Bemerkenswert: Während sich der Bund im allgemeinen Privatisierungsrausch und angesichts mauer Kassenlage immer weiter aus der Verantwortung für seine Bürger zieht, weht auf Landesebene auch mal ein anderer Wind. Etwa in der Freien Hansestadt Hamburg, wo viele kleine Clubs von der angekündigten …

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  • Vor 9 Jahren

    naja, die gema hat ja auch ihre vorteile .........für gut verkaufende, etablierte künstler..

    aber die aktion find ich schön, während im ruhrpott irgendwie zunehmende schließungen von einigen clubs zu betrauern ist, wahrscheinlich aus anderen gründen, wäre trotzdem was feines, wenns das hier auch gäb.

  • Vor 9 Jahren

    Aber das ist dock keine dauerhafte Lösung oder? Außerdem lässt sich dieses Konzept leider nicht überall durchführen(haushalsschwache Länder). Und die GEMA glaubt am ende vielleicht noch, dass sie mit allen erhöhungen durchkommt.

  • Vor 9 Jahren

    sie könnten ja auch musik spielen, die nicht zum gema-repertoire gehört. oder bands die gema-mitglied sind weniger gage zahlen, die bekommen schließlich die gema-gebühren ausgeschüttet.

    zudem besteht die gema-erhöhung in der streichung von rabatten, die bisher großveranstaltern eingeräumt wurden. dass die jetzt wegfallen finde ich nur fair, die großen sollten genauso viel zahlen wie kleine.
    für kleine clubs bleiben die preise konstant, die erhöhung wurde von den großen und vom veranstaler-verband kolportiert, um bei den kleinen veranstaltern und der bevölkerung stimmung zu machen.

  • Vor 9 Jahren

    Ich frage mich immer ob ich da was übersehe:

    Das Eintrittsgeld zu einem Konzert geht zum größten Teil an den Veranstalter und zu einem kleineren Teil an die GEMA.

    Jetzt zahlt der Veranstalter natürlich dem Künstler Geld, damit der auftritt. Wozu zieht dann die GEMA noch Geld ein? Das ist doch genauso sinnlos wie GEMA-Gebühren auf Musikstücke von offiziellen Band-Pages.
    Wenn es so ist: Wie kommt eine Behörde dazu bei dieser Forderung der GEMA an kleinen Veranstaltern mitzuspielen und einfach Steuergelder dafür rauszuhauen?
    Die richtige Schlussfolgerung wäre, den Bands weniger Gage zu zahlen (bekommen ja dann mehr durch die GEMA). Sie währen sich schließlich nicht gegen diesen Ablauf.

  • Vor 9 Jahren

    Ach was wird in den Proberäumen dieses Landes nur über die GEMA geschimpft.
    Aber wenn dann mal ne Ausschüttung kommt, halten sie doch allzugerne ihre Griffel auf.

  • Vor 9 Jahren

    @GodSpeed
    Man spielt ja nicht nur seine eigenen Songs live, sondern auch Coverversionen oder der Interpret ist nicht der Komponist und Texter. So einfach ist das nicht.

    Ich finde es gut, dass die Clubszene unterstützt wird, aber ich würde mich freuen, wenn die große Politik mal etwas innovativer denken würde und z.B. den Creative Commons Tag fördern. http://ccday-hh.blogspot.com/

  • Vor 9 Jahren

    @GODSpeed (« Ich frage mich immer ob ich da was übersehe:

    Das Eintrittsgeld zu einem Konzert geht zum größten Teil an den Veranstalter und zu einem kleineren Teil an die GEMA.

    Jetzt zahlt der Veranstalter natürlich dem Künstler Geld, damit der auftritt. Wozu zieht dann die GEMA noch Geld ein? Das ist doch genauso sinnlos wie GEMA-Gebühren auf Musikstücke von offiziellen Band-Pages.
    Wenn es so ist: Wie kommt eine Behörde dazu bei dieser Forderung der GEMA an kleinen Veranstaltern mitzuspielen und einfach Steuergelder dafür rauszuhauen?
    Die richtige Schlussfolgerung wäre, den Bands weniger Gage zu zahlen (bekommen ja dann mehr durch die GEMA). Sie währen sich schließlich nicht gegen diesen Ablauf. »):

    Zitat (« Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland (Hauptsitz Berlin und München) die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die in ihr Mitglied sind. »):

  • Vor 9 Jahren

    Na, Super, danke für den Tipp und da wollte uns am Freitag noch ein Betreiber was erzählen wie großzügig er die GEMA übernehmen wird ... :D

    Lautschrift :kiss:

  • Vor 9 Jahren

    Hamburg (mma) - Bemerkenswert: Während sich der Bund im allgemeinen Privatisierungsrausch und angesichts mauer Kassenlage immer weiter aus der Verantwortung für seine Bürger zieht, weht auf Landesebene auch mal ein anderer Wind.

    Was ist das denn bitte für ne Einleitung? Hat der Staat nicht unlängst die Commerzbank gekauft? Und damit nicht zuletzt Verantwortung übernommen, dass es nicht so läuft wie bei Lehman?

    Politische Meinung hat in einer News nichts verloren!

  • Vor 9 Jahren

    @aggrotroll (« sie könnten ja auch musik spielen, die nicht zum gema-repertoire gehört. oder bands die gema-mitglied sind weniger gage zahlen, die bekommen schließlich die gema-gebühren ausgeschüttet.

    zudem besteht die gema-erhöhung in der streichung von rabatten, die bisher großveranstaltern eingeräumt wurden. dass die jetzt wegfallen finde ich nur fair, die großen sollten genauso viel zahlen wie kleine.
    für kleine clubs bleiben die preise konstant, die erhöhung wurde von den großen und vom veranstaler-verband kolportiert, um bei den kleinen veranstaltern und der bevölkerung stimmung zu machen. »):

    Pack dich mal an den Kopf, recherchiere einmal richtig und melde dich dann erst wieder zu Wort

  • Vor 9 Jahren

    @GODSpeed (« Ich frage mich immer ob ich da was übersehe:

    Das Eintrittsgeld zu einem Konzert geht zum größten Teil an den Veranstalter und zu einem kleineren Teil an die GEMA.

    Jetzt zahlt der Veranstalter natürlich dem Künstler Geld, damit der auftritt. Wozu zieht dann die GEMA noch Geld ein? Das ist doch genauso sinnlos wie GEMA-Gebühren auf Musikstücke von offiziellen Band-Pages.
    Wenn es so ist: Wie kommt eine Behörde dazu bei dieser Forderung der GEMA an kleinen Veranstaltern mitzuspielen und einfach Steuergelder dafür rauszuhauen?
    Die richtige Schlussfolgerung wäre, den Bands weniger Gage zu zahlen (bekommen ja dann mehr durch die GEMA). Sie währen sich schließlich nicht gegen diesen Ablauf. »):

    Gute Frage und guter Post.

    Das kuriose ist ja, dass wenn die Gema z.B. 1000,- € für ein Konzert einzieht, sie davon nur ca. 100,- € an die Band wieder auszahlt (selbst wenn diese nur eigene Werke spielt). Der Rest geht für die Verwaltung drauf und wird nach einem komplizierten (undurchsichtigen) Verteilerschlüssel an andere Künstler verteilt - sprich auch ein Dieter Bohlen erhält (praktisch) Geld für ein Ärzte-Konzert

  • Vor 9 Jahren

    @zack-zack..aber zack («

    Das kuriose ist ja, dass wenn die Gema z.B. 1000,- € für ein Konzert einzieht, sie davon nur ca. 100,- € an die Band wieder auszahlt (selbst wenn diese nur eigene Werke spielt). »):

    Hängt von der Band ab und wie weit oben die im Verteilungsschlüssel der Gema steht.

  • Vor 9 Jahren

    @mr_bad_guy (« @zack-zack..aber zack («

    Das kuriose ist ja, dass wenn die Gema z.B. 1000,- € für ein Konzert einzieht, sie davon nur ca. 100,- € an die Band wieder auszahlt (selbst wenn diese nur eigene Werke spielt). »):

    Hängt von der Band ab und wie weit oben die im Verteilungsschlüssel der Gema steht. »):

    natürlich hast du da recht. Konkret meinte ich ja die "kleineren" Bands die halt in Clubs mit bis zu 1000 Besuchern spielen. Die werden (höchstwahrscheinlich) nicht ganz oben im Verteilerschlüssel stehen. Hier ist halt nur der Eindruck entstanden, dass die Bands (nahezu) die komplette Gema-Kohle bekommen

  • Vor 9 Jahren

    @zack-zack..aber zack (« natürlich hast du da recht. Konkret meinte ich ja die "kleineren" Bands die halt in Clubs mit bis zu 1000 Besuchern spielen. Die werden (höchstwahrscheinlich) nicht ganz oben im Verteilerschlüssel stehen. Hier ist halt nur der Eindruck entstanden, dass die Bands (nahezu) die komplette Gema-Kohle bekommen »):

    Wer sagt denn, daß die Bands überhaupt im Verteilerschlüssel der GEMA stehen?
    Kleinere Bands, die eigenes Material spielen, sollten sich wirklich sehr genau überlegen, wann sie Mitglied der GEMA werden.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 9 Jahren

    Das Problem dabei ist, daß es nicht die Möglichkeit gibt, ein paar Stücke von der Gema verwalten zu lassen und ein paar nicht. Wenn man Gema-Mitglied ist, greifen die sich gleich alles.

    Wenn du einerseits kommerziell Kompositionen verkaufst aber andererseits in ner kleinen, unbekannten Band spielst, wird das zum Problem.

    [Edit: Und das andere Problem ist die sog. "Gemavermutung". Der Laden gehört echt mal umstrukturiert.]

  • Vor 9 Jahren

    @zack-zack..aber zack («
    Pack dich mal an den Kopf, recherchiere einmal richtig und melde dich dann erst wieder zu Wort »):

    dann erzähl mir mal von deinen recherchen :)
    ansonsten empfehle ich erstmal den SPON-Artikel (http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,…)
    @mr_bad_guy (« Das Problem dabei ist, daß es nicht die Möglichkeit gibt, ein paar Stücke von der Gema verwalten zu lassen und ein paar nicht. Wenn man Gema-Mitglied ist, greifen die sich gleich alles. »):

    man hat die möglichkeit sich eine andere europäische verwertungsgesellschaft zu suchen, in der das nicht so ist. die britische MCPS/PRS erlaubt zB freie lizenzierung einzelner songs (mike skinner macht das) oder die dänische KODA hat auch schon alben mit CC-lizenz zugelassen (http://www.telemedicus.info/article/617-Ve…).
    über die kooperationsverträge mit der gema würde die verwertung also auch hier funktionieren.
    aber du hast recht, in der gema wird sich einiges verändern müssen. zB öffnung für CC, da wird die gema auf dauer nicht drum rumkommen.
    auch das angesprochene PRO-verfahren muss schleunigst reformiert werden.
    @mr_bad_guy (« [Edit: Und das andere Problem ist die sog. "Gemavermutung". Der Laden gehört echt mal umstrukturiert.] »):

    ohne die gema-vermutung wäre betrug tür und tor geöffnet. es würde unsummen verschlingen genug kontrolleure einzustellen, die schauen wo genau gema-repertoire verwendet wird und wo nicht.
    am gesamten musikmarkt gemessen ist der anteil an gema-freien werken halt einfach unheimlich gering, auch wenn das in deinem eigenen umfeld vielleicht ganz anders ist.

  • Vor 9 Jahren

    @aggrotroll (« @zack-zack..aber zack («
    Pack dich mal an den Kopf, recherchiere einmal richtig und melde dich dann erst wieder zu Wort »):

    dann erzähl mir mal von deinen recherchen :)
    ansonsten empfehle ich erstmal den SPON-Artikel (http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,…)
    @mr_bad_guy (« Das Problem dabei ist, daß es nicht die Möglichkeit gibt, ein paar Stücke von der Gema verwalten zu lassen und ein paar nicht. Wenn man Gema-Mitglied ist, greifen die sich gleich alles. »):

    man hat die möglichkeit sich eine andere europäische verwertungsgesellschaft zu suchen, in der das nicht so ist. die britische MCPS/PRS erlaubt zB freie lizenzierung einzelner songs (mike skinner macht das) oder die dänische KODA hat auch schon alben mit CC-lizenz zugelassen (http://www.telemedicus.info/article/617-Ve…).
    über die kooperationsverträge mit der gema würde die verwertung also auch hier funktionieren.
    aber du hast recht, in der gema wird sich einiges verändern müssen. zB öffnung für CC, da wird die gema auf dauer nicht drum rumkommen.
    auch das angesprochene PRO-verfahren muss schleunigst reformiert werden.
    @mr_bad_guy (« [Edit: Und das andere Problem ist die sog. "Gemavermutung". Der Laden gehört echt mal umstrukturiert.] »):

    ohne die gema-vermutung wäre betrug tür und tor geöffnet. es würde unsummen verschlingen genug kontrolleure einzustellen, die schauen wo genau gema-repertoire verwendet wird und wo nicht.
    am gesamten musikmarkt gemessen ist der anteil an gema-freien werken halt einfach unheimlich gering, auch wenn das in deinem eigenen umfeld vielleicht ganz anders ist. »):

    Genau der von dir benannte Artikel zeigt doch wie "weltfremd" die GEMa ist und agiert.

    Nur ein Beispiel aus dem wahren Leben:
    Ich selbst bin Konzertveranstalter und habe überhaupt nichts dagegen die momentanen Gebühren an die Gema abzuführen, solange ich mit namhaften Künstlern zusammenarbeite.
    Das Problem ist folgendes. Auf Bitten einer noch nicht namhaften Band aus dem Deutsch-Rock Bereich, habe ich deren Management übernommen. Nun haben die Jungs ein tolles Album aufgenommen (nur eigene Songs) und würden gerne auf Club-Tour gehen. Realistisch sehen sie ihr Potential bei 50-200 Besuchern.
    Eine Garantiegage ist nicht angedacht, sondern eine Eintrittsteilung mit dem Club.
    Und jetzt kommt die Gema ins Spiel: Denn die Gema interessiert nicht etwa die Besucherzahl sondern nur die qm-zahl des Clubs sowie der Eintrittspreis.
    Nimmst du also einen Club mit bis zu 266 qm bei einem Eintrittspreis von 10,- € verlangt die GEMA rund 300 € (Egal ob 10 oder 532 Besucher kommen).
    Bis hierhin eigentlich auch kein Problem würde die Band für ihre Songs auch annähernd die 300 € wiederbekommen. Ihr Anteil für die von ihnen selbst getexteten und selbst komponierten Songs beträgt aber lediglich ca. 30 €.
    270 € werden an andere Künstler ausgeschüttet. ( Übrigens: Michael Holm ist einer der von der GEMA best-bedachten Künstler).
    So jetzt kannst du ganz einfach Rechnen (und wir lassen mal alle anderen Kosten weg)
    Du hast 100 Besucher a' 10 € sprich 1000,- € Gesamteinnahmen. Der Clubbetreiber erhält 50 %, so dass der Band 500,- € bleiben.
    Die Gema zieht sich davon 300,-€.
    Bleiben 200,- € für Hotel, Sprit und Verpflegung (d.h. wenn der Clubbetreiber die Werbung übernimmt)
    Im Besten Fall (wenn man eine nahgelegene Jugendherberge findet ei +/- 0 Geschäft)
    Kommen jedoch weniger als 100 Besucher........

    So und jetzt sag mir nochmal, welche Daseinsberechtigung die GEMA in der JETZIGEN FORM hat?

    Ich persönlich finde es nachhaltiger und auch sympathischer, wenn eine gute Band sich ihr Publikum "erspielt", als wenn sie tatsächlich mal einen Song in den Charts hatte

  • Vor 9 Jahren

    nein, in diesem fall lohnt sich gema auch gar nicht, wieso ist die band denn überhaupt mitglied? haben sie denn genug airplays oder verkäufe dass sich das lohnt?
    die gema ist ein modell, das für ein massengeschäft konzipiert wurde, für kleine künstler lohnt sich das oft nicht. aber das kann man ja abwägen bevor man beitritt.

    und wie ich bereits geschrieben habe ist das PRO-verfahren (mit dem diese live-geschichten verrechnet werden) schlecht und muss schleunigst geändert werden, wie viele andere dinge.
    bis dahin sollte man versuchen möglichst häufig in möglichst vielen gema-bezirken zu spielen um im ranking aufzusteigen (oder eine befreundete band irgendwo in deutschland bitten, einen song pro abend zu covern, damit das auf dem meldebogen landet)

    das ganze ändert aber nichts daran dass es eine grundsätzliche daseinsberechtigung für verwertungsgesellschaften gibt, weil der einzelne urheber seine rechte ab einer gewissen popularität einfach nicht mehr selbst wahrnehmen kann.

  • Vor 9 Jahren

    @aggrotroll (« nein, in diesem fall lohnt sich gema auch gar nicht, wieso ist die band denn überhaupt mitglied? haben sie denn genug airplays oder verkäufe dass sich das lohnt?
    die gema ist ein modell, das für ein massengeschäft konzipiert wurde, für kleine künstler lohnt sich das oft nicht. aber das kann man ja abwägen bevor man beitritt.

    und wie ich bereits geschrieben habe ist das PRO-verfahren (mit dem diese live-geschichten verrechnet werden) schlecht und muss schleunigst geändert werden, wie viele andere dinge.
    bis dahin sollte man versuchen möglichst häufig in möglichst vielen gema-bezirken zu spielen um im ranking aufzusteigen (oder eine befreundete band irgendwo in deutschland bitten, einen song pro abend zu covern, damit das auf dem meldebogen landet)

    das ganze ändert aber nichts daran dass es eine grundsätzliche daseinsberechtigung für verwertungsgesellschaften gibt, weil der einzelne urheber seine rechte ab einer gewissen popularität einfach nicht mehr selbst wahrnehmen kann. »):

    Ich stimme dir in vielen Punkten zu, aber es darf doch eigentlich nicht sein, dass gerade die, deren Interessen die GEMa ja angeblich vertritt gezwungen werden müssen zu tricksen.

    Grundsätzlich ist es für viele Künstler Überlebenswichtig, dass eine Verwertungsgesellschaft ihre Interessen vertritt, nur kann ich mich des Eindrucks einfach nicht erwehren, dass die GEMA hauptsächlich ihre eigenen Interessen vertritt.

    Das problem ist doch, daß so gut wie alle aus der Musikbranche sehr unzufrieden ist, mit dem was die GEMa leistet und tut, diese jedoch vom Gesetzgeber praktisch die Lizenz zum Gelddrucken hat.
    Nicht ein Mensch aus der Live-Branche würde sich aufregen, wenn z.B. die GEMA anhand von verkauften Tickets abrechnen würde. Das wäre kalkulierbar. Wenn dann noch der Anteil von eigenen Songs der Bands berücksichtigt würde (90% der Lieder eigene Songs, dann 90% der GEMA-Gebühren für die Band), dann wäre zumindest für die live Branche alles in Butter.

    Das wäre sehr einfach und ohne größeren Verwaltungsaufwand zu handhaben. Und es wäre vor allem gerecht.

    Als absolutes Negativ-Beispiel führe ich gerne eins meiner Konzerte vom 04.09.2009 an.
    1300 qm Halle (abteilbar) mit 67 zahlenden Besuchern + ca. 120 "Gewinnern" von Freikarten.
    Eintrittspreis 32,- € - Gesamteinnahmen knapp 2000 € - Gemarechnung (wegen der ursprünglichen Hallengröße) knapp 1200 €
    Jetzt kann man sagen: Pech gehabt! Aber wenn die GEMA eine Gebührensteigerung von ca. 600 % bis zum Jahr 2014 ankündigt, weil sie ach so wenig bekommt, dann frage ich mich, wieviele Veranstalter überleben werden. Und da die Live-Branche heute schon zu den Haupt-einnahmequellen der allermeisten Künstler zählt, sehe ich diese Problematik als gefährlicher für die Musikszene als das Filesharing.

    Zurück zum Topic: Ich sehe den Hamburger Vorstoss mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
    Zum einen ist es Klasse, das die Hamburger was für ihre Musikszene tun, aber als "egoistischer" Veranstalter muss ich dann ja das Hamburger "Knust" z.B. dem Frankfurter "Batschkapp" vorziehen, da ich ja die GEMA-Gebühren auf das Knust abwälzen kann.
    Denken aber mehr Veranstalter so wie ich, dann führt das zwangsläufig dazu, dass es eine Schwemme von Club-Konzerten von Nicht-Hamburger-Bands geben wird und die dortige Clubszene schnell gesättigt ist.
    Das fällt dann wieder auf die Hamburger Musik-Szene zurück, denn welcher Club gibt dann noch unbekannten lokalen Bands eine Chance, wenn er z.B. halbwegs bekannte Bands aus Berlin oder sonstwo her, verpflichten kann?

    Ein zweischneidiges Schwert mit nur einem Gewinner: Der GEMA

    Edit: Sorry für die Fehler in der Klein- und Großschreibung, aber beim Thema GEMA t(fl)ipp ich aus