Musikinstitutionen und Fans erinnern an die am Freitag verstorbene Deathpunk-Ikone.

Oslo (ebi) - In der Welt des Rock'n'Roll war Hans-Erik Dyvik Husby unter zahlreichen Künstlernamen wie Hank Von Hell, Hank Von Helvete, Hertis, Hertugen und Herr Tugen bekannt. Am vergangenen Freitag ist der ehemalige Frontmann der norwegischen Deathpunk-Kapelle Turbonegro im Alter von nur 49 Jahren überraschend gestorben. Über die Todesursache machte die Familie der Rockmusikers bisher keine Angaben. Einen Suizid schloss man nach anderslautenden Gerüchten jedoch aus. Sein Leichnam wurde in einem Park in Oslo gefunden. Sein Körper konnte nicht mehr, zitiert der schwedische Expressen seinen Manager. Gleichwohl habe der Musiker in "eine optimistische Zukunft" geblickt.

Viele Fans teilen mittlerweile ihre Erinnerungen an Konzerterlebnisse oder Begegnungen mit Hank von Hell in den Sozialen Netzwerken. Auch Institutionen wie Metal- und Rockfestivals sowie Musikmagazine und einige Rockmusiker erinnern an den verstorbenen Sänger.

R.I.P. Hank Von Hell

Husby war von 1993 bis 2009 Turbonegro-Frontmann, 1998 gelang der Band, deren Image er entscheidend mitprägte, der Durchbruch. In der Folge legten Turbonegro aufgrund von Husbys Drogenproblemen aber eine längere Pause ein. Nach seiner Entziehungskur kehrten die Norweger 2003 wieder zurück. Eine ziemlich einzigartige Besonderheit im Bandkosmos stellt der weltweite Fanclub der Band mit regionalen Ablegern dar, die Turbojugend. Zu erkennen sind die Mitglieder*innen an ihren Denim-Kutten mit Logo. Turbonegro selbst hatten ihre Gründung einst Mitte der 90er mit einer eher als Scherz gemeinten Aktion initiiert: Per Brief bzw. Bewerbung erhielt man ein Diplom, das einen als Mitglied auswies.

2010 stieg Hank Von Hell endgültig aus und startete eine Solokarriere, bislang erschienen zwei Alben, "Egomania" (2018) und "Dead" (2020). Zuvor hatte er 2011 mit der Metal-Supergroup Doctor Midnight & The Mercy Cult eine Platte veröffentlicht.

Noch für kommenden Mai hatte Husby, der auch als Film-, Musical- und Theaterschauspieler aktiv war, im deutschsprachigen Raum eine Tour angekündigt. Zuletzt war er auf Nergals Soloprojekt Me And That Man zu hören.

Fotos

Turbonegro

Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann) Turbonegro,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Haussmann)

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2 Kommentare

  • Vor 14 Tagen

    "Ich bin Mitgliederin in der Turbojugend".

  • Vor 14 Tagen

    Turbonegro bis einschließlich Party Animals gehört auf jeden Fall zu der Sorte Lieblingsmusik meines Teenie-Ichs, die ich heute noch ganz gerne höre, auch wenn sich der Schwerpunkt in den letzten Jahren bei mir schon deutlich auf die erste Bandphase verschoben hat.

    Unter anderem hat sich die Never Is Forever und darauf zuvorderst dieser Song zu meinen Favoriten gemausert, anlassbezogen gerade auf Heavy Rotation:

    https://youtu.be/He3rK93IKRE

    Um eine wirkliche Meinung zu ihm als Mensch zu haben, habe ich mich zu wenig mit allem hinter der Kunst(figur) auseinandergesetzt. Bin gestern über diesen lesenswerten Artikel gestolpert, der aus meiner Sicht trotz aller Eskapaden und fragwürdigen Äußerungen zumindest auf einen feinen Kerl hindeutet:

    http://www.homopunk.de/turbonegro/

    Unabhängig davon aber schon alleine für die Mukke: Vielen Dank und mach’s gut, Prince of the Rodeo! Vielleicht ja eines Tages im Anderswo auf ein Bierchen. Von mir aus braucht’s auch nicht die Hölle sein :klatbier: