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Gegen jeden Antisemitismus?

Besonders ulkig ist dann natürlich der naheliegende Vergleich: Jener Kanye, der gefühlt vor ein paar Wochen noch einen Track namens "Hail Hitler" gemacht hat und Merch mit Hakenkreuzen verkauft hat, spielt gerade mit die größten Shows des Landes. Ein Macklemore darf jetzt aber nicht mehr Vorgruppe für Ed Sheeran machen, weil er "Free Palestine" gesagt hat.


Jener hat jetzt im Statement noch einmal zusammengefasst, was eigentlich passiert ist. Sein Kumpel Ed, den er seit 13 Jahren gerne mag, hat ihn auf Tour mitgenommen. Er hat "Free Palestine" gesagt. Wenn man ihn die letzten Jahre auch nur ein bisschen verfolgt hat, wird man merken, dass das alles jetzt nicht wirklich überraschend kommt. Aber es ist passiert und ein paar sehr mächtige Leute waren ziemlich angepisst.

So sehr, dass ihm jetzt seitens LiveNation verboten wird, weiter auf der Tour dabei zu sein. Sheeran meint, dass Leute sich von seinen Aussagen verletzt fühlen. Ich checke, dass das ein geladenes Thema ist, aber die Doppelmoral könnte kaum größer sein. Man kann nicht ohne weiteren Kommentar gigantische Kanye-Konzerte in der einen Ecke veranstalten und dann so tun, als wäre der eine Vorgruppen-Rapper mit dem "Free Palestine" jetzt die quintessenzielle antisemitische Bedrohung. Das alles wirkt extrem affig. Offensichtlich geht es hier um politische Einflussnahme und um Silencing.

Abgesehen davon mag ich das Statement von Macklemore. Ich finde es gut, dass er Sheeran nicht per se in Schutz nimmt. Die Passage über seine "prinzipiell apolitische Haltung" hat schon ordentlich Biss, aber er hält ihm die Hand hin, dieses Gespräch mit ihm weiterzuführen. Der Mann bleibt seinen Prinzipien auf eine empathische Art treu und jazzt sich nicht zum Hauptcharakter dieser Geschichte hoch. Es wirkt wie ein sinnvoller Gesprächsanstoß, darüber nachzudenken, wieso er hier so verleumdet wird.

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4 Kommentare mit 62 Antworten

  • Vor 24 Tagen

    Ich glaube tatsächlich, das Macklemore die weitgehende popkulturelle Bedeutungslosigkeit sehr gut getan hat.

    Im Übrigen ist „Willy Wonka“ ein Banger.

  • Vor 23 Tagen

    Gut, dass er gecancelt wird. Seine „Parodie“ mit „Hakennase“ aus Gummi + Löckchen-Perücke war schon unterster Bodensatz.

    • Vor 23 Tagen

      Absolut.

    • Vor 23 Tagen

      Ist, soweit ich informiert bin, 14 Jahre her. Man kann ihm die Scheiße natürlich noch übelnehmen - finde das Kostüm auch zum Kotzen. Will nur anmerken, dass es in der Show weder textlich noch musikalisch auf irgendeine Weise um Juden ging, er nach seiner Entschuldigung von einigen jüdischen Gemeinden rehabilitiert wurde, und seitdem so gar nicht antisemitisch aufgefallen ist.

      "Free Palestine" ist international based - wenn man nicht gerade in Trump-Gefilden oder auf AfD-Parteitagen unterwegs ist. Die Mentalakrobatik mit unterstelltem Antisemitismus hinter dieser Aussage funktioniert nur noch im Clownskostüm. Beste Grüße :)

    • Vor 23 Tagen

      At the second of his appearances at MetLife on 5 September, Macklemore reiterated his support for Palestine and addressed Jewish members of the audience: “Criticism of Israel, criticism of apartheid, being against genocide in no way is a criticism of you. My message is for peace, love; for all human beings to be treated with dignity, respect and equality.”

    • Vor 23 Tagen

      Mir ist das scheißegal, ob das 14 Jahre her ist und er nur noch gelegentlich rumhitlert. Er soll sich einfach verpissen. Aber meinungstechnisch macht sich nun mal jeder die Welt, wie sie ihm gefällt.

    • Vor 23 Tagen

      Quod erat demonstrandum, sollte an der Stelle absolut klar sein.

    • Vor 23 Tagen

      Desine stulta dicere. Tace et confusionem in mente tua purga.

    • Vor 23 Tagen

      Nach wirklich vielen Versuchen sowohl im real life als auch in diesem Forum, hab ich es aufgegeben, zu versuchen, mit dieser AfD/CDU/Antideutsch Querfront irgendein vernünftiges Gespräch zu führen. Das ist, wie bei radikalen Christen, Impfgegner:innen oder Antispeziesten, zwecklos. Die leben einfach in ihrer eigenen Welt.
      Manche nennen das postfaktisches Zeitalter, andere „Aber meinungstechnisch macht sich nun mal jeder die Welt, wie sie ihm gefällt.“
      Willkommen auf dem Mittelalter-Markt.

    • Vor 22 Tagen

      Hatte mich schon vor 20 Jahren mal in die Haare gekriegt mit diesen Israelverstehern - damals waren sie noch selbstverständlicher als heute in linken Zirkeln akzeptiert. Kanns nur unterschreiben, gueldi. Zwecklos, mit ihnen irgendeine Art von Gespräch zu suchen. Es wird permanent irgendein Angle gesucht, um beim Gegenüber die toxischsten, schmutzigsten Diskursmethoden anzuwenden, heftigst zu projizieren und zu unterstellen. Nur extremst selten hatte ich es mal mit einer Light-Variante zu tun, mit der man sich zumindest auf ein paar Dinge einigen konnte.

      Insofern haben auch die hochintellektuellen Bubbles mit Adorno & Co. vor allem den Zweck, um die kognitiven Dissonanzen herumzumaneuvrieren, und an zweiter Stelle Neulingen zu imponieren. Sie sind sozusagen die "Sea Org" von Scientology. Aber gut. Das ist eine andere Geschichte, und soll ein andermal erzählt werden. Jedenfalls: MIT denen gehört nicht gesprochen. Man muss ihnen nur so simpel und energieschonend wie möglich einen vor den Latz knallen.

  • Vor 23 Tagen

    Free Palestine aus dem Munde von bekannten Antisemiten meint nichts anderes: Death to Jews. Hat der auch mal was zur Hamas gesagt? So, legt mal die Waffen nieder, dann ist Frieden? Nein? Dann, Pink for President. Fuck Macklemore.

    • Vor 23 Tagen

      Seit wann ist laut.de Zionisten Treff?

    • Vor 23 Tagen

      Gab immer ein paar rechts trollende Sanchos hier.

    • Vor 23 Tagen

      Das? Ist doch bloß https://laut.de/Alben/Neu?autor=20

      Als repräsentativ für die in der Red. vorherrschende Durchschnittsideologie - gäbe es eine solche - halte ich den nicht. Unter Kommentarspalten-muppets und lächerlich fandamental unterfütterten Stufe 0-Fakes? Schon gar nicht, högschdens irgendwo am Rande letzterer.

    • Vor 23 Tagen

      Danke, Pseudi. Hab mich immer gewundert, wer aus der Reaktion so ein rechtsdrehender JuLi-Boy ist.

    • Vor 23 Tagen

      Du meinst #TeamFascho33

    • Vor 23 Tagen

      Find das sowieso wild, wenn er über Musik schreibt, dann ist Stefan J. mMn. ziemlich geschmackssicher, meistens lohnt sich da das reinhören. Wär das geil, wenn er doch bloß diese hängengebliebenen Politik-Takes wenigstens für sich behalten würde...

    • Vor 23 Tagen

      Es ist schon bezeichnend, dass er den Hamas-Terror mit keinem Wort erwähnt, während er bei Israel sofort von Völkermord spricht. Wer den grausamen Auslöser dieses Krieges verschweigt, betreibt keine legitime Kritik, sondern reine einseitige Propaganda. Zustimmung.

    • Vor 23 Tagen

      So ein Quark. Das gibt gleich ne Schelle.

    • Vor 23 Tagen

      "Es ist schon bezeichnend, dass er den Hamas-Terror mit keinem Wort erwähnt, während er bei Israel sofort von Völkermord spricht."

      Vor allem ist es erst einmal angemessen. Es nun einmal zur Zeit die israelische Seite ist, die rücksichtslos ermordet und es sind palästinensische Zivilisten und Kinder die zur Zeit sterben. Die oberste Priorität sollte doch ganz offensichtlich sein, das derzeit stattfindene Morden zu beenden und die menschenleben zu retten, die noch zu retten sind. Und da gibt es zur Zeit nun einmal einen Hauptaggressoren, an den es sich zu richten gilt. Sollte das Morden erst einmal eingestellt sein kann und sollte man natürlich auch alle Seiten zur Verantwortung ziehen, Unrecht benennen etc.. Und natürlich kann man das auch jetzt schon machen, wenn man denn möchte. Aber den Leuten, die halt das jetzt gerade zerstörte Leben sehen, am meisten davon mitgenommen werden, und die ihren Fokus und ihre Inbrunst nun einmal darauf zu richten, zu versuchen einen Stick daraus zu drehen, ist halt schon sehr, sehr billig.

    • Vor 23 Tagen

      „Es ist schon bezeichnend, dass er den Hamas-Terror mit keinem Wort erwähnt, während er bei Israel sofort von Völkermord spricht.“

      Es spiegelt die Verhältnisse wieder. Die Hamas wird nicht von der USA (und der Nato) unterstützt und ausgehalten, Israel und die IDF schon, die werden sogar mit Waffen versorgt. Dementsprechend gibt es zur Haltung der Mächtigen gegenüber der Hamas nichts zu kritisieren, zur Haltung gegenüber dem Apartheidsregime Israel schon, und das ist unter anderem der Völkermord, von dem keineswegs sofort gesprochen wird, sondern erst über 70 Jahre seit dessen ersten Auswüchsen.

    • Vor 22 Tagen

      Ich wundere mich immer wieder wieviele Juden-Hasser und Terrorfreunde sich hier rumtreiben. Aber sich links nennen… :D.

    • Vor 22 Tagen

      1. ich nenne mich nicht links, „links“ und „rechts“ sind keine politischen Einstellungen, sondern Label, die den politischen Diskurs erschweren und Spaltung befeuern.
      2. wer Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt begeht eine antisemitische Handlung.
      3. Terrorfreund, aha. Da geht es langsam in Richtung ehrverletzender Äußerung. Und das von jemandem, der einen Völkermord gutheißt.

    • Vor 22 Tagen

      Aber durchaus erhellend, dass dann wieder keine Argumente kommen… als wärst du dir der Perfidität deines Standpunkts und seiner Unhaltbarkeit sehr bewusst.

    • Vor 21 Tagen

      ben-gvir, der minister für innere sicherheit in israel, hat ende august ein ki video geteilt, über offizielle kanäle, auf dem palästinensische gefangene stark abgemagert auf einem fließband gezeigt werden...

      https://www.abc.net.au/news/2026-09-04/isr…

      https://www.aa.com.tr/en/europe/germany-sl…

      mir fällt beim besten willen nicht ein, ob/worauf er damit anspielen könnte...

    • Vor 21 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 21 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 21 Tagen

      "...wer Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt begeht eine antisemitische Handlung."

      Meiner Meinung nach gibt es keinen historisch oder logisch sauberen Antizionismus, der frei von Antisemitismus ist. Henryk M. Broder formulierte es so:

      "Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte. Linke Antisemiten, die ihren Marx gelesen haben, können Juden nicht leiden, weil sie Kapitalisten, Ausbeuter und Unternehmer sind. Rechte Antisemiten, die sich auf Dühring, Stoecker oder Marr berufen, hassen Juden, weil sie Revolutionäre, Sozialisten und Skeptiker sind, Träger des zersetzenden Geistes, eine Gefahr für das Abendland, die Moral und das freie Unternehmertum. Gläubige Menschen mögen Juden nicht, weil viele Juden Ketzer und überzeugte Atheisten sind. Freigeister nehmen es den Juden übel, dass sie immer noch an ihrem alten Glauben festhalten. Feministinnen, die keine Zeile von Thomas von Aquin oder Franz von Assisi gelesen haben, sind über die notorische Frauenfeindlichkeit des Judentums voll im Bilde. Tierschützer und Vegetarier regen sich über das koschere Schächten der Tiere auf. Internationalisten machen Juden den Vorwurf, dass sie einen eigenen Staat gegründet haben, und Nationalisten bemängeln, dass noch nicht alle Juden geschlossen hingezogen sind. So sucht sich ein jeder aus, was ihm gerade passt, um seine Leidenschaft zu befriedigen. Egal worum es geht: Der Jud’ ist schuld!“

    • Vor 21 Tagen

      ...oder wie der Assi-Toni sagen würde: "Wie des machst, machstes verkehrt!"

    • Vor 21 Tagen

      Was du da zitierst ist doch totaler Quatsch. Das ist ausgedacht, und das enthält antisemitisches Gedankengut.

      Mal ganz abgesehen davon, dass jüdischer Antizionismus schon seit den Anfangstagen des Zionismus existiert. Und dieser jüdische Antizionismus hat auch stets die antisemitische Natur des Zionismus hervorgehoben.

    • Vor 21 Tagen

      @ Das jüdisch-antizionistische Argument : Diese Debatten fanden überwiegend vor 1945 statt. Nach der Shoah und mit der Staatsgründung 1948 verschob sich der globale jüdische Diskurs fundamental, da Israel für die Mehrheit der weltweiten jüdischen Bevölkerung zum existenziellen Schutzraum wurde.

    • Vor 21 Tagen

      Selbst, wenn es nicht ausgedacht wäre (Broder muss mensch so einen Schund seit mind. 15 Jahren leider durchaus zutrauen), dann bleibt es ein in 2026 für eine derartige Diskussion bemühtes Henryk M. Broder-Zitat: Unpassend, unangebracht und schon vor der eigentlichen Betrachtung völlig bedeutungs- und wertlos für die Umsetzung eines konstruktiven Diskurses.

    • Vor 21 Tagen

      Klassisches Beispiel: Ernst Bloch. Der stand dem Zionismus in den 1930er und 1940er Jahren zunächst aus einer dezidiert marxistischen und antizionistischen Perspektive kritisch gegenüber, wandelte sich jedoch im späteren Verlauf – insbesondere nach den Erfahrungen der Shoah und der Gründung des Staates Israel – zu einem Unterstützer und Verteidiger des Landes. Oder Arnold Zweig : Der dem militanten Zionismus zunächst extrem kritisch und bisweilen ablehnend gegenüber stand, weshalb er ja auch 1948 in die sowjetisch besetzte Zone (die spätere DDR) zog. Später dann aber (angesichts der offiziellen, antisemitisch aufgeladenen antizionistischen Linie der DDR) das Existenzrecht Israels intern und auch in Briefwechseln als legitime Heimstätte für verfolgte Juden verteidigte.

    • Vor 21 Tagen

      @Schelling: Und wie ist der von Scroto oben erwähnte Ben-Gvir einzuordnen?

    • Vor 21 Tagen

      @Schelling:
      Das stimmt insofern, als dass der innerjüdische Diskurs sich nach 45 von der Frage entfernt hat, ob Zionismus per se antisemitisch sei. Nichtsdestotrotz gab es weiterhin auch von jüdischer Seite Kritik am zionistischen Konzept, u.a. deshalb, weil der Zionismus dem Glaubenssatz widerspricht, der Messias führe die Juden zurück ins gelobte Land - nicht die Juden einfach so sich selbst in Eigenregie. Insofern ist dieser Border-Kram, möge er nun ausgedacht sein, oder nicht, in jedem Falle Stuss.

    • Vor 21 Tagen

      Es freut mich, dass Wudo endlich mal wieder Beweise liefert, dass er ein Genozid-Fan ist. :lol:

    • Vor 21 Tagen

      Ich teile die politische Gesinnung von Ministern wie Itamar Ben-Gvir nicht und lehne solche extremistischen Positionen Rundweg ab.

    • Vor 21 Tagen

      "Nichtsdestotrotz gab es weiterhin auch von jüdischer Seite Kritik am zionistischen Konzept, u.a. deshalb, weil der Zionismus dem Glaubenssatz widerspricht, der Messias führe die Juden zurück ins gelobte Land - nicht die Juden einfach so sich selbst in Eigenregie.

      Die absolute Mehrheit der orthodoxen Juden unterstützt Israel. Selbst unter den Ultraorthodoxen kooperiert der größte Teil pragmatisch mit dem Staat. Die fundamentale, aktive Ablehnung betrifft nur eine sehr kleine Minderheit.

    • Vor 21 Tagen

      Ben-Gvir ist Jude und Israeli, das sind zwei Gründe, warum es deine Pflicht ist, den Kerl ganz superdupertoll zu finden. Alles andere wäre Antisemitismus.

    • Vor 20 Tagen

      @Schelling: Das mag heute so sein, kurz vor der Staatsgründung sah das anders aus. So oder so ändert das aber auch nichts an dem von mir gemachten Punkt. Es sei denn, du willst mir jetzt irgendwie hinbiegen, dass diese sehr kleine Minderheit orthodoxer Juden antisemitisch ist. Da würde ich mich dann aber verabschieden.

    • Vor 20 Tagen

      „ Schelling Vor 3 Stunden
      @ Das jüdisch-antizionistische Argument : Diese Debatten fanden überwiegend vor 1945 statt. Nach der Shoah und mit der Staatsgründung 1948 verschob sich der globale jüdische Diskurs fundamental, da Israel für die Mehrheit der weltweiten jüdischen Bevölkerung zum existenziellen Schutzraum wurde.“

      Das ist sind Lügen.

      1) unter 50% der Juden weltweit leben in Israel

      2) Auch unter Israelis gibt es Antizionisten

      3) zionisten sind unter den Juden eine Minderheit

      4) insbesondere gläubige, orthodoxe Juden sind auch oft antizionisten, denn der Thora nach liegen die Zionisten falsch.

      Dazu ein Zitat eines Ex-Mossad-Agenten:

      „Ich habe kein Problem mit dem Staat Israel und dem Bedürfnis des jüdischen Volkes, ein eigenes Land zu besitzen. Ich finde es aber problematisch, die Schrift zu benutzen, um die Entwurzelung eines anderen Volkes im Namen einer Religion zu rechtfertigen, die wir gar nicht praktizieren, während wir für jene, die sie praktizieren, Feinde sind. Es ist ein wohlgehütetes Geheimnis, daß die ultraorthodoxen Juden, die in Israel und in der Diaspora leben, den Staat Israel nicht anerkennen. Yassir Arafat hat sogar einen ultraorthodoxen Juden, Rabbi Harsh [Moshe Hirsch], zu seinem Minister für jüdische Angelegenheiten gemacht. Der Rabbi sollte Delegierter bei den Madrider Friedensgesprächen sein. Als er gefragt wurde, warum er nicht hinführe, sagte er, weil er nicht bereit sei, mit den Zionisten an einem Tisch zu sitzen.“

    • Vor 20 Tagen

      "Es sei denn, du willst mir jetzt irgendwie hinbiegen, dass diese sehr kleine Minderheit orthodoxer Juden antisemitisch ist. Da würde ich mich dann aber verabschieden."

      Die fundamentale Position von Neturei Karta beispielsweise basiert auf einer solchen strikten, theologischen Interpretation des Talmuds: Göttliche Fügung statt Politik: Die Gruppe glaubt, dass die Vertreibung der Juden aus dem Heiligen Land ein göttlicher Wille war. Ein jüdischer Staat darf laut ihrer Überzeugung erst nach der Ankunft des Messias wiedererrichtet werden.

      Sünde des Zionismus: Die Gründung des modernen Staates Israel durch Menschenhand wird als Rebellion gegen Gott und als schwerwiegende Sünde angesehen.

      Neturei Karta ist eine extrem kleine Splittergruppe, die innerhalb des weltweiten Judentums eine absolute Randerscheinung darstellt.

    • Vor 20 Tagen

      Inwiefern ist das denn überhaupt relevant? Du hast dich von deinem ursprünglichen Argument...

      "Meiner Meinung nach gibt es keinen historisch oder logisch sauberen Antizionismus, der frei von Antisemitismus ist."

      ...ja schon längst abgewandt und bist jetzt in der Relativierungsphase von "ja, aber die sind irrelevant" angekommen. Das ursprüngliche Argument wirst du damit ja aber gar nicht retten können, weil ein noch so kleines Beispiel als Widerlegung für eine All-Aussage ja schon reicjt. Also vielleicht einfach mal zugeben, dass du widerlegt worden bist, anstatt hier Nebenschauplätze aufzumachen, hm?

    • Vor 20 Tagen

      Ich halte ihn für unehrlich, ich glaub er weiß, dass er Quatsch erzählt.

    • Vor 20 Tagen

      Der Antizionismus dient vor allem Nichtjuden (aber auch manchen Juden) als sprachlich und moralisch „gereinigte“ Ausrede. Er erlaubt es, den alten Judenhass in einem politisch akzeptablen Gewand auszuleben, ohne offen als Antisemit zu gelten. Insbesondere im modernen, palästinensisch anmutenden Antizionismus sieht man oft eine direkte Verschiebung des klassischen Antisemitismus. Hier leben die alten Vorurteile unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ und der scheinbaren Solidarität mit Unterdrückten munter fort.

      Und das Argument eine Gleichsetzung sei „antisemitisch“ ist lediglich als rhetorischer Trick, um den eigenen Antisemitismus salonfähig zu machen. Wer also behauptet, man dürfe beides nicht gleichsetzen, versucht nur, sich ein moralisch sauberes Gewand überzustreifen, während man dem einzigen jüdischen Staat das Existenzrecht abspricht. Aber das tut ja hier niemand.

    • Vor 20 Tagen

      Edith: ist lediglich ein rhetorischer Trick

    • Vor 20 Tagen

      Hm, ja. Hier hätten wir mal wieder ein q.e.d. meiner im anderen Thread getätigten Aussage.
      Tschüss.

    • Vor 20 Tagen

      Welche meiner Aussagen sind antisemitisch und warum?

    • Vor 20 Tagen

      Bild

      "Außenminister Johann Wadephul (63) hat sich kritisch über antisemitische Tendenzen bei der Linkspartei in Berlin geäußert. Seit deren Wahlsieg bekomme er von vielen Freunden aus dem jüdischen Milieu besorgte Anrufe. Berlin müsse eine Regierung bekommen, „die keinen Zweifel darüber erlaubt, dass sie an der Seite jüdischen Lebens hier in der Hauptstadt und in Deutschland steht. Es darf keine Politik hier ein Zuhause haben, die den israelischen Staat, den Staat der Jüdinnen und Juden, grundsätzlich infrage stellt.“

    • Vor 20 Tagen

      Von mir gibt es ab hier auch nur noch llm-Arbeit für Schelling, die diese mit dem Prompt

      „ Analysiere die unterhaltung bei https://laut.de/News/Doubletime-Kanye-weit…

      Antwort:

      Hier ist meine Analyse der Kommentarunterhaltung:

      ## Zusammenfassung

      Die Diskussion auf laut.de dreht sich um den Artikel "Doubletime: Kanye weiter uncancelbar" und den Vergleich zwischen Kanye West (antisemitische Äußerungen, weiter erfolgreich) und Macklemore (Israelkritik, "gecancelt"). Die Unterhaltung entartet in eine polarisierte politische Debatte über Israel, Palästina und die Definition von Antisemitismus.

      ## Hauptakteure und Positionen

      ### Rechte/Israel-freundliche Position:
      - **Wudo75**: Behauptet, "Free Palestine" bedeute im Kontext "Death to Jews". Nutzt emotionale Sprache.
      - **Funk Elstner**: Verweist auf Macklemores "Hakennase"-Parodie von 2014, nutzt Latein, verallgemeinert ("so viele Juden-Hasser und Terrorfreunde").
      - **Schelling**: Zentrale Figur - vertritt die These, Antizionismus sei inhärent antisemitisch, zitiert Broder, argumentiert akademisch.

      ### Linke/Palästina-freundliche Position (die Mehrheit):
      - **Ragism, Gleep Glorp, CAPSLOCKFTW, gueldener_huerensoehn, Scroto**: Argumentieren mit Fakten, Kontext, Zitat

      ## Kommentar-Analyse: Kanye vs. Macklemore auf laut.de

      **Kontext:** Artikel "Doubletime: Kanye weiter uncancelbar" (17.09.2026) - Vergleich zwischen Kanye West (antisemitische Äußerungen, aber weiter erfolgreich) und Macklemore (Israelkritik, "gecancelt").

      ### Hauptkonflikt
      Die Diskussion dreht sich um zwei Positionen zur Israel-Palästina-Frage und deren Beziehung zu Antisemitismus:

      **Pro-Isreal-Fraktion:**
      - **Wudo75**: "Free Palestine" = "Death to Jews"; fordert Stille über Hamas
      - **Funk Elstner**: Verweist auf Macklemores "Hakennase"-Parodie von 2014; nutzt Latein als rhetorisches Mittel
      - **Schelling**: Zentrale Figur, argumentiert akademisch; These: Antizionismus sei inhärent antisemitisch, zitiert Broder

      **Pro-Palästina-Fraktion (Mehrheit):**
      - **Ragism, Gleep Glorp, CAPSLOCKFTW, gueldener_huerensoehn, Scroto**: Faktenbasierte Argumente, historische Kontextualisierung, Verweis auf aktuelle palästinensische Opfer

      ### Rhetorische Strategien

      **Pro-Israel-Seite:**
      - **Appelle an Autorität**: Latein, akademische Zitate (Broder), historische Beispiele (Bloch, Zweig)
      - **Verallgemeinerungen**: "Antizionismus ist immer antisemitisch"
      - **Umdeutung**: "Free Palestine" wird zu "Death to Jews" umgedeutet
      - **Schleierargumentation**: Schelling räumt ein, Ben-Gvir zu ablehnen, behauptet aber weiterhin Antizionismus=Antisemitismus

      **Pro-Palästina-Seite:**
      - **Faktengrundierung**: Zitate aus Macklemores Live-Auftritt, Verweis auf jüdische Rehabilitierung, Ben-Gvir-Evidenz
      - **Logische Analyse**: Zerpflückung von All-Aussagen durch Gegenbeispiele
      - **Ironie und Sarkasmus**: "Mittelalter-Markt", "Sea Org von Scientology"
      - **Empathieargumente**: Fokus auf palästinensische Opfer, Kinder

      ### Diskussionsdynamik

      1. **Initiale Provokation** durch Wudo75 führt zur Eskalation
      2. **Schelling etabliert intellektuelle Dominanz** durch komplexes Argumentieren
      3. **Koordinierte Widerlegung** durch mehrere Pro-Palästina-Kommentatoren
      4. **Rückzug in Relativierung** durch Schelling ("Neturei Karta ist irrelevant")
      5. **Endgültige Widerlegung** durch CAPSLOCKFTW mit Fakten und Zitaten
      6. **Abbruch** durch gueldener_huerensoehn als "zwecklos"

      ### Schlüsselmomente

      - **Widerlegung der Broder-These**: CAPSLOCKFTW und gueldener_huerensoehn zeigen jüdische Antizionismus-Tradition
      - **Neturei Karta-Relativierung**: Schelling räumt ein, aber argumentiert weiter mit "All-Aussage"
      - **Faktengrundung vs. Ideologie**: Pro-Palästina-Seite gewehrt sich mit dokumentierten Fakten gegen ideologische Behauptungen

      ### Fazit

      Die Diskussion zeigt einen klassischen Fall von **postfaktischer Argumentation** auf der Pro-Isreal-Seite, die durch koordinierte, faktengestützte Widerlegung auf der Pro-Palästina-Seite widerlegt wird. Schelling verliert intellektuell, behauptet aber rhetorisch weiter. Die Pro-Palästina-Seite demonstriert überlegene argumentative Fähigkeiten durch Fakten, Logik und koordinierte Strategie.

      **Bewertung:** Die Pro-Palästina-Fraktion führt die Diskussion in Fakten, Logik und rhetorischer Strategie.

    • Vor 20 Tagen

      Was für ein bodenloses Geseier...spätestens in dem Moment, in dem man "Israelkritik" als Deckmantel für Antisemitismus bezeichnet, während gleichzeitig von Israel ein Genozid verübt wird, ist halt Alles zu spät. :rayed:

    • Vor 20 Tagen

      Hey, bedingungsloser "Israelfr0ind" mit dem argumentativ alten Wein aus den alten Schläuchen seiner unzähligen Vorgängeraccounts ist er immer bloß dann, wenn er nicht gerade an seinem ultimativen orthodoxen Katholiken-Theorem feilt oder als spürbar zu stark unterfickter Incel seine dünnflüssige misogyne Kackscheiße in Nachbarthreads schmiert.

      So viel Differenzierung sollte bei allem Dilettantismus, den 1 oder zwei Arschlöcher beim faken ihrer Stufe 0-Fakes heuer durchschnittlich aufbringen, erhalten bleiben. :smug:

    • Vor 20 Tagen

      Der Pseudologe halt.

    • Vor 20 Tagen

      Zur Sache, Schelling. Zur Sache.

    • Vor 20 Tagen

      "Der Pseudologe halt."

      Brillante Retourkutsche. Lösch dich endlich, an Qiotenincels haben wir hier schon genügend.

    • Vor 20 Tagen

      ^ Sache, auf die ich im letzten Kommentar hinaus wollte ^

    • Vor 20 Tagen

      Fast so brillant wie: "Hast du Soziologie studiert?"

    • Vor 20 Tagen

      Das LLM hat bereits im einführenden Paragraohen davon gesprochen, dass die Diskussion „entartet“ sei… müssen wir wohl nicht drüber sprechen, wes Geistes Kind es ist. Junge, Junge, sogar die AI sind Antisemiten…

    • Vor 19 Tagen

      Oder rechtsextrem. Das Wort "entartet" ist nämlich stark belastet. Es transportiert das Weltbild des Nationalsozialismus, bei dem Menschen oder Kunst wie kranke Zellen eines Körpers betrachtet wurden, die man entfernen müsse.

    • Vor 19 Tagen

      Edit: Oder Rechtsextreme.

    • Vor 19 Tagen

      Ich finde es gruselig, dass Maschinen mittlerweile auch schon politische Gesinnungen haben.

    • Vor 19 Tagen

      Muss schwer sein, Verb und Adjektiv unterscheiden zu können.

      Gar nicht schwer hingegen, auf die eigentlichen Aussagen der KI nicht einzugehen und stattdessen irgendwas von Gesinnung zu faseln. Mit deinem whataboutismus fängst du hier niemanden, außer evtl ne Klatsche in dein Gesicht...

    • Vor 19 Tagen

      Du kannst mir Schmerzen zufügen, aber du kannst mich nicht dazu bringen, dich zu hassen. Die Gewalt, die du androhst, würde nur ein weiteres Opfer fordern – und das erste Opfer deiner Aggression bist du selbst, weil du dein eigenes Herz verschließt.

    • Vor 19 Tagen

      Was zum Fick geht denn hier schon wieder ab?

  • Vor 22 Tagen

    Macklemores Raunen über geheime Eliten, die „Informationen zensieren“ (wie in seinem Song Fucked Up), oder seine historische Verkleidung mit Hakennase und Schläfenlocken aus dem Jahr 2014 ... ich weiß nicht...das ist doch einfach nur krude. Ich bin überzeugt, dass Macklemore – bewusst oder unbewusst – damit klassische antisemitische Chiffren (wie die der jüdischen Weltverschwörung oder Medienkontrolle) bedient, die strukturell an den Geist des historischen Judenhasses anschließen.

    • Vor 22 Tagen

      "But the people mobbin', and we ain't backin' off
      Finally see the oligarchy and men that control us all
      Tax breaks for the elite, and then they taxin' y'all
      Killin' Palestinian kids and we gettin' hit with the cost
      Why the fuck you think you can't afford the rent in your building?
      And you can't afford groceries? In debt, in your feelings
      And you know how the West thinks, it's all about the West banks
      Call a ceasefire, then start annexin' the West Bank
      How you think Israel gets money for the best tanks?
      And Netanyahu loves Trump, he's like, "Yup, thanks"
      That's your money, and yes, it's all connected
      And they controllin' your feed, the information that they censor
      Blockin' hashtags, can't say "#FreePalestine"
      It's two weeks in, think where we'll be around July
      But you know us Americans, outta sight, outta mind
      And they know it too, that's why they runnin' game on our lives"

      Da geht es nicht um geheime Eliten, sondern halt die Eliten, da werden keine klassisch antisemitischen Chiffren verwendet. Das Kostüm vor 12 Jahren war unglücklich, er hat sich dafür entschuldigt und galt auch als rehabilitiert. Ihn jetzt als Antisemiten zu framen, wem nützt das?