Er galt als einer der großen US-Songwriter und besiegte zweimal den Krebs.

Nashville (dük) - John Prine, Country-Legende und einer der größten Songwriter der Vereinigten Staaten, ist tot. Er starb am Dienstagabend in einem Krankenhaus in Nashville an den Folgen des Coronavirus. Prine wurde 73 Jahre alt.

Fast zwei Wochen lang wurde der Sänger, der zwei Kinder hinterlässt, im Krankenhaus behandelt, davon mehr als acht Tage auf der Intensivstation, nachdem er und seine Ehefrau Fiona sich infiziert hatten. Während sich seine Frau und Managerin rasch wieder erholte, blieb Johns Zustand kritisch und verschlechterte sich, er bekam eine Lungenentzündung. In den 1990er Jahren und 2013 war er an Krebs erkrankt, konnte aber erfolgreich therapiert werden.

John Prine galt als einer der einflussreichsten Musiker seiner Generation. Sowohl Bob Dylan, Johnny Cash als auch Roger Waters sahen ihn als Inspirationsquelle an

Weltweit reagierten Musiker und Wegbegleiter mit Trauer. "John Prine prägte mich wie kaum ein anderer. Er ist meine Nummer eins. Ich bin sehr, sehr traurig", schrieb etwa Bon Iver auf seinem privaten Twitteraccount.

Auch Bruce Springsteen oder Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea erinnerten an den Countrymusiker:

In seiner langen Karriere veröffentlichte Prine 15 Soloalben. Auf dem Outro seines allerletzten Albums textete er fast schon prophetisch: "When I get to heaven, I'm gonna shake God's hand / Thank him for more blessings than one man can stand / Then I'm gonna get a guitar and start a Rock'n'Roll band / Check into a swell hotel / Ain't the afterlife grand?".

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laut.de-Porträt John Prine

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1 Kommentar

  • Vor einem Monat

    Zuerst schreibt er einen Song über den Tod, und dann stirbt er schließlich auch noch in der Realität! Wahnsinn.

    Prine ist im Tod ein schwerer Verlust, im Leben ein großer Gewinn für die Musikwelt gewesen.