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Sag niemals "Wie geht es Ihnen?"

Kundenfreundlichkeit bei Berliner Taxifahrern ... ist eine Sache für sich. Das hat unlängst auch Chefket feststellen müssen: Der Fahrer, zu dem er ins Taxi stieg, wollte ihn partout nicht zum Görlitzer Park fahren. Auf durchaus höfliche, aber penetrante Nachfragen bekam er zur Antwort, man "passe nicht zusammen" und Chefkets freundliche Begrüßungsfrage "Wie geht es Ihnen?" sei "zu schleimig" gewesen.

Öh, okay. So weit, so schräg. Chefket filmte die Szene und stellte sie online was ich nachvollziehbar, aber durchaus diskutabel finde. Genau wie den Begleittext "Obacht, Rassismuskeule." Ich werde den Teufel tun und Chefket absprechen, dahingehend schlimme, lästige, zermürbende, demütigende Erfahrungen gemacht zu haben. Ich bin überzeugt davon, dass es so ist. Alltagsrassismus ist überall und ein Riesenproblem, und Chefkets stete Mühen, solche Momente sichtbar zu machen, sind wichtig und richtig.

Wenn man sich aber erst auf ein Problem fokussiert hat, sieht man genau dieses Problem dann halt auch überall. Sogar da, wo es vielleicht tatsächlich mal nicht auftritt. Ist dieser Herr hier jetzt wirklich ein Rassist, der Chefket seiner nicht-arischen Erscheinung wegen nicht chauffieren wollte - oder ist das einfach ein schlecht gelaunter Berliner Taxifahrer, der offenkundig einen ranzigen Spülschwamm zum Frühstück gefressen hatte, womit sich eine zivilisierte Grußformel einfach nicht vertrug?

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1 Kommentar mit 7 Antworten

  • Vor 2 Jahren

    chefket ist auch so eine graupe. ich verabscheue menschen die ungefragt alles aufnehmen. der kann froh sein das der fahrer ihm nicht noch das handy aus den wichsgriffeln gekloppt hat. dann noch so dümmlich zu diskutieren vonwegen "gesetzlich verpflichtet". wage mal zu behaupten das er sich damit erst richtig in die gülle gelabert hat. rassismus seh ich da auch nicht. eher ein traditionell-grummeliges und mies gelauntes berliner taxi-urvieh, der die nase voll hat vom görli und von schmalzigen gentrifizierern. chefket geht doch optisch nichtmal in die kanacken richtung, von daher einfach nur wieder die suche nach aufmerksamkeit. und wie geht das am besten? richtig.

    • Vor 2 Jahren

      Stimme dir zu, was die Graupigkeit von Chefket betrifft. Recht hat er aber, nach dem Personenbeförderungsgesetz unterliegen auch Taxifahrer der Beförderungspflicht, mit nur wenigen Ausnahmen. Ein Taxifahrer darf einen Gast nur dann nicht befördern, wenn er zum Beispiel stark alkoholisiert ist, stinkt und sehr ungepflegt ist, eine Gefahr für den Fahrer darstellt, stark blutet, das Fahrtziel außerhalb seines Beförderungsbereiches ist. Nicht zueinander passen und schleimige Begrüßungen gehören nicht zu den Gründen, aus denen ein Taxifahrer die Beförderung verweigern darf.

    • Vor 2 Jahren

      Chefket ist ein richtig räudiger Hund, der allzu gerne die Rassismus-Opfer-Keule schwingt, hier und auch neulich bei Fridays for Future, die Rassisten schlechthin. Hab ihn vor ein paar Jahren mal live gesehen und fand ihn raptechnisch recht naise, aber insgesamt geht der Typ nicht klar.

      Das Taxifahrer oft ihre eigenen Auflagen und auch die Stvo nicht kennen, bzw. wie selbstverständlich missachten steht auf einem anderen Blatt.

    • Vor 2 Jahren

      Trauriger kleiner Wicht. Was frustriert dich so? Dass du noch bei deinen Eltern wohnst? Oder dass du keine Freundin abbekommen hast?

    • Vor 2 Jahren

      Hoffentlich fährt chefket in naher Zukunft mit dem Taxifahrer aus giallo (2009) :)

    • Vor 2 Jahren

      @PunkrockOnkel: reiss dich mal zusammen, du ranziger schmiermichel. wenn dir hier was nicht passt, dann verzieh dich zurück in deine subkultur.
      @CAPSLOCK: frage mich wie da die tatsächliche rechtslage wäre, wenn der fahrer behaupten würde das er sich von chefket bedroht gefühlt hat?

    • Vor 2 Jahren

      Bin kein Jurist, aber mit meinem Laienwissen würde ich sagen, dass das Video als Beweismittel zugelassen wird, da der Taxifahrer von der Aufnahme wusste. Dann würde wohl gegebenenfalls ein Gericht (ich hab keinen Plan, welches Gericht sich wie damit auseinandersetzen würde, und auch nicht, womit der Fahrer bestraft werden würde) das Video zum Anlass nehmen um zu sagen, "Quatsch, du hast dich nicht bedroht gefühlt, sieht man doch". Aber das ist nur ne Vermutung, wie gesagt.

    • Vor 2 Jahren

      hätte immer eher vermutet das der taxifahrer am ende dann doch noch sowas wie ein hausrecht hat und irgendwelchen eumels die mitfahrt einfach verweigern kann...aber naja, seis drum. chefket hats verkackt und da sind wir uns wohl ausnahmsweise mal alle einig ;)