Helge Schneider und Auftrittsverbot: Die Höchststrafe für einen Vollblutmusiker und -entertainer wie ihn. Schon im ersten Coronajahr bzw. -Lockdown zeigte Schneider eine leicht depressive Verstimmung: "Meine Kunst lebt davon, dass ich ein Publikum habe. Ich trete nicht auf vor Autos. Ich trete nicht …

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  • Vor einem Monat

    Helge und seine Beweggründe in allen Ehren, aber das wirkt schon ziemlich unsouverän. Da sitzen ja ggf auch Menschen, die Helge zum ersten Mal live sehen und diesen Tag herbeigesehnt haben, besondere Bedingungen hin oder her.

  • Vor einem Monat

    "In beiden Fällen darf man trotzdem fragen, ob sich die Musiker im Vorfeld ihrer Gigs genügend informiert haben bzw. sie beim Booking angemessen beraten wurden."

    Naja, 'ne 100%ige Garantie wäre/ist das ja aber auch nicht. Welches Livefeeling jetzt genau zustande kommt, wie die Interaktion mit den Zuhörern aussieht und wieviel "Energie" durchs Publikum geht, wird man sicherlich nicht immer vollständig aus einem kalten, sachlichen Hygienekonzept ablesen können. Das sind halt sehr komplexe und fragile emotionale Dynamiken von denen man als Livekünstler lebt. Von daher sollte man das ein oder andere misslungene Event in dieser unerprobten Situation denke ich einmal mit hinnehmen.

  • Vor einem Monat

    Bei aller Liebe, die man für Helge als Musiker hat, aber das war einfach nur unprofessionell.
    Das Konzept war von Anfang an klar und selbst wenn ihm seitens des Managements nicht alles im Detail erklärt wurde sollte der grobe Ablauf jedem und vor allem jedem in der Branche bewusst sein.
    Nach einem Jahr sporadischer Kurzarbeit für viele Leute haben die das Geld für Konzert und Anfahrt wahrscheinlich auch nicht aus den Ohren quillen, da muss man mMn seinen Stolz runterschlucken, durchziehen und zukünftig keine derartigen Auftritte mehr buchen.

  • Vor einem Monat

    Helge in allen Ehren, aber er tendierte bereits in der Vergangenheit dazu, Auftritte spontan abzubrechen: in Freiburg bereits zweimal erlebt, einmal wegen permanenten Zwischenrufen und einmal wegen erhöhten sommerlichen Temperaturen.

  • Vor einem Monat

    Sorry, aber fadenscheinig ist eher Herrn Schneiders Begründung. Er wusste nicht dass das die Gastro-Leute sind? Dann haben die wohl unsichtbare Getränke serviert...

    Erst kündigt er groß an, dass er erst unter Normalbedingungen wieder auftreten wird, nur um dann doch "Corona-Konzerte" zu geben. Dort kotzen ihn die Gegebenheiten so an, dass er das erste Konzert abbricht, aber die noch folgenden Events der gleichen Art will er dann trotzdem durchführen.

    Dann noch die zitierte System-Bemerkung...

    Zum Glück ist Kritik am großen Helge hier verpönt, sonst wäre ich fast geneigt da ein bisschen mehr hineinzuinterpretieren. ;)

  • Vor einem Monat

    Spricht eher gegen die Anwesenden, die nicht bis zur Pause warten können, um sich mit Aperol Spritz volllaufen zu lassen.

  • Vor einem Monat

    "Es macht wirklich keinen Spass" - Ja, wer kann es ihm da noch verübeln, ein Konzert abzubrechen, wenn es ihm keinen Spass macht! Wäre ja eine komplette Zumutung für ihn. Undenkbar!

  • Vor einem Monat

    Ooch, ich versteh ihn voll und ganz. Hatte schon mehrfach bei Konzerten mit dem Gesindel der Spaßgesellschaft zu tun, denen die Musik maximal egal war und lieber an der Bar schnatternd, ihre ganze Ignoranz und Oberflächlichkeit lautstark zur Schau stellten. Ersten frag ich mich, wozu braucht es bei einem Konzert eine Bewirtung, wenn die Flaschen fressen oder saufen wollen, dann sollen sie das woanders machen und nicht das Konzert stören. Zweitens, was für ein respektloses Drecksgesindel ist das, die in ein Konzert gehen, nur um ihrer krankhaften Sucht nach oberflächlichen Sozialkontakte nachzugehen und nicht wegen der Musik. Diesen selten dummen, egoistischen Arschlöchern haben wir die rasche Verbreitung des Corona Virus zu verdanken und diese Drecksbrut ist der Hauptreiber der Pandemie.

  • Vor einem Monat

    Der muss ja auch trotz Corona genügend beiseite gelegt haben, dass er sich das so leisten kann. Gut gewirtschaftet Herr Schneider!

  • Vor einem Monat

    Nun ja, einerseits, andererseits.

    Natürlich hätte Herr Schneider das Konzept besser erfragen können - und sich dann die Auswirkungen auf seine Musik ausmalen können.

    Aber gerade jetzt kommen eben Leute ins Konzert, die irgendwo hingehen, weils gerade geht - und nicht, weil die da zuhören wollen. Das kann man beim Fussball machen, aber bei Musik ist das - gerade auch für interessierte Mitanwesenden - ein Downer. Ein massiver Downer.

    Also ein Korbstuhlkonzert, bei dem währenddessen bestellt und serviert wird und die Leute sich weder bewegen können/sollen noch zusammensitzen, ist tatsächlich ein dummes System. Das macht genausoviel Laune wie in Italien im Strassencafe zu sitzen und alle flanieren mit Maske. Das funktioniert nicht.

    Das heisst nicht, dass Make und Abstand unnötig sind - aber dann gehen eben manche Sachen nicht. Punkt. Die trotzdem auf Gedeih und Verderb durchführen zu wollen, ist tatsächlich fadenscheinig. Da kann man nicht Konzert zu sagen.