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Push It Real Good

Schaffen wir erst einmal die Songs aus dem Weg, die bei mir vergangene Woche nicht gerade für Freudentaumel sorgten. Als konvertierter kleiner Luciano-Fanboy tut es mir fast schon leid, seine neue Single in diesem Segment zu plazieren, aber sorry: Was zur Hölle ist das?!

Ich dachte wirklich, wir hätten diesen Testosteron-geschwängerten Pumper-Rap im McFit-Keller fest unter Verschluss gehalten. Außer Majoe scheint 2022 jeder eingesehen zu haben, dass es wirklich niemanden, der das fünfzehnte Lebensjahr überschritten hat, interessiert, wie viel du an der Hantelbank drückst.

Immerhin: Lucianos Ansprache in dem Song richtet sich zumindest in der ersten Strophe ausnahmsweise auch an Frauen, das Endprodukt klingt deswegen allerdings nicht weniger peinlich. Im Gegenteil: So aggressiv, wie Luciano seine Trainingsroutine ins Mikro brüllt, driftet der Song schon fast ins Komödiantische ab. Schade um den schönen Beat.

Das einzige Gute daran: die Vorstellung, wie sich ein mit Protein-Shakes gedopter Halbstarker von Luciano beim Training "Baby Shawty, drück' die Squats bis die Lululemon platzt" ins Ohr schmatzen lässt. Man muss in den YouTube-Kommentaren nicht lange suchen, um über einen ersten Erfahrungsbericht zu stolpern.

"Bro … Ich und mein Kollege sitzen im Gym, trinken unseren Café und hören uns diesen Drop an. Aber für uns ist das nichts. Lyrics diesmal nicht so Baba."

Tja. Push it real good, indeed.

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