Allen Lehren der Vergangenheit zum Trotz glaubt Alex Christensen fest an einen Top10-Platz beim Eurovision Song Contest. Zusammen mit Sänger Oscar Loya tritt er in der Oprah Winfrey-Show auf.

Hamburg (vog) - Fachproll Dieter Bohlen äußert Bedenken bezüglich eines positiven Abschneidens des deutschen Eurovision Song Contest-Beitrags am 16.5.: "Ich wünsche dem Produzenten Alex Christensen, den ich gut kenne, alles Glück der Erde. Aber ich glaube, das wird ein schwieriges Unterfangen."

Der angesprochene Sample-King gibt sich für Moskau hingegen siegessicher: "Über jeden Platz im einstelligen Bereich würden wir uns freuen, ab Platz zehn wäre ich doch leicht geknickt", sagt Christensen in einem Interview mit der dpa. Er sei sich allerdings im Klaren darüber, dass es in den letzten Jahren von Nachbarländern wenig Unterstützung gab.

Was nach zumindest leichter Selbstüberschätzung klingt, erscheint angesichts der Werbemaßnahmen, die der Hit-Produzent für dieses Ziel auffährt, jedoch nicht mehr ganz unrealistisch. Zum einen verschleiert Christensen ganz Marketingprofi bekanntlich mit Burlesque-Stripperin Dita von Teese den eher dünnen Swingtrack.

Oprah ruft, Alex swings

Bei der Wahl ihres Bühnenoutfits redet Christensen der extravaganten Dita auch nicht rein - selbst wenn der Schneider am Ende nicht mehr viel zu tun haben könnte: "Wie nackt sie sein wird? Wenn ich das mal selber wüsste! Aber das ist künstlerische Freiheit, da werde ich sie bestimmt nicht einschränken", so der 42-Jährige.

Darüber hinaus rührt der Produzent auch in den USA die Werbetrommel. Per Auftritt in der Oprah Winfrey Show, deren Macher eigens den Johannes-Brahms-Platz in Hamburg angemietet haben, um Christensen/Loya per Liveschalte in die Sendung zu integrieren. Dumm nur, dass die Amerikaner beim Euro-Contest nicht mitabstimmen. Dita selbst ist beim Auftritt in Hamburg nicht mit von der Partie.

Weiterlesen

Grand Prix Dita strippt für Deutschland

Deutschlands Grand Prix-Beitrag bekommt einen Schuss Erotik verpasst: In Moskau steigt Dita von Teese in Korsett und Strapsen zusammen mit Alex Christensen und Oscar Hoja auf die Bühne.

Grand Prix Protestsong unerwünscht

Der Eurovision Song Contest in Moskau will keine politische Bühne bieten. Deshalb darf Georgien nicht mit dem antirussischen Protestsong "We Don't Wanna Put In" an den Start gehen.

Grand Prix 2010 wieder mit Vorentscheid

Der Unterhaltungschef des NDR gibt bekannt, dass es im nächsten Jahr wieder einen nationalen Vorentscheid beim Eurovision Song Contest geben wird. Ja wie denn nun, deutscher Schlager?

Grand Prix Georgien provoziert Wladimir Putin

Der geplante Beitrag Georgiens beim diesjährigen Eurovision Song Contest sorgt für Zündstoff. Der Song "We Don't Wanna Put In" ist ein offener Affront gegen den russischen Ministerpräsidenten.

laut.de-Porträt Alex Christensen

Die Titelmelodie zu "Das Boot" geht eigentlich auf das Konto Klaus Doldingers. Tatsächlich reitet aber ein anderes U-Boot die Welle des Erfolgs. An Bord …

30 Kommentare

  • Vor 13 Jahren

    Kann mal bitte jemand an die Kinder denken

  • Vor 13 Jahren

    Alex C. is wirklich sehr überzeugt von seinem Beitrag. Das hat man auch schon bei der ECHO-Verleihung gesehen.
    Das mit Oprah ist doch irgendwie schon der Wahnsinn.
    Ich tippe, auf jeden Fall wird Christensen höher platziert werden als der Vater von Giulia Siegel und "Fachproll" Bohlen ebenfalls (damals 14. Platz).
    Aber auch mal geil einfach zu sagen: "Bei Platz 10 wäre ich schon ein bisschen enttäuscht".
    Tja, viel Glück bei der Vorjahres-Bilanz:
    2005 - 24. Platz
    2006 - 15. Platz
    2007 - 19. Platz
    2008 - 23. Platz

    Von der Optik her ist Großbritannien mit Jade Ewen mein Favorit, die übrigens mit einer Diane Warren/Andrew Lloyd Webber-Nummer antritt.

  • Vor 13 Jahren

    @Sancho (« Kann mal bitte jemand an die Kinder denken »):

    YMMD! :D