Angesichts der geplanten Tarifreform, dem ungeklärten Konflikt mit YouTube und einem Prozess gegen Musikpiraten wegen einer umstrittenen Creative Commons-Lizenz vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem nicht über den Musikrechteverwerter GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische …

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  • Vor 9 Jahren

    DANKE SCHTÖN
    @ Ragism

    Danke für deinen Comment. Gut zu hören, dass du den Künstlern was gönnst.
    "Alles wird gut" mit dem geschäftlichen und vertraglichen . Hoffe ich ! ???

  • Vor 9 Jahren

    @skywise Es ist das Problem der GEMA, wenn sie ein Pseudonym in ihrer Datenbank nicht findet. Sie kann hier keinen Vertrag zu Lasten Dritter konstruieren und annehmen, die Künstler würden uns anlügen um sich selber um ihre GEMA-Tantiemen zu bringen.
    Und ja, es gibt verschiedene Arten zu Lügen.

  • Vor 9 Jahren

    @musikpirat:
    Das Wort "Lüge" kommt Dir ein bißchen zu häufig für meinen Geschmack über die Tastatur.
    Wie schon weiter oben gesagt: das sollen die Leute entscheiden, die mehr Einblick in die rechtliche Situation haben, und im Grunde genommen würde ich Dir den Rat geben, die ganze Scheiße nicht so breit zu treten, denn nach meinem Dafürhalten ist die Angelegenheit bei weitem nicht so klar, wie Du sie hier darstellst (oder um es mit Deinen Worten zu sagen: es könnte sein, daß Du uns anlügst, weil Du uns mögliche Folgen für die Urheber hier nicht mitteilst).
    Gruß
    Skywise

  • Vor 9 Jahren

    @skywise: Welche möglichen Folgen für die Urheber? Wenn ein Urheber sein Werk unter eine Creative Commons-Lizenz stellt, ist das seine freie Entscheidung.

    "Die ganze Scheiße" wird so breit getreten, wie es nötig ist, um die GEMA in ihre Schranken zu verweisen. Es geht hier um das grundlegende Recht, ein Werk anonym oder pseudonym in Deutschland auf CD pressen zu lassen, ohne dass Bohlen und co dafür bezahlt werden müssen.

  • Vor 9 Jahren

    @musikpirat:
    Klar ist das seine Entscheidung. Und wer macht nachvollziehbar, daß es seine Entscheidung ist? Ist Dir noch nicht der Gedanke gekommen, daß ein findiger Zeitgenosse schlicht das Pseudonym eines der Künstler mit seinem eigenen bürgerlichen Namen bei der GEMA anmelden kann (weil - geht ja, hammer ja gelernt), um von zukünftigen Veröffentlichungen dieses Urhebers vielleicht ein wenig profitieren zu können oder ihn dazu zu zwingen, sein Pseudonym zu ändern? Mit einem ständig wechselnden Pseudonym hat man's im allgemeinen eher schwer, eine vernünftige Basis von Fans oder Hörern aufzubauen, zumal man offensichtlich im Hintergrund bleiben und allein über den Namen operieren will ...

    Du hast doch das grundlegende Recht, ein Werk anonym oder pseudonym auf CD pressen zu lassen. Hier soll eine Information von A (Urheber) zu B (GEMA) fließen. Die soll nicht im Booklet publik gemacht werden, geschweige denn soll Geld fließen.

    Ich weiß nicht, worin die Notwendigkeit bestehen sollte, auf laut.de die Geschichte breitzutreten, denn auf dieser Seite wird die GEMA ganz bestimmt nicht in ihre Schranken gewiesen, sondern allerhöchstens vorm Richter, und selbst da bin ich mir im gegebenen Fall gar nicht mal so sicher, ob man hier wirklich von "Schranken" sprechen kann. Und immer bedenken, daß man trotz stolz geschwellter Brust ("Mutti, ich führ' jetzt einen Prozess gegen die GEMA") auch auf den Sack bekommen kann, oder wie ein geflügeltes Wort sagt: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe.

    Ich wünsch' Dir viel Glück bei dem Prozess, aber Deine Siegesgewißheit kann ich nur bedingt teilen.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 9 Jahren

    Du hast das Prinzip der Creative Commons scheinbar nicht verstahden :) Die Urheber erlauben _jedem_ ihre Werke auf CD zu Pressen. Es besteht keine Notwendigkeit dafür, bei der GEMA darum zu betteln, das auch wirklich tun zu dürfen.

    Und ist sehr gut klar, dass wir den Fall auch verlieren können. Aber die CC-Lizenzen wurden nicht von Idioten ausgedacht und die GEMA hat keine gesetzliche Grundlage, um von uns die Nennung der Namen zu erzwingen.

  • Vor 9 Jahren

    @stummerzeuge (« Pah, jetzt beansprucht Craze mal wieder für sich der tollste zu sein und spielt das Know How anderer runter, peinlich und durchschaubar und ständig nur am motzen wie ein getretener Hund. »):

    Nee, einfach nur deutlich intelligenter als Du! Mehr nehme ich mir garnicht raus...

  • Vor 9 Jahren

    Bei Dir wirkt sowas halt bizarr.

  • Vor 9 Jahren

    @musikpirat:
    Ich habe das Prinzip der Creative Commons sehr wohl verstanden, aber ich halte den Willen des Urhebers für ausschlaggebend. Ein nicht identifizierbares Pseudonym ist rückgratlos, hat keinen Willen und kann zweckentfremdet werden, gerne auch für Dinge, die dem ursprünglichen Träger des Pseudonyms unangenehm sind, und wenn's nur eine Anmeldung bei der GEMA ist. Wenn das für den Urheber in Ordnung ist, ist das für mich auch okay, ist schließlich sein Verderben, da will ich ihm nicht reinreden.
    Die GEMA hat vielleicht keine gesetzliche Grundlage, um von euch die Nennung der Namen zu erzwingen, aber das ist auch nicht euer Problem, wenn ich den Artikel richtig verstanden habe. Aber sie hat die gesetzliche Grundlage, bei fehlenden Angaben die Freigabe der Stücke zu verweigern, und dagegen wehrt ihr euch ...
    Und allein schon der Umstand, daß ich den Eindruck habe, einen Musikpiraten darüber aufklären zu müssen, was sein Verein eigentlich gerade macht und tut, läßt mich drüber nachdenken, ob entweder auf die Pressemeldungen kein Verlaß ist oder auf den Informationsfluß innerhalb der Musikpiraten ... ist beides möglich.
    Gruß
    Skywise

  • Vor 9 Jahren

    Die GEMA hat _keine_ gesetzliche Grundlage, um das Presse von CDs zu verbieten oder dafür Geld zu verlangen. Ebenso ist der Informationsfluss in meinem Kopf vollkommen ausreichend. Ich weiss sehr gut, weshalb ich am Montag vor Gericht stand und ich weiss auch sehr gut, wessen Werte ich hier verteidige.

  • Vor 9 Jahren

    @musikpirat:
    Ich glaube, das weißt Du gerade nicht, sonst würdest Du nicht mit irgendwelchen populistischen Brocken um Dich schmeißen, die sich auf völlig unterschiedliche Dinge beziehen.
    Nun ja, aber das ist Deine Sache.
    Mal schauen, daß ich mich in den nächsten Tagen bei der GEMA als "ElRon XChile" registrieren lasse ... wird sicher lustig.
    Gruß
    Skywise

  • Vor 9 Jahren

    Tu, was du nicht lassen kannst. Das wird keinerlei Einfluss darauf haben, dass der Song unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde und die GEMA somit kein Geld dafür kassieren kann ohne uns zu beweisen, dass der Künstler sie belogen kann.

  • Vor 9 Jahren

    Allgemein möchte ich mal einwerfen, daß Kultur nur sehr bedingt eine Sache der Justiz sein sollte. Die Trockenheit und Weltfremdheit von Paragraphen befinden sich in einem größtmöglichen Gegensatz zur Kunst. Leider betrachten viele Musik schon per se als bloße Ware, um deren Rechte man sich streiten sollte. Man wird allerdings kaum tatsächliche Künstler finden, welche der Juristerei viel abgewinnen können. Noch immer ist Kunst kein einfaches Produkt wie ein Shampoo, dessen einziger Herstellungszweck sein Verkauf ist. Wie unscheinbar und lächerlich sind Begriffe wie "Besitz", "Rechte" und "Verwertung" im Lichte der Musik. Zumindest ist jeder Mensch zu bemitleiden, der ein solch bürokratisches Kulturverständnis hat. Die meisten Musiker sind ohne Kulturverwerter und Lobbyverbände arm - sie sind es allerdings auch mit ihnen.
    Mir ist klar, daß dieser Einwand etwas unpassend in dieser Diskussion ist. Leider gibt es in Deutschland viele Bürokraten, welche auch bei der Kunst keine Grenzen für ihr Gartenzaundenken und Korinthenkackerei kennen. Man sollte niemandem die Macht über die wertvollste Hervorbringung der Menschheit überlassen, der so denkt. Meine zwei Cent, dankeschön!

  • Vor 9 Jahren

    @ Ragism
    ... so isses ! Vielen Dank für deinen Beitrag.

  • Vor 9 Jahren

    @Ragism (« Allgemein möchte ich mal einwerfen, daß Kultur nur sehr bedingt eine Sache der Justiz sein sollte. Die Trockenheit und Weltfremdheit von Paragraphen befinden sich in einem größtmöglichen Gegensatz zur Kunst. Leider betrachten viele Musik schon per se als bloße Ware, um deren Rechte man sich streiten sollte. Man wird allerdings kaum tatsächliche Künstler finden, welche der Juristerei viel abgewinnen können. Noch immer ist Kunst kein einfaches Produkt wie ein Shampoo, dessen einziger Herstellungszweck sein Verkauf ist. Wie unscheinbar und lächerlich sind Begriffe wie "Besitz", "Rechte" und "Verwertung" im Lichte der Musik. Zumindest ist jeder Mensch zu bemitleiden, der ein solch bürokratisches Kulturverständnis hat. Die meisten Musiker sind ohne Kulturverwerter und Lobbyverbände arm - sie sind es allerdings auch mit ihnen.
    Mir ist klar, daß dieser Einwand etwas unpassend in dieser Diskussion ist. Leider gibt es in Deutschland viele Bürokraten, welche auch bei der Kunst keine Grenzen für ihr Gartenzaundenken und Korinthenkackerei kennen. Man sollte niemandem die Macht über die wertvollste Hervorbringung der Menschheit überlassen, der so denkt. Meine zwei Cent, dankeschön! »):

    ....teile vieles von dem, was du da schreibst...die philosophisch einzig lohnende schnittmenge zwischen juristerei und fetter kunst bin eigentlich..... räusper ;)

  • Vor 9 Jahren

    rage, doch spaß beiseite....da kultur immer gegenstand kaufmännischer gedanken bleiben wird,(das war seit moses so und der mensch hat sich da ja nicht wirklich entwickelt) halte ich es für wichtuig, den schlamassel nicht den furchtbaren zombiejuristen der dunklen seite des tower of song zu überlassen....jene werden nämlich nie aufhören, mit gesetzen zu manipulieren...ein anderes talent ausser gier haben sie nicht (glaub mir das...ich kenne sie zu gut....bäh)...solch rhetorisch gesxchickten verdrehern a la dieses interviewe mag ich nicht unsere kultur zum fraße vorwerfen...fast ein grund, wieder anzufangen....fast...

  • Vor 9 Jahren

    @ Anwalt
    ..."eigentlich" gibt's (eigentlich) nicht. meine unterstützung hast du.
    ... und was bedeutet nun "whut" ?

    p.d.

  • Vor 9 Jahren

    @Der-Wal (« @ Anwalt
    ..."eigentlich" gibt's (eigentlich) nicht. meine unterstützung hast du.
    ... und was bedeutet nun "whut" ?

    p.d. »):

    völlig richtig...mein faux pas... 'eigentlich' = unwort...dank dir....
    'whut' scheint ein trendy grußwort unter sterblichen zu sein....ich kenn das auch nur von hier....fragen se mich da nicht, werter wal

  • Vor 9 Jahren

    Sehr richtig, Anwalt. So wie ich es verstanden habe, bist Du auch tatsächlich Anwalt oder hast zumindest etwas mit Jura zu tun. Ich bin auch jedem unglaublich dankbar, der sich im Detail gut genug auskennt, um das Recht auch für die Kultur zu verteidigen. Daß es solche gibt, ist nicht nur bei ihren Belangen, sondern auch bei anderen wichtigen gesellschaftlichen Themen unerlässlich.
    Es wäre auch vermessen anzunehmen, man käme in Kulturfragen auch ohne Gesetze aus oder sie seien nicht relevant. Ich wollte nur ein wenig gegen jene sticheln, welche die Justiz an sich bemühen müssen, um den Wert oder den Besitzstand eines Kulturguts zu ermessen. Das sorgt in jeder Diskussion um so etwas Wundebares wie die Musik für die... nun ja... herzlosesten und unangebrachtesten Statements.