File-Sharing, Online-Piraterie und illegale Downloads werden seit langem kontrovers diskutiert. Am Business-Pranger stehen dabei diejenigen, die nicht bereit sind, für Musik zu bezahlen. Leitragende sind aber nicht nur Künstler und Plattenfirmen: White Stripes-Sänger Jack White sieht (mentale) Nachteile …

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  • Vor 11 Jahren

    Nur mal so nebenbei: MP3s sind (bei nicht zu niedriger Bitrate) nicht von Audio-CD-Tracks zu unterscheiden. Das wurde nun wirklich schon dutzende Male mit Blindversuchen getestet.
    Ich stimme auf jeden Fall zu, dass MP3s einen denkbar niedrigen Charme haben. CDs um einiges mehr. Und Vinyl hat eben das gewisse Etwas.
    Aber: Vinyl hat im Gegenzug mit Sicherheit den unsaubersten Klang. Wie gut das einem im Endeffekt gefällt darf jeder für sich entscheiden. Zu sagen das eine klingt besser oder schlechter ist jedenfalls immer nur eine Meinung.

  • Vor 11 Jahren

    @Jan Ende (« Die Grundaussage vom Verlust der Romantik stimmt. Und Romantik ist das höchste Gut. Und Vinyl ist Romantik. MP3 wäre dann so was wie «praktisch». »):

    Ich finde Musik live vorgetragen sehr romantisch (natürlich entsprechendes Genre). Jedoch wäre es unmöglich, dieses Gut für jeden Menschen jederzeit zu arrangieren. Gott sei Dank hat man daher etwas erfunden, was einem den Hörgenuß auch zu Hause, ganz praktisch, ermöglicht - die Schallplatte.

  • Vor 11 Jahren

    @GODSpeed (« Nur mal so nebenbei: MP3s sind (bei nicht zu niedriger Bitrate) nicht von Audio-CD-Tracks zu unterscheiden. Das wurde nun wirklich schon dutzende Male mit Blindversuchen getestet.
    Ich stimme auf jeden Fall zu, dass MP3s einen denkbar niedrigen Charme haben. CDs um einiges mehr. Und Vinyl hat eben das gewisse Etwas.
    Aber: Vinyl hat im Gegenzug mit Sicherheit den unsaubersten Klang. Wie gut das einem im Endeffekt gefällt darf jeder für sich entscheiden. Zu sagen das eine klingt besser oder schlechter ist jedenfalls immer nur eine Meinung. »):

    blindversuche mit kligeltonkiddys die eh nur musik hören die sich immer gleich beschissen anhört vllt... wer den unterschied zwischen 128 kbits und lossless 1.4 mbits hört hat entweder ein schlechtes gehört oder keine ahnung von musik...

  • Vor 11 Jahren

    @on_the_go (« @Jan Ende (« Die Grundaussage vom Verlust der Romantik stimmt. Und Romantik ist das höchste Gut. Und Vinyl ist Romantik. MP3 wäre dann so was wie «praktisch». »):

    Ich finde Musik live vorgetragen sehr romantisch (natürlich entsprechendes Genre). Jedoch wäre es unmöglich, dieses Gut für jeden Menschen jederzeit zu arrangieren. Gott sei Dank hat man daher etwas erfunden, was einem den Hörgenuß auch zu Hause, ganz praktisch, ermöglicht - die Schallplatte. »):

    Stimme ich zu.

  • Vor 11 Jahren

    @Hans Müller («
    Musik wird immer mehr von Kunst zum Verbrauchsgut.
    Quantität nimmt zu, die Qualität jedoch ab.

    Hoffentlich kommt nicht irgenwann der Punkt an dem Vinyl und Cd komplett durch mp3's verdrängt werden. »):

    Ja, und hoffentlich bekommt Musik nicht irgendwann mal noch den "Grünen Punkt"

  • Vor 11 Jahren

    Jetzt muss ich mich doch auch noch mal zu Wort melden:

    1. Ich habe und höre sehr viel Musik. Und zwar Albenweise. Ich hasse Shuffle und Playlists. Ein Album ist ein Gesamtkunstwerk und sollte auch als solches gehört werden.

    2. Ich höre Musik ausschließlich(!) digital über Computer oder iPod. Alles andere ist mir zu umständlich. Hätte ich meine gesamte Sammlung auf CD/Vinyl, dann würde ich komplett den Überblick verlieren und einige Perlen gar nicht erst wiederfinden. Eine digitale (und selbst angepasste) Musik-Datenbank ist für mich die einzig praktikable Lösung. Zusätzlich ermöglicht es mir die Nutzung von so netten Diensten wie etwa last.fm.

    3. Gegen mp3's in ordentlicher Bitrate ist klang-qualitativ nichts einzuwenden (Blindtests!). Ich persönlich höre auch keinen Unterschied zu lossless-Formaten. Dass Vinyls "besser" klingen ist ein rein emotional psychologischer Effekt, den ich nachvollziehen kann, der aber nichts mit Klang-Qualität zu tun hat (siehe viele andere Beiträge hier).

    4. Da ich persönlich keinen Spaß in Plattenläden habe und ich erst nach 4-5 maligem Durchhören eines Albums sagen kann, ob es mir gefällt, "klaue" ich eine Menge Musik aus dem Netz. Ich habe kein schlechtes Gewissen dabei, weil es für mich um reines Probehören geht. Musik die mir gefällt wird anschließend gekauft, Musik die mir nicht gefällt wird anschließend gelöscht (oder bleibt unbeachtet auf der Platte und auch damit "schade" ich keiner Band/Label/Musikindustrie). Analogie: Früher hat man sich doch auch erst ne Platte vom Kumpel ausgeliehen und eine Woche lang gehört, bevor man sie sich selber gekauft hat.

    5. Weil ich mit CDs nichts anzufangen weiß, kaufe ich entweder auf Vinyl (wegen Artwork und weil man was "in der Hand hat") oder zur Not als mp3. Man bemerke: ich habe noch nicht mal einen Plattenspieler!

    6. Weil ich gute Künstler gerne unterstütze, gehe ich zu so vielen Konzerten wie nur möglich (ohne dabei aufs Geld zu achten). Glücklicherweise gibts davon in Berlin ne ganze Menge.

    Fazit: Ich stimme Jack zu, dass der heutige Erwerb von Musik unromantisch geworden ist. Genauso finde ich es bedauerlich, dass viele Leute die Nadel nicht bis zum Ende der Seite auf der Platte lassen. Aber: Filesharing und mp3's ermöglichen lediglich dieses Gebrauchsverhalten, es ist aber nicht die Ursache dafür! Jeder entscheidet für sich selbst, wie er Musik konsumiert. Wenn schon, dann sehe ich das Problem eher bei der qualitativ schlechten Musik, mit der wir überschwemmt werden und die geradezu dazu einlädt, Musik als billige (bzw. kostenlose) Massenware ohne großen materiellen und ideellen Wert zu behandeln.

    Ja, ich lade illegal aus dem Netz und hoffe, dass das weiterhin möglich bleibt. Ich finde es nicht unmoralisch und hab kein schlechtes Gewissen. Gute Künstler bekommen von mir ihr Geld durch nachträgliches Kaufen und auf Konzerten. Schlechte Künstler bekommen kein Geld von mir (und hätten das auch "früher" ohne Filesharing nicht bekommen).

    Ich halte es für eine dumme Idee, digitale Tonträger per se zu verteufeln, Filesharing zu kriminalisieren und Vinyl aus emotional-nostalgischen Gründen als einzige wahre Konsumform in den Himmel zu loben.
    Die Musikindustrie und Künstler (wie etwa Jack White) sollten sich lieber Gedanken machen, wie sich der Erwerb und Konsum von Musik jenseits von Plattenläden, CDs und Vinyls in das nächste Jahrhundert portieren lässt.
    Ich bin gerne bereit, für gute Musik zu zahlen (und tue das auch). Aber momentan wird die Art und Weise wie ich Musik konsumiere auf legalem Wege nicht unterstützt. Ob das über eine Kulturflatrate (www.fairsharing.de) oder andere/neue Ideen realisiert wird, ist mir dabei relativ egal. Tatsache: Ich würde mich freuen, wenn ich meine illegalen Downloads nicht mehr durch nachträgliches Kaufen von CDs/Vinyls legalisieren müsste, und das, obwohl ich nicht mal einen CD-/Plattenspieler habe.

  • Vor 11 Jahren

    Naja also absolute Lieblingskünstler, von denen besitze ich auch Cds und sogar Vinyl. Allerdings kann ich mir auch nicht von allem was ich höre, alles kaufen...damit ist dieses Zugeständnis schon weiter als notwendig. Ich sehe am Filesharing nichts schlimmes oder verwerfliches. Eventuell kann ich die Künstler noch verstehen, jedoch sollen mal die Plattenfirmen und Labels die sich immer noch stets einen Hauptanteil der Kohle bei allem einheimsen, brav das Maul halten. Die Qualität der Musik heutzutage, gerade im allgemeinen Bereich Pop ist eh minderwertig wie nie und würde es nicht mal verdienen gekauft zu werden.

  • Vor 11 Jahren

    Hallo,

    also ich stehe auch eher auf physische Tonträger, hab mir sogar wieder einen Plattenspieler und LPs besorgt...ist schon ein anderes Gefühl für mich, meine Wertschätzung für Musik hat es auf jeden Fall wieder gesteigert.

    Ich hab ja schon in einem anderem Thred zum Thema Copyright darauf verwiesen, dass die Wertschätzung für Musik durch Massendownloads etc. meiner Meinung nach abnimmt.
    Aber ich muss wohl auch anerkennen, dass das manche anders sehen und für sie der Tonträger nicht so wichtig ist.

    Letztlich zählt natürlich die Qualität der Musik am meisten, egal in welcher Form sie daherkommt. Aber in jedem Fall, und das ist doch der Punkt, müssen sich dann eben auch die Verfechter der neuen Technologien daran gewöhnen, dann eben auch für MP3s Geld zu bezahlen, damit die Wertschätzung für Musik (und Filme etc.) auch im digitalen Zeitalter gewahrt bleibt.

  • Vor 11 Jahren

    Ich finde die Entwicklung gut und halte es größtenteils wie yohoo.

    Ob man sich die Romantik behält muss jeder mit sich selbst ausmachen, auch ein Jack White kann da nur von sich sprechen, nicht von anderen Musikfans.

  • Vor 11 Jahren

    @Jan Ende (« @on_the_go (« @Jan Ende (« Die Grundaussage vom Verlust der Romantik stimmt. Und Romantik ist das höchste Gut. Und Vinyl ist Romantik. MP3 wäre dann so was wie «praktisch». »):

    Ich finde Musik live vorgetragen sehr romantisch (natürlich entsprechendes Genre). Jedoch wäre es unmöglich, dieses Gut für jeden Menschen jederzeit zu arrangieren. Gott sei Dank hat man daher etwas erfunden, was einem den Hörgenuß auch zu Hause, ganz praktisch, ermöglicht - die Schallplatte. »):

    Stimme ich zu. »):

    Dann wirst du doch die Weiternetwicklung der "praktischen" Schallplatte bis hin zur "praktischeren" *.mp3 nicht verteufeln.

  • Vor 11 Jahren

    Romantik hat in der Musikindustrie verdammt noch mal nichts verloren. Im Puff wird ja auch nicht geküsst.

  • Vor 11 Jahren

    @Menschenfeind (« Im Puff wird ja auch nicht geküsst. »):

    Das kommt immer auf den Puff, die Nutte, die Konditionen, das Geld und die Mundhygiene der Beteiligten an.[/b]

  • Vor 11 Jahren

    @on_the_go (« @Jan Ende (« @on_the_go (« @Jan Ende (« Die Grundaussage vom Verlust der Romantik stimmt. Und Romantik ist das höchste Gut. Und Vinyl ist Romantik. MP3 wäre dann so was wie «praktisch». »):

    Ich finde Musik live vorgetragen sehr romantisch (natürlich entsprechendes Genre). Jedoch wäre es unmöglich, dieses Gut für jeden Menschen jederzeit zu arrangieren. Gott sei Dank hat man daher etwas erfunden, was einem den Hörgenuß auch zu Hause, ganz praktisch, ermöglicht - die Schallplatte. »):

    Stimme ich zu. »):

    Dann wirst du doch die Weiternetwicklung der "praktischen" Schallplatte bis hin zur "praktischeren" *.mp3 nicht verteufeln. »):

    Doch. Der Romantik wegen.

  • Vor 11 Jahren

    Das schließt sich ja auch nicht aus, man kann ja Vinyls sammeln und dennoch/trotzdem/zusätzlich mp3 hören.

  • Vor 11 Jahren

    Vor allem muss man das Geld auch locker sitzen haben für Langspielplatten.

    Masterpiece hat mir da ja doch neulich den Mund wässrig gemacht mit der Aussage, dass man zu vielen neuen Platten auch nen Satz legaler mp3s erhält ohne die Platte rippen zu müssen.
    Das wär für mich 'n Argument, wieder LPs zu kaufen.

    Aber 20 - 30 Ocken für n Album geb ich nicht aus. Ich bin doch nicht blöd.

  • Vor 11 Jahren

    Also ich für meinen Teil höre immernoch Musik und nicht Schallplatte, CD oder MP3...

    Das einzige Argument für mich ist: Bezahlt die Leute für Ihre Arbeit wenn sie Euch gefällt damit wir sie auch in Zukunft genießen können. Scheißegal ob groß und schwarz, klein und silbern oder nicht sichtbar und aus Nullen und Einsen.

  • Vor 11 Jahren

    Ich habe nur CDs, weil ich mich richtig mit einem Album beschäftigen möchte und weil mir das Runterladen zu "unpersönlich", zu "kalt" ist. Allerdings verstehe ich es, wenn jemand nicht die Katze im Sack kaufen will und sich das Album vorher illegal anhört, denn CDs sind meist nicht gerade billig und dann kann es sehr ärgerlich sein, wenn man so viel Geld für nichts und wieder nichts rausgeschmissen hat. Oft kann man das Material ja auch bei myspace oder youtube finden...

    Was ich jedoch ärgerlich finde ist, dass es vor allem im Bereich jenseits vom Mainstream viele Alben gibt, die gar nicht mehr erhältlich sind bzw. ein Vermögen kosten würden. Da ist man dann ja regelrecht gezwungen, sich die Musik illegal zu besorgen.

  • Vor 11 Jahren

    Geld spielt natürlich eine Rolle, klar.

    Leider ist wohl so gut wie jeder Mensch finanziell limitiert.

    Heißt das auch, dass ich den Genuss von Kunst meinem Geldbeutel anpassen muss?

  • Vor 11 Jahren

    @lautuser («
    Heißt das auch, dass ich den Genuss von Kunst meinem Geldbeutel anpassen muss? »):

    sicherlich. genau wie du den genuss von konsum deinem geldbeutel anpassen musst.

    so, und jetzt leg bitte ne andere platte auf.

  • Vor 11 Jahren

    @Vielfrass (« Also ich hab kein absolutes Gehör, ich besitze Schallplatten, CD's und MP3s.

    Ich hör sie alle gern, und nach 30 Jahren ist meine Erfahrung:

    Scheisse klingt vor allem Scheissmusik. Da reisst auch ne tolle Platte nix. Und ein richtig gutes Stück Musik macht auch von der Festplatte spass. »):

    :bub: