Ein Antrag des Landratsamts Günzburg befördert die gemeinschaftliche Platte von Sido, B-Tight und Konsorten auf die schwarze Liste.

Bonn (anu) - Nix Neues für Sektenmuzik: Das Berliner Hip Hop-Label fällt wieder einmal der Indizierung anheim. Nachdem die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) bereits zuvor zwei Auskopplungen indizierte, setzt sie nun das Album "Die Sekte" von der gleichnamigen Rap-Combo auf die schwarze Liste.

Ab 30. Juli auf dem Index

Titten, Schwänze, Prügeln und Posen: Das alles gibt es auf der im November letzten Jahres veröffentlichten Platte der achtköpfigen Labelformation um Sido und B-Tight. Der kalkulierte Tabubruch war erfolgreich. Auf Antrag des Landratsamts Günzburg steht die Scheibe ab dem 30. Juli auf den Index.

Kaum verwunderlich, bestehen die bewusst testosteron-triefenden Protz-Reime doch konsequent aus allem, was einen hausgemachten Skandal im Hause Sektenmuzik ausmacht.

Stein des Anstoßes bisher nicht bekannt

Was genau aus der durchgehenden "Ich hau dir auf die Fresse und fick dich in den Arsch"-Tirade allerdings den Anlass für den Indizierungsantrag gab, darf die BPjM bisher nicht bekannt geben.

Auf Anfrage von laut.de teilte man mit, dass Details zum Indizierungsverfahren frühestens am kommenden Montag herausgegeben werden können - erst dann, wenn die Verfahrensbeteiligten, in dem Fall das Label Sektenmuzik und der Vertrieb Groove Attack, informiert worden sind.

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7 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    schade, hat mir gefallen. und indizierungswürdig waren die texte nun auch nicht unbedingt.

  • Vor 9 Jahren

    die deutsche jugend ist so oder so total verroht, wer hockt denn da alles in der BPjM? Alte säcke, die florian silbereisens eier kraulen und bei wörtern wie "arschloch, wichser" zusammenzucken? ham doch alle keine ahnung..

  • Vor 9 Jahren

    ich gehöre auch noch nicht zu Silbereisens Zielgruppe und finde aber trotzdem dass solche Wörter wie "Arschloch" oder "Wichser" in der Kunst (und Hip-Hop sieht sich ja als Kunstform) eigentlich nichts zu suchen haben. Schon garnicht wenn sie dermaßen inflationär häufig gebraucht werden.