Die 63. Grammy-Verleihung war speziell: verschiedene Locations, nicht öffentlich und auch der ein oder andere Rekord war fällig.

Los Angeles (ebi) - "Es ist eine magische Nacht": Die 63. Vergabe der Grammy Awards am Sonntag sorgten für einen Rekord. Beyoncé holte sich vier Trophäen und damit auch ihre 28. Auszeichnung, mehr als jede andere Musikerin zuvor. Im Laufe ihrer Karriere war sie 79 Mal nominiert worden. Mehr Grammys ergatterte nur der 1997 verstorbene ungarisch-britische Dirigent Georg Solti, nämlich 31.

Die Grammy-Verleihung, der wohl wichtigste Musikpreis der Welt, ging aufgrund der Corona-Pandemie sechs Wochen später als geplant über die Bühne. Die Show beziehungsweise die Preisübergaben und Liveauftritte fanden zudem in unterschiedlichen Locations und unter Wahrung des Social Distancings statt. Publikum war so gut wie nicht zugegen. Live performten unter anderem Taylor Swift, Cardi B, Dua Lipa, Bruno Mars und BTS.

Die beste Aufnahme des Jahres verlieh die Recording Academy heuer Billie Eilish für "Everything I Wanted". Eilish hatte die Kategorie bereits im vergangenen Jahr gewonnen. Taylor Swift reüssierte mit "Folklore" beim Album Of The Year: Sie holte den Album-Award als erste Künstlerin zum dritten Mal. Der Song des Jahres ging an R'n'B-Sängerin H.E.R.: Ihr "I Can't Breathe" greift die Tragödie um den gewaltsamen Tod George Floyds im vergangenen Mai auf, der Prozess gegen den Hauptangeklagten, den Polizisten Derek Chauvin, soll übrigens in zwei Wochen beginnen.

Drei Awards für Megan Thee Stallion - und einer für Kanye

Megan Thee Stallion wurde zum Best New Artist gekürt. Sie siegte auch bei Best Rap Performance und holte als erste Frau ever den Best Rap Song-Award mit "Savage". Dua Lipa holte das Best Pop Vocal Album ("Future Nostalgia"), Harry Styles die beste Pop-Performance. Lady Gagas und Ariana Grandes "Rain On Me" ist die Best Pop Duo/Group Performance 2020. Kanye West legte mit "Jesus Is King" das Best Contemporary Christian Music Album vor. Das beste Rap-Album stammt von Nas ("King's Disease"), in der Kategorie Dance/Electronic-Album hatte Kaytranada ("Bubba") die Nase vorn.

Grammys für die Strokes, Body Count - und Josh Homme

The Strokes gewannen ihren ersten Grammy überhaupt für das beste Rockalbum ("The New Abnormal"), der beste Rocksong kommt von Brittany Howard ("Stay High"), ansonsten reüssierte in dem Genre Fiona Apple (Best Rock Performance und Best Alternative Music Album), die erstmals seit 23 Jahren wieder einen Grammy holte. In der Kategorie Best Metal Performance siegten Body Count ("Bum-Rush"). Sogar Josh Homme kann sich quasi ein goldenes Grammophon in den Schrank stellen: Doug Cunningham und Jason Noto gewannen als künstlerische Leiter seiner "Desert Sessions Vols. 11 & 12" in der Kategorie Best Recording Package.

Alle Gewinner*innen gibt es hier im Überblick. Deutsche Interpreten waren in den über 80 Kategorien nur im Klassik- beziehungsweise Jazzbereich nominiert, holten aber keinen Preis.

The Weeknd ist raus

Über die Vergabe der Grammys entscheiden alljährlich die gut 13.000 Mitglieder der Recording Academy. Schon im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung - wie gewohnt - ihren ersten Skandal produziert: The Weeknd tauchte mit seinem Megaerfolg "After Hours" in den Nominierungen kein einziges Mal auf. Der Kanadier kündigte nun wenige Tage vor der Show an, die Grammys ab sofort zu boykottieren. Seit Jahren sieht sich die Academy mit dem Vorwurf der Diskriminierung von Frauen und schwarzen Künstlern oder der Kritik am intransparenten Wahlsystem konfrontiert.

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Billie Eilish, Beyoncé und Co

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