintermannes von Obama – noch kommen könnte. »):

    Inzwischen haben sich die USA auch offiziell von ihren Stationierungsplänen in Polen und Tschechien (und Russland jüngst von den in Kaliningrad/Königsberg) verabschiedet. Das hat vermutlich auch mit der finanziellen Situation der USA zu tun sowie damit, dass die USA Russland als Verbündeten zum Druck machen gegen den Iran brauchen.