Heiko Maas, Antilopen Gang, Retrogott äußern sich zum Echo. Klaus Voormann und das Notos Quartett geben ihre Preise aus Protest zurück.

Konstanz (wink) - Jetzt, wo der Zirkus eigentlich vorbei ist, verspüren plötzlich noch andere außer Campino das Bedürfnis, sich öffentlich über die Echo-Verleihung im Allgemeinen und Kolle & Bang im Besonderen zu äußern.

Ein erstes Zeichen setzt der WDR, der seinen Standpunkt unmissverständlich klar macht, indem er das Gewinner-Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" auf den Index setzt. Das Handelsblatt zitiert aus einem vom Intendanten Tom Buhrow initiierten Brief an die Kölner Bürgerin Malca Goldstein-Wolf. Darin heißt es, "dass in unseren Radioprogrammen keine Musik aus der betreffenden Albumreihe ‚Jung, brutal, gutaussehend‘ der beiden Musiker gespielt wird"". Selbiges gelte auch für das WDR-Jugendradio 1Live, das "grundsätzlich zwar sehr offen für deutschen Rap" sei, "im konkreten Fall aber eine Ausstrahlung als unvereinbar mit öffentlich-rechtlichen Programmgrundsätzen eingeschätzt" habe. "Auf die Nominierung bei den Echo-Awards haben wir jedoch keinen Einfluss, da der WDR nicht Veranstalter der Show ist."

Die Antilopen Gang postet ihre Meinung auf Facebook und bezeichnen Kollegah als "faschistischen Agitator" mit Aluhut-Tendenzen. Ihnen ist die Diskussion um die Auschwitz-Zeile zu eindimensional. Stattdessen lenken sie den Blick auf auf Kolles "Wahn einer zionistischen Weltverschwörung":

Retrogott hat auch Lesenswertes beizutragen. So analysiert er die Hip Hop-Szene und macht sich Gedanken über die dort hochgehaltenen Ideale. Die Rap-Journaille bekommt ebenfalls ihr Fett weg.

Das Notos Quartett, die letztjährige Gewinner der Kategorie Klassik Newcomer, verdeutlichen ihre Ansicht mit der Rückgabe des Preises.

Am Montag Nachmittag gab dann auch noch Klaus Voormann seinen Echo zurück - den Preis für sein Lebenswerk hatte er erst am Donnerstag von Wolfgang Niedecken entgegen genommen. In seiner vom Spiegel zitierten Begründung wirft er den Verantwortlichen vor, sie hätten Niedecken und ihn ins "offene Messer laufen" lassen. Mit der Rückgabe wolle er sein "Unverständnis ausdrücken gegenüber der Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit aller verantwortlichen Beteiligten".

Und dann wäre da noch Bundesaußenministers Heiko Maas, der schon in der Nacht der Echoverleihung seine Meinung via Twitter unters Volk brachte. Abgesehen von jeder Menge Zuspruch, finden sich auch Kommentare, die eine andere Sichtweise widerspiegeln:

Fotos

Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang

Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Kollegah, Die Toten Hosen und Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger)

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7 Kommentare mit 54 Antworten

  • Vor 3 Monaten

    Der WDR wird "Jung Brutal Gutaussehnend" nicht mehr im Radio spielen: Das ist zweifelsohne ein Stich ins Herz (=Bankkonto) von Kollegah und Farid Bang.
    Ein effektives Signal wäre die "echte" Indizierung durch die BPjM noch im Vorfeld der Verleihung gewesen, denn dann hätten die Veranstalter die Nominierung annullieren müssen und das Album wäre auch von Amazon etc. verschwunden - und mehr Kids könnten ihr Geld sinnvoll ausgeben, zum Beispiel für Drogen.

    • Vor 3 Monaten

      absolut richtig.

    • Vor 3 Monaten

      @Ohrenschmalz:
      Na ja, aber Indizierung ändert doch nichts an den früheren Verkaufszahlen, oder? Da, vielleicht mal abgesehen von den Lebenswerk- oder Nachwuchs-Bembeln die Kernaussage des ECHOs eher auf der Ebene lief "Ihr liefert die Rotze, wir liefern euch einen Preis, in den ihr sie einwickeln und einfrieren könnt", glaube ich nicht, daß eine Indizierung wirklich diese Folgen gehabt hätte. Hätte vermutlich auch dem Geisterbahnfaktor des Preises zu sehr geschadet.
      Gruß
      Skywise

    • Vor 3 Monaten

      Die Zielgruppe hat die Deluxe Premium Special Platinum Ultimate Hustler Edition des Albums schon seit Tag 1 im Kinderzimmer stehen, aber eine Indizierung hätte zumindest die Echo-Nominierung verhindert. Die aktuellen Verkaufszahlen werden kaum noch der Rede wert sein, aber die Abrufzahlen des Songs dürften von dem Trubel noch einmal profitiert haben.
      Bei Rap-Alben ist tatsächlich nur eine Indizierung per Eilverfahren effektiv und nicht erst nach drei Jahren wie bei "JBG 1".

    • Vor 3 Monaten

      die BPJM darf ohne antrag nicht tätig werden. insofern können die, soweit ich das sehe, nichts tun. es müsste jemand einen solchen stellen. befremdlich, dass das nicht passiert ist.

    • Vor 3 Monaten

      Extrem befremdlich, denn es zeigt, dass jeder der Plärrer nur maximale Aufmerksamkeit für sich wollte. Ansonsten hätte man ja den Antrag einfach stillschweigend vor 2 Monaten stellen können. Insofern eine Hammer Promo für alle Beteiligten.

    • Vor 3 Monaten

      da bin ich nicht sicher. die meisten musiker wissen nicht um das detail, dass die bpjm nicht von sich aus ermitteln kann. die sind sich der rechtlichen hürde "antragserfordernis" in der regel nicht bewusst und vermuten, die prüfstelle checkt selbständig alles ab.

      und ob promo oder nicht führt auch immer vom inhalt weg. entscheidend ist doch, ob es taugt, was gesagt wird und im interesse der diskriminierten einen gegenwind herauf beschwört. und die argumente der antilopen etwa machen ganz bewusst den breiten zusammenhang im sinne einer überfälligen gesamtgesellschaftlichen diskussion auf. so ein effekt kann ja nur willkommen sein.

    • Vor 3 Monaten

      Zumindest die Antilopen Gang halte ich für gebildet genug zu wissen, dass sich die BPJM nicht jeden Freitag hinsetzt und alle neu erschienen Alben durchhört, Bücher durchliest und Filme anschaut. Und Campino, der jahrzehnte lang im Business tätig ist...nun ja.

      Mein Problem bei solchen Geschichten ist: Was wäre, wenn es keinen Echo für JBG und keine Einladung gegeben hätte? Wäre dann auch nur ein Mucks verloren worden? Vermutlich nicht, die Texte hätten trotzdem gestanden. Egal wie man es dreht und wendet, es bleibt dabei, dass hier mal wieder alle profitieren. Der Echo durch höhere Quoten und mehr Presse und Aufmerksamkeit, alle Beteiligten durch mehr Aufmerksamkeit, und selbst die geschassten Kollegah und Farid Bang werden vermutlich nochmal eine gehörige Umsatzsteigerung erfahren haben.
      Dadurch erhält der gesamte Diskurs einen schalen Beigeschmack und erscheint in meinen Augen arg konstruiert und von allen Seiten gewollt.

  • Vor 3 Monaten

    Dieser Kommentar wurde vor 3 Monaten durch den Autor entfernt.

  • Vor 3 Monaten

    "Der Verzicht auf die Diskriminierung andersdenkender, -liebender oder -glaubender ist keine Zensur, sondern moralisches Handeln, zu dem auch die Kunst Übergänge hat."

    Ding, ding, ding, ding! Der Kandidat hat die volle Punktzahl.

  • Vor 3 Monaten

    hier auch gelungene deutliche worte von ben salomo; auch schön das scheinargument mit "battlerap" entlarvt:

    "Die beiden fallen ja nicht das erste Mal auf: Ich kriege gerade bei Kollegah und auch bei vielen anderen mit, dass es eine Obsession zu geben scheint, die auf eine bestimmte Ideologie bei ihnen hindeutet. Kollegah nutzt in seinen Videos antisemitische Symbole und Sprachcodes. Im Video zu "Apokalypse" trägt der Diener des Teufels einen Davidstern – das Symbol der Juden. Er stellt sich darin eine Welt vor, die friedlich koexistiert – ohne Juden. Ob er wirklich ein Antisemit ist, möchte ich nicht beurteilen, weil ich ihn nicht persönlich kenne. Aber er ist jemand, der anscheinend an viele antisemitische Verschwörungstheorien glaubt, die seine innere Einstellung einfärben. Er reiht sich damit ein in eine Bewegung, die Israel das Existenzrecht abstreitet. Das ist antisemitisch."

    Kollegah und Farid Bang verteidigen sich, dass es im Battle-Rap eben hart zugehe und jeder was abbekommt. Sie organisieren selbst Battle-Rap-Veranstaltungen – ist es da normal, dass es auch gegen Juden geht?

    "Im Battle-Rap schießt man in alle Richtungen. Das ist sein Wesen, es ist hart. Nur gibt es einen großen Unterschied zu dem was die Beiden machen: Wenn man einen wirklichen Gegner auf der Bühne hat, der einen bestimmen Hintergrund mitbringt, dann ist es klar, dass man diesen Hintergrund angreift. Wenn der nächste Gegner kommt, greift man dessen Hintergrund an. So bleibt alles zwar dennoch geschmacklos, aber wenigstens in einer Art Gleichgewicht. Diese Rapper aber, haben nur einen imaginären Gegner, ich frage mich deshalb, wieso richten sich Ihre Angriffe derartig obsessiv an eine bestimmte Gruppe und bedienen immer wieder dieselben antisemitischen Ressentiments? Eine Antwort wäre, dass viele Rapper in den letzten Jahren gemerkt haben, dass man mit solchen Äußerungen in Deutschland sehr gut polarisieren kann. Dazu gibt es viele Menschen hier, die derartigen Äußerungen zustimmen. Heute reicht es aus, als mittelmäßiger Rapper einen Anti-Israel-Song zu machen und sich mit Palästina zu solidarisieren. Schon giltst du als Ehrenmann."
    https://www.morgenpost.de/kultur/article21…

    • Vor 3 Monaten

      Ironischer Weise hat ja "pilz" nen arschvoll Morddrohungen und ähnliches bekommen, als sie diese "Fick mich auf dem gebetsteppich"Line mit aufgesetztem Kopftuch gebracht hat. Angeblich hält der h8 ja an. Und da war es ja auch "nur battlerap" ähnlich auch die Reaktion von Farid und Anhang auf MOKs Kopftuch Line ggn farids Mama :whiz: manchmal ist man dann halt doch erschreckend Dünnhäutig in der ach so hatten und tabulosen battlerap-szene :saint:

    • Vor 3 Monaten

      "manchmal ist man dann halt doch erschreckend Dünnhäutig in der ach so harten und tabulosen battlerap-szene "

      Naja, weiß ich nicht, ob das so erschreckend ist. Zwanghaft und mit vollem Ernst einen auf harten Macker zu machen und dabei gleichzeitig, wenn an der richtigen Stelle angesetzt wird, unglaublich dünnhäutig zu sein geht ja mMn schon öfter miteinander einher, als es das nicht tut.

    • Vor 3 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 3 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 3 Monaten

      genau d a s gleube ich nicht mehr. denn genug kronzeugen sind ja am start mit diesem hier oder neulich sun diego etc. liesmal das gesamte interview hier. das klingt mir nicht nach leuten, die was übertreiben.

    • Vor 3 Monaten

      Uhh, ich gehe jetzt einmal davon aus, dass sich das auf meinen gelöschten Post bezieht. (In kurz: Ich hab eigentlich eher nicht das Gefühl, dass der Großteil der Zielgruppefür dieser Art Rap sich wirklich ernsthaft um politische Themen/die Israelthematik schert.)

      Bin mir jetzt nicht sicher, was genau du mit neulich sun diego meinst, möchte an dieser Stelle aber noch einmal explizit klarstellen, dass ich mich auf die Fanmassen und nicht unbedingt die Künstler selber beziehe.
      Aber ja, kann gut sein, dass ich mit meiner Einschäzung daneben liege. Kann das sicherlich nicht so gut beurteilen und bin nicht so mit der Szene vertraut wie der Autor. Daher auch die Löschung. Werd mir das gesamte Interview mal durchlesen.

    • Vor 3 Monaten

      ich meinte auch die künstler in erster linie. sun diego hat analog zu diesem link vor wenigen tagen ein interview gegeben. ich glaube, das war in der "welt". ziemlich deckungsgleiche erfahrungen dort.

    • Vor 3 Monaten

      ich meinte auch die künstler in erster linie. sun diego hat analog zu diesem link vor wenigen tagen ein interview gegeben. ich glaube, das war in der "welt". ziemlich deckungsgleiche erfahrungen dort.

    • Vor 3 Monaten

      Bezüglich der Kontroverse sollte man sich noch einmal Kollegahs "Armageddon" zu Gemüte führen, das Einblicke in sein paranoides Weltbild based on crazy Verschwörungstheorien gewährt, welche zumeist krude Demagogie aus dem rechtsextremen und judenfeindlichen Umfeld sind.

    • Vor 3 Monaten

      @Anwalt: Kannst du mir erklären, woher dein Urteil über die Glaubwürdigkeit solcher Aussagen stammt? Es wirkt auf mich so, dass du nur das für glaubwürdig hältst, was zu deiner aktuellen Lesart passt. Oder bildest du dir gerade mal wieder ein, dass du den besseren Einblick in die Szene hast als alle anderen Beteiligten?

      Gerade in Sachen SunDiego würde ich dir nahe legen, dich wenigstens ein bisschen mit seinem Werdegang zu befassen. Spoiler: er hat alle Gründe, diese Diskussion um Kollegah für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen.

    • Vor 3 Monaten

      Ben Salomo will aufhören und denkt sogar ans Auswandern? :(

      Ist natürlich sein gutes Recht und macht einen als Zaungast auch ein bisschen betroffen, dass es soweit kommt, aber irgendwie...fuck, dude, dann sprichs doch mal vorher offen an. Ist keine einfache Bürde, dass so quasi allein zu schultern und man hat auch nicht immer Bock den Zeigefinger-Onkel spielen zu müssen, schon klar. Aber erst was sagen, wenns der Bogen schon unkittbar überspannt ist, kanns doch auch nicht sein.

    • Vor 3 Monaten

      Oder gabs in der Vergangenheit schon warnende Aufrufe von ihm, dies einfach nicht auf meinen Radar geschafft haben? Dann sry und sowieso no offense. Eigentlich finde ich es auch einfach nur traurig...

    • Vor 3 Monaten

      Ben Salomo hat sich bereits in der Vergangenheit oft zu dem Thema geäußert
      https://www.tagesspiegel.de/berlin/juedisc…
      Das Interview ist inhaltlich top. Deutschrap ist verroht durch und durch - nicht nur in Bezug auf die Judenfeindschaft vieler "Musiker".

    • Vor 3 Monaten

      "@Anwalt: Kannst du mir erklären, woher dein Urteil über die Glaubwürdigkeit solcher Aussagen stammt? Es wirkt auf mich so, dass du nur das für glaubwürdig hältst, was zu deiner aktuellen Lesart passt. Oder bildest du dir gerade mal wieder ein, dass du den besseren Einblick in die Szene hast als alle anderen Beteiligten?"

      1. wenn man dir das nach den 100 von allen seiten anspringenden indizien noch erklären muss, hat die erklärung offenkundig keinen sinn.

      2. man muss kein szenechecker sein, um den grassiernden islamo-antisemitismus zu bemerken, wenn man den protagonisten zuhört, den diskriminierten ebenso und das nahostmilieu kennt.

      3. du verhätst dich methodisch wie die drei affen. egal wieviel stimmen man dir zeigt - von tätern wie von zeugen - duweigerst dich dich perspektive der diskriminierten zu sehen und die antijüdische besessenheit der mehrheit der muslimgangsta als missstand wahr zu nehmen.

      4. stattdessen spielst du die etwas peinliche karte

      "ich muss nicht den offensichtlichen antisemitismus meiner lieblinge sagen oder opfersolidarisch sein, wenn ich anwalt als eitlen "big mouth" labele."

      bilig und unempathisch,alter, echt! und der ernsthaftigkeit des themas nicht angemessen.

      5. wenn du mir nicht glaubst oder salomo, oder sun diego etc, dann frag halt torque oder stefan johannesberg oder wen immer. alleseinbildung, wenn sogar die unterschiedlichsten leute hier ein problem sehen?

    • Vor 3 Monaten

      @kubischi: du sagst zu salomo "fuck, dude, dann sprichs doch mal vorher offen an. Ist keine einfache Bürde, dass so quasi allein zu schultern und man hat auch nicht immer Bock den Zeigefinger-Onkel spielen zu müssen, schon klar. Aber erst was sagen, wenns der Bogen schon unkittbar überspannt ist, kanns doch auch nicht sein."

      das ist ne erstmal verständliche reaktion. aber im grunde ist doch das thema schon lang auf dem tisch. sich als betroffener ins rampenlicht zu stellen ist ja noch mal ne runde schwieriger wie, selbiges als neutraler zu tun.

      staiger hat es seit jahren gesagt im großen zusammenhang, bushido hat seit jahren sein israel ausradierendes profilpic auf twitter. tausend andere primär- und sekundärquellen sind recherchabel.

      hat es was genützt? nein! es gibt überhaupt kein druckpotential in zeiten, in denen der bds als seriöse organisation gilt, typen wie kollegah ihr hiphop-todenhöfer-ding unter beifall durchziehen können und auch hier relativierende stimmen wie inno jene wände symbolisieren, gegen die man läuft.

      insofern kann ich den ben mit seinen gepackten koffern verstehen. nicht umsonst gehe auch ich mit bestimmten persönlich-biografischen details nicht mehr öffentlich um. einfach, weil es nicht mehr geht ohne gefahr.

    • Vor 3 Monaten

      Also als allererstes ist so ziemlich ist die peinlichste Karte, die man in diesem Fall ziehen kann, diejenige, ununterbrochen auf andere zu verweisen, die das genau so sehen wie man selbst, nur um die Diskussion allein deswegen als beendet zu betrachten. Wirkt auf mich so ein wenig wie der typische Wutbürger, der ständig Broder, Pirincci, Tichy oder Sarrazin zitiert, um den Eindruck entstehen zu lassen, dahinter steckte mehr als als nur das übliche Wutbürgertum.

      Du spielst dich hier zum Wortführer aller Diffamierer auf, deswegen frage ich auch ausdrücklich dich, nicht Johannesberg, Spongebozz oder Torque. Was ist in dem Fall noch billiger als immer wieder darauf zu verweisen, dass man nicht der Einzige ist, der diese Meinung vertritt? Das ist Populismus aus dem Bilderbuch. Die Methode, sich mit einem "Ich gebe jetzt auf" als vermeintlich klügerer Part aus einer Diskussion zu verabschieden, nur um einen Tag später wieder von vorn anzufangen, könnte ebenfalls nicht billiger sein. Sorry, mir bleibt da nichts anderes übrig als mich auf das gleiche überschaubare Niveau zu begeben. Ich kann durchaus anders, siehe das Gespräch mit Kubischi neulich, der null polemisch argumentiert und zumindest in der Lage ist, seinen eigenen Standpunkt aus seiner persönlichen Sicht zu begründen, ohne ständig auf andere zu verweisen, die es genau so sehen wie er.

      Das, was du die Perspektive der Diskriminierten nennst, ist nichts anderes als der typische Btroffenheitsdiskussionskultur nach dem Motto "Ich gehöre einer Minderheit an, deswegen argumentiere ich aus der Opferrolle heraus, dafür gibt es grundsätzlich mehr Punkte von der Zuschauern".

      Ich habe es jetzt echt mehrfach versucht, etwas mehr aus dir herauszukitzeln, aber du unternimmst nach wie vor nicht mal den Hauch eines Versuchs, deine eigene Perspektive zu hinterfragen oder zu erklären, stattdessen immer nur Verweise auf die anderen "Stimmen" und die Versuche, mich als den bedingungslosen Verteidiger meiner "Lieblinge" abzustempeln, der deine ehrenhafte "Mission" stört. Ist das alles wirklich dein Ernst?

    • Vor 3 Monaten

      Inno leider ein ganz peinlicher Knecht, der vor lauter Fanboitum völlig den Durchblick verloren hat.

    • Vor 3 Monaten

      Du darfst mir gern erklären, wo ich falsch liege, ich bin immer offen für Kritik :trusty:

    • Vor 3 Monaten

      inno, echt...das ist ja wirklich schon perfektes anschauungsmaterial. nach gefühlt 100 verschiedenen argumenten, indizien, beweisen, links, thesen etc, die du allesamt mit der rein polemischen metaebene "anwalt spielt sich auf" konterst, bin ich der populist, der wutbürger von uns beiden?

      was du hier in den letzten tagen betreibst, ist so schablonenhaft das rolemodel klassischer täter/opfer-umkehr. da muss man ja schon fast dankbar sein, wie du dich hier um kopf und kragen redest.

      unser gespräch läuft seit tagen sinngemäß in etwa so:

      "a: es gibt dort weit verbreiteten antisemitismus.
      i: die öffentlichkeit regt sich künstlich auf

      a: kollegah argument propagandistisches gaza-engagement mit israel-fake news, argument video (davidstern etc), argument antisemitische zeichnung auf twitter/fb, argument kollezitat, "es ist ne tatsache, dass den juden das meiste auf der weltgehört.", argument kolle stereotypisiert "ihr leute seid..." etc.

      i: ich habe den eindruck, er ist ein opfer. hast du auch argumente?

      a: stimmt analysen jüdischer und anderer szeneinsider zu und legt deren thesen dar.

      i: du wills dich nur interessant machen und spielst dich auf.

      a: verweist darauf, dasses keine privaterfindung ist und für die plausibilität der beweise spricht,dass sehr unterschiedliche leute hier unabhängig voneinander inhaltlich dasselbe sagen.

      i: du bist populist und argumentierst wie ein wutbürger."

    • Vor 3 Monaten

      Es wäre jetzt natürlich wichtig, ob der Werte Anwalt sich auf das Sunny/salah saado Interview bezieht, welches vor dem Echo geführt wurde und hinter eine bezahlwand steckt oder ob er den Artikel von Dennis Sand meint, der nach dem Echo verfasst wurde.
      #spaßfakt am Rande spongi hat auch schon über "abhängen in Auschwitz" und "vergasen" gerappt. Und zwar fast 4 Jahre vor seinem Bekenntnis zum Judentum...

    • Vor 3 Monaten

      in der tat interessanter spaßfakt. aber das ändert ja nix. 2+2 bleibt auch dann 4, selbst wenn der teufel es sagt. und dass kronzeugen meist selbst dreck am stecken haben, ändert ja auch regelmäßig nichts am wahrheitsgehalt der aussage, sondern bedingt diesen eher.

      ja, ich meinte das bezahlwand-teil. deshalb habe ich auch den salomo hier verlinkt, weil er für alle einsehbar ist.

    • Vor 3 Monaten

      @ShakenUp & dba
      Ja, Asche auf mein Haupt dann. War in der Tat nur mein erster Gedanke, als ich das gelesen habe. Ich finde es einfach jammerschade, wenn so jemand dann die Biege macht, weil wir das doch eigentlich hinkriegen müssten hier.

      Hab mir mal das inti inner tz durchgelesen und das mit Bogy geschaut - stimmt, Vorwürfe, er habe es nicht versucht, braucht er sich nicht machen zu lassen, guter Mann. Weniger bedauerlich wirds dadurch natürlich nicht :(

    • Vor 3 Monaten

      Gemeint war natürlich der tagespiegel, nicht die tz. Vom Inhalt ist aber mehr hängengeblieben, versprochen :D

    • Vor 3 Monaten

      https://twitter.com/MikeDelberg/status/986…

      iwie auch nachvollziehbar, das der kein bock mehr auf bunte republik hat.

    • Vor 3 Monaten

      natürlich bezogen auf ben salomo.

    • Vor 3 Monaten

      Ach Anwalt, jetzt verschweigst du doch wieder die Hälfte. Ich war durchaus diskussionsbereit und bin so gut wie auf jedes deiner Argumente eingegangen. Wie so oft im Leben gibt es da verschiedene Sichtweisen. Aber anstatt das ernsthaft auszudiskutieren, hast du alles bereits 2 Mal abgewürgt. Das erste Mal mit Verweis auf deine ominösen Kontakte zu Kolles Bekannten und der Aussage, dass du es halt besser weißt. Das zweite Mal mit einem simplen nicht weiter begründeten "Ich gebe es auf". Und nun willst du mir wieder die gleichen "Indizien" als stichhaltige bewiesene Tatsachen präsentieren und tust so, als ob ich derjenige wäre, der das ignoriert.

      Was bleibt mir da anderes übrig, als darauf zu schließen, dass du weder an einer ernsthaften Diskussion noch an den Argumenten der Gegenseite interessiert bist, sondern nichts weiter tun willst außer diffamieren und deine eigene Sicht der Dinge als Tatsachen zu verkaufen?

      Dass auch andere dieselbe Meinung vertreten wie du, ist für mich überhaupt kein Problem, freies Land und so. Nur tritt keiner so aggressiv und rechthaberisch auf wie du. Und jubelt vor allem nicht jedem zu, der auch nur ansatzweise etwas ähnliches sagt.

      Täter-Opfer-Umkehr hat hier mal gar nichts mit dem Fall zu tun. Denn weder bist du jemals Opfer von Kollegahs Einlassungen gewesen, noch würde ich dich jemals als Täter bezeichnen, denn im Grunde tust du ja niemandem was böses. Dein Auftreten ist halt verdammt nervig, destruktiv, überhaupt nicht der Diskussion dienend und einfach komplett daneben. So viel Gegenwind wird doch wohl erlaubt sein.

    • Vor 3 Monaten

      na, da haben wir ja nen fetten dissens. gibt schlimmeres.

      die hauptsache ist doch, dass wir beide unsere jeweilige sichtweise füreinander und dritte ersichtlich dargelegt haben. ob wir einander zustimmen oder nicht, ist doch eh latte.

      ps: mit täter/opfer-umkehr beziehe ich mich nicht auf uns beide als person, sondern auf die rhethorische technik, offenkundig diskriminierende tatbestände in eine opferrolle um zu deuten. dass wir beide hier natürlich an den ganz entgegengesetzten enden des wahrnehmungsspektrums sitzen, ist natürlich klar.

    • Vor 3 Monaten

      Ganz ehrlich? So sehr entgegengesetzt sind die Perspektiven im Grunde nicht, mich stört an sich in Wahrheit die ganze Art, wie die Debatte geführt wird.

      Dass Kolle ein etwas verqueres Weltbild zu haben scheint, würde auch ich jederzeit unterschreiben. Nur beschäftigt mich das erstens nur am Rande, zweitens halte ich von Brandmarkungen á la "Faschist", "Antisemit" oder "Vollidiot" wenig. Damit kann man in Deutschland zwar traditionell ziemlich schnell ziemlich viel Zuspruch ernten, aber der Sachlichkeit der Debatte schadet so etwas nur. Siehe z. B. die Pegida/AfD-Diskussion oder die ganzen "messerscharfen" Urteile über Kollegah-Anhänger oder gar Raphörer im Allgemeinen, die ich gerade unter dieser News oder auch unter der neuesten Meldung über die massenhafte Echo-Rückgabe gelesen habe. Schnell Stempel dran, schon kann man sich als etwas besseres fühlen. Und durch ständige Wiederholung wird das irgendwie noch schlimmer. Argumente werden in diesen Threads ja eher nicht ausgetauscht.

      Und ob du mir das jetzt nun glaubst oder nicht: Hätte es einen Aufschrei um einen der von Mundi weiter unten aufgezählten Rapper gegeben, ich hätte mich zwar natürlich nicht daran beteiligt, aber zumindest Verständnis dafür gehabt. Dort gibt es teilweise wirklich klare Positionierungen in die Richtung. Das mit Kollegah ist nur aufgebauschter Kindergarten-Kram, den er auch noch geschickt für seine Promo-Zwecke zu nutzen weiß.

    • Vor 3 Monaten

      verstehe.

      ich glaube eher, dass diejenigen die gefährlichsten sind, die am meisten verkaufen, weil sie die größte reichweite haben. besonders wenn sie dann noch echtes politisches emgagement wie sein gaza-ding damit vermischen. ibsifern sehe ich den mittlerweile eher als propagandisten denn als künstler.

      dass die reaktionen in den kommentarspalten allerdings sicherlich oft unterirdisch ausfallen, kann ich mir denken. in bestimmten medien hat man halt das publikum, das denkt "rap = asi, bm = nazi, goth = nekrophil". aber das ist ja immer so.

    • Vor 2 Monaten

      Nun ja, "Propagandist" gehört für mich auch in dieselbe Schublade wie die anderen 3 Beispiele für "Totschlagargumente", die ich weiter oben genannt habe.

      Für die Nahostreise hat er damals jede Menge Props geerntet (auch von vielen Rap-fremden Medien), und abgesehen von dir, der da mit der Lupe 2 angreifbare Zitate rausgepickt hat, habe ich ehrlich gesagt, nichts weiter vernommen. Zumal die 2 Sätze jetzt nach wie vor viel weniger Leute stören als du das gern hättest.

      Dein letzter Absatz klingt ja an sich irgendwie versöhnlich, wenn ich nur nicht wüsste, was für Aussagen du in den letzten Wochen sofort mit einer uneingeschränkten Zustimmung versehen hast.

    • Vor 2 Monaten

      och, da kommen wir schon drüber weg. das geht mir mit etlichen deiner sätze ja auch so. das ist nun mal so im eifer des gefechts. kühlt sich auch wieder ab. gibt ja immer mal themen, wo man aneinanderrrasslt und andere, wo man eine linie teilt. so what. :smoke:

  • Vor 3 Monaten

    Hm, höre relativ wenig Radio, aber wenn auf 1Live was von Kolle lief, dann doch höchstens dieser Schmalzsong mit Motrip, oder? JBG-Songs sind doch viel zu hart für die Hörer, von Aggro wurden damals auch nur die soften Sido/Bubu-Songs gespielt.

    • Vor 3 Monaten

      ergo eher Fake News, aber vllt wurden ja doch JBG-Songs gespielt, kein Plan :koks:

    • Vor 3 Monaten

      Vielleicht abends/nachts bei „Plan B“. Da lief vor einiger Zeit sogar n Track von Lakmann.

    • Vor 3 Monaten

      Ich höre 1Live seit Jahren nicht mehr, aber früher haben die Rap-Tracks wie "Zur Erinnerung" von Ferris MC gespielt, die andere Stationen nicht gespielt haben.
      Im Vergleich zu dem heutigen inhaltsleeren JBG-Vulgarismus ist das aber auch schon sozialkritischer Conscious Rap.

  • Vor 3 Monaten

    Schön, dass es auch kritische Töne von Szene-Insidern gibt. Vielleicht hilft das ein wenig klar zu machen, dass diese Diskussionsfront an der Genregrenze, die sich da wieder ratzfatz formiert hat, bei solchen Themen nicht weiterhilft.

    • Vor 3 Monaten

      Eine einheitliche Genrefront hat es doch ohnehin nie gegeben. So ziemlich alles, was sich conscious, deep, politisch oder auch harmloser Party-Rap nennt, hebt doch seit gefühlt eineinhalb Jahrzehnten bei jeder Gelegenheit den moralischen Zeigefinger, um sich von den ach so pösen Gangstas zu distanzieren. Daher alles beim Alten soweit...

    • Vor 3 Monaten

      man müsste halt mal einsehen, dass diese "conscious"-rapper zwar meist harmlose Idioten sind, inhaltlich aber einfach recht haben. Der Großteil deutschen Gangsta-Raps (zZ - kp wie das vor 10 Jahren aussah) ist schlichtweg faschistisch zu nennen: das Ehrengelaber, die Besinnung auf die eigene Horde (Bruder hier, Schwester da), Frauenhass bei gleichzeitig geradezu kultischer Verehrung der eigenen Mutter, überhaupt Herabsetzung alles weichen "weiblichen", die antisemitische Feindbeschwörung gegen Israel oder irgendwelche Bänker, die Gewaltverherrlichung, der positive Jihad-Bezug. Gerade was den Antisemitismus & Islamismus-Punkt angeht reicht es halt auch aus zu gucken was irgendwelche Straßenrapper privat so veranstalten. Farid fährt mit Ansaar nach Gaza, Abdi macht Werbung für Salafisten, SadiQs "Charlie Hebdo"-Video, Bushido hängt (bzw hing) mit Abou Chaker und ist ja auch nicht der einzige Rapper der mit irgendwelchen Clans abhängt & Kollegah ist sicher noch der perfideste von allen (siehe die Palästina-Doku, seine "ernsten Songs" wie Apokalypse & NWO).
      Auch wenn das höchst zweifelhafte Privatleben solcher Leute nicht wäre, wäre der Rap immer noch verroht. Das sind einfach superoft Texte für auf 4chan-Niveau, nur halt für Islamfaschos, nicht für weiße Nazis. So ein Makss Damage hat auch keine härteren Texte als Kollegah und Farid Bang.

    • Vor 3 Monaten

      Hier auch wieder. Es kommt einer, der alle Gangstarapper faschistisch nennt, sofort bedingungslose Zustimmung vom Anwalt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt :whiz:

    • Vor 3 Monaten

      Großteil =/= alle

    • Vor 3 Monaten

      Es tut mir leid, gleep. Aber mit der Rückkehr von olivander12 wird deine Existenz hier hinfällig. Bitte lösch dich! War schön mit dir, aber jetzt da das "Original" wieder da ist...

    • Vor 3 Monaten

      Oh okay, tut mir leid, das wusste ich nicht. Wie lösche ich mich denn? Gibt es da irgendwo einen Knopf dafür?

    • Vor 3 Monaten

      Hey InNo. Kein Plan was für ne Privatfehde du mit dem Anwalt hast, mich würde viel mehr interessieren, wo du mir widersprichst & wo du denkst, dass die "pösen Gangstas" gegen die "conscious-Rapper" in Schutz zu nehmen wären (dem Eindruck, dass es da übermäßig viel Kritik oder Abarbeitung gäbe teile ich übrigens nicht). Dass so Größenangaben a la "der Großteil" zwingend ungenau sind, liegt auf der Hand. Vielleicht sind es nicht 90%, sondern nur 70%, kp.

    • Vor 3 Monaten

      Da muss man denke ich unterscheiden. Auf eine faschistische Ideologie bezogen bzw. einen politischen Faschismus, würde ich widersprechen. Sollte es hier allerdings um faschistische Merkmale gehen (die zum Teil auch aufgezählt werden), gehe ich gerne mit. Dennoch glaube ich, dass der Schluss von diesen faschistischen Merkmalen - e.g., nationalistische Tendenzen, Clanstruktur und Gewaltausübung - auf die Personen als Faschisten kein zulässiger ist.
      Vielmehr würde ich behaupten, dass viele dieser Leute einen Konflikt austragen zwischen ihrer demokratischen und ihrer religiösen/familären (im erweiterten Sinne, kann auch Clubs oder "Brüder" miteinschließen) Sozialisation. Ich denke daher schon, dass die meisten dieser Personen eher Demokraten als Faschisten sind, in manchen Dingen vielleicht sogar liberal. Aber einige faschistoide Tendenzen in den Umfeldern und vermeintlichen Weltanschauungen sind schon zu erkennen.

    • Vor 3 Monaten

      Gerade ein Bushido ist z. B. mMn. kein gutes Beispiel, da der im Gegensatz zu seinem ehemaligen Umfeld privat doch eher liberal und vor allem angepasst - fast schon spießig - zu sein scheint. Der ist in vielerlei Hinsicht wahrscheinlich deutscher als so mancher Deutsche - auch wenn es Gerüchte gibt, er sei ein pathologischer Psychopath (O-Ton Fler :O).

    • Vor 3 Monaten

      Mit Sicherheit handelt es sich bei den meisten nicht um Faschisten und sicher gibt es eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem was die so rappen & was sie privat veranstalten. Zur Teilnahme an einer faschistischen Bewegung oder gar an einem faschistischen Umsturz wird gerade ein Bushido überhaupt kein Interesse haben, dafür gehts ihm (wie vielen anderen halt auch) zu gut in den bestehenden Verhältnissen. Trotzdem ist eine Unterscheidung ums ganze, wie du sie aufmachst mMn nicht zulässig. Zum einen weils halt genug Rapper gibt die auch im Privatleben mit zB Salafisten hängen (oder diese zumindest öffentlich in Schutz nehmen), zum anderen sind faschistische Einstellungen und ein bürgerliches Leben kein zwingender Widerspruch. In der Tat ist der Faschismus ja ein Phänomen das sich erst in der bürgerlichen Gesellschaft entwickelt hat. So ist der Konflikt zwischen der demokratischen und der religiösen Sozialisation ja überhaupt der, der das faschistische Potential freisetzt. Gegen die Zumutungen der modernen Gesellschaft, die dem Individuum suggeriert frei zu sein während es weiterhin unfrei ist (nur dass es nicht mehr "sichtbar" unterdrückt wird), bieten Ursprünglichkeitsbewegungen wie der politische Islam, die sich auf die überschaubare eigene Sippe zurückziehen und klar autorität sind dem Individuum den scheinbar angemessenen Ausweg. Bei so jemandem wie Kollegah gibt es genug Anhaltspunkte anzunehmen, dass er wirklich glaubt die Welt sei von finsteren Mächten (den Juden) beherrscht. Als Ideal gegen die Welt der Bänker und Großkonzerne, präsentiert er immer wieder Urzustände, die natürlicherweise friedlich waren/sind und nur durch die zersetzenden bösen Mächte aus den Fugen geraten.
      Über das Privatleben der Rapper hinaus ist mein Punkt das, wie du ja zugestanden hast, viele der Songs ihrem Gehalt nach faschistisch sind, bzw einige Merkmale faschistischer Propaganda beinhalten. Natürlich machen da viele mit weil es sich gut verkauft, aber welchen Grund gibt es denn bitte das in Schutz zu nehmen? Das ist Schund der übelsten Sorte. Meiner Meinung nach müsste Musikjournaille wie laut.de z.B. dazu übergehen solche Musik nicht mehr zu besprechen (und damit meine ich jetzt nicht ALLEN Straßenrap, sondern nur den auf den das von mir geschriebene zutrifft).

    • Vor 3 Monaten

      Für mich wird die Musik dadurch halt nicht schlechter, solange es keine politischen Tracks oder zumindest Thementracks sind, in denen diese Weltanschauungen direkt propagiert werden - da haben conscious rapper in letzter Zeit ja wesentlich schlimmere Tracks gedroppt, siehe Abzstrakkt, den ich entgegen der weitläufigen Medienmeinung nicht für vermeintliche rechtsradikale Inhalte verurteile, sondern dafür, dass der Track einfach nur scheiße war. Ich stimme dir aber bei einem Thema gerne zu, nämlich dem, dass man sich nach den Spielregeln einer Haltung, wie sie gerade Musikjournalisten im Hip Hop vermehrt einnehmen, in gleichem Maße über Gangstarap echauffieren müsste, wie über irgendwelche rechtsextremen Unrapper à la Makks Damage (Schreibweise sei mir verziehen).

      Als Privatpersonen halte ich viele dieser Leute hingegen tatsächlich nicht für vertretenswert. Gute Beispiele wurden von dir und den anderen dazu ja bereits genannt, z. B. SadiQ, Herr Miri oder Herr Saado. Und gerade junge Fans interessieren sich womöglich nochmal mehr für das ganze Drumherum, was sicherlich in einigen Fällen nicht unbedenklich ist. Für mich sind es allerdings vor allem die Umfelder, die das Problem ausmachen. Natürlich ergeben die sich zu großen Teilen aus den Strukturen der Branche - siehe Schutzgeld, Rücken, Image, und so weiter.