Gegenposition
Ich zitiere einfach mal den langen Facebook-Post von Phillip Gässlein dazu, der - weil er keine dummen Diskussionen anfangen wollte - nicht teilbar ist. Trotzdem dürfen wir verbreiten, weil seine Argumente den Kern der Sache sehr gut treffen. Danke für's verwenden lassen!
"Wow. Wissenschaftliche …

Zurück
  • Vor einem Monat

    Blumentopf haben echt wenig sexistische Tracks, kann ich bezeugen! Horny Smudo hingegen...

  • Vor einem Monat

    Er hat "Negermusik" geschrieben!

  • Vor einem Monat

    Mein Gott ist das ein langer Text. Tldr. Aber wenn ein Typ einen Post von sich gibt, in dem er auf eine Diskussion eingeht, dann aber Kommentare und Teilen verbietet, weil er keine Diskussion lostreten will, dann ist das doch einfach nur unglaublich schwach.

    • Vor einem Monat

      Naja, das sagt sich von deiner Warte mit den drei Facebook-Freunden so einfach. Vllt hat er einfach keinen Bock seine Timeline wochendlang mit sonst einem Müll geflutet zu bekommen.

    • Vor einem Monat

      Dann kann er auch schlichtweg die Schnauze halten. So hält er seine (nicht-)Diskussion in einem elitären Journalistenkreis, die alle voll fancy Meinungen haben.

    • Vor einem Monat

      Verstehe nicht, was daran schwach sein soll.

    • Vor einem Monat

      Wie das genau? Hier wird ja in laut-Kommentarspalten auch mittelprächtig diskutiert und das kann ja jeder auf seiner Facebookseite oder sonstwo trotzdem zum Thema machen. Oder meinst du nur Journalisten beherrschen Copy&Paste?

    • Vor einem Monat

      Ich meine, wenn das Dauerverhalten ist und jemand systematisch Sachen herausposaunt, ohne Gegenargumente hören zu wollen, ist das natürlich ziemlich lappig. Aber wenn man ab und an mal keinen Bock auf ne größere Diskussion hat, ist das mMn vollkommen legitim.

    • Vor einem Monat

      Hallo The Squall

      Ich habe auf meiner Facebookseite meine Meinung zu dem Artikel abgegeben. Selbstverständlich offen zur Diskussion - für jeden, der auf Facebook mit mir befreundet ist. Auch als (ehemaliger) Journalist kann ich völlig frei darüber bestimmen, wer meine privat geschriebenen Texte zu sehen bekommt und wer sie kommentieren darf.

      Wenn ich Lust auf endlose Social-Media-Schlachten mit gesichtslosen Fakeprofilen habe, dann mache ich auch mal was teilbar oder poste unter dem entsprechenden Artikel öffentlich.

      Was ich privat poste und wer es zu sehen bekommt, darüber möchte dann schon gerne noch ich selbst bestimmen dürfen. Natürlich steht es dir auch offen, das "unglaublich schwach" zu finden. Fairerweise muss ich zugeben, dass mich deine Einschätzung da jetzt nicht sooo zu 100% interessiert.a

    • Vor einem Monat

      "..., dass mich deine Einschätzung da jetzt nicht sooo zu 100% interessiert."

      Eine gelungene Pointe nach 20 Zeilen Stellungnahme :D

    • Vor einem Monat

      "Ich schreibe ein Buch über Deine Aussage, weil sie mir so egal ist!" - Gässlein 2020

    • Vor einem Monat

      Laut.de 2020

  • Vor einem Monat

    "Zwing mich nicht, herauszufinden, wie viele Zentimeter in die Kehle deines Mädchens passen"

    Ein paar sexistische Lines hat Keemo dann schon, aber klar Top 10 würdig sehe ich ihn dann auch nicht. Trotzdem spannend, weil er ja eigentlich immer so ein bisschen auf woke machtund sich auch mal in Tweets über sexistische Kommentare beschwert hat. Ganz ohne geht es ja auch bei ihm nicht.

    Insgesammt haben Yannick unf Gässlein ganz gut dargelegt, warum der Artikel Käse ist. Dieses Spiegel der gesellschaft Bild gehe ich aber nicht ganz mit.

    Ultrakrasser Sexismus (inklusive gruseliger Rollenbilder, Frauenschlägerromatik und Pillen ins Glas Geschmeiße) wird im Deutschrap schon in einem Ausmaß zur Selbstaffirmation benutzt, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse sprengt, die dort angeblich gespiegelt werden sollen, zumindest die der Mehrheitsgesellschaft, die den Sound ja zur relevantesten Musikrichtung für Menschen unter dreißig gemacht hat. Wen die Gesellschaft so sexistisch wäre wie Deutschrap, würde der dort vorhandene Sexismus ja erstens keinem mehr auffallen (so wie z.B. der Sexismus in Cro-Songs seltener thematisiert wird, weil er gesellschaftlich akzeptierter ist) und zweitens wäre Deutschland dann wirklich die von Sibel Schick beschriebene Todeszone, in der jede Frau an jedem Ort zu jeder Zeit vergewaltigt und totgeschlagen werden würde.

    Dieses Spiegel der Gesellschaft blabla halte ich eh für schwierig. Als weiße Dorfkids haben wir Bushido ja nicht gehört und seine kraßen Lines ja nicht gefeiert, weil das unsere Lebensrealität widergespiegelt hat, sondern weil das krass und nicht normal war. Und ohne mich da zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde ich sagen, dass das bei Kids, die in Köln-Kalk aufgewachsen sind ähnlich ging, auch wenn das was für sie an dem Zeug krass war nicht dasselbe war wie bei uns.

    • Vor einem Monat

      Insbesondere zu dieser "Spiegel der Gesellschaft"s-Karte, die mMn einfach bei vielen arg locker sitzt: :bub:

    • Vor einem Monat

      Guter Kommentar, der einige richtige Kritikpunkte beinhaltet. Gegenfrage: Spiegelt Deutschrap denn die Nische, aus der er inzwischen mehrheitlich stammt? (18-30, männlich, "bildungsfern" und finanziell angespannt)?

      Dass Pubertierende auch immer genau die Mucke aufdrehen wollen, die ihre Eltern am meisten schockt, ist jetzt auch kein ganz neues Phänomen. Es ging in dem Artikel aber nicht um die Konsumenten, sondern die Artisten.

    • Vor einem Monat

      Das kann ich weder verneinen noch bejahen, weil ich diese Nische fast nur von Deutschrap Alben kenne.

      Ich denke, dass Rap wie jedes andere Genre Narrative entwickelt hat, die so allgegenwärtig sind, dass sie bedient werden, ohne dass das besonders viel mit der "Persönlichkeit des Künstlers zu tun hat und abwertend bis entmenschlichend über Frauen zu rappen, scheint eines davon zu sein. Gleichzeitig scheint es eine Überbietungslogik zu geben, die dazu führt, dass Karate Andi nicht mehr nur Pimpslaps verteilen kann, sondern Frauen, die Zähne mit der Brechstange rausreißen muss, ohne dass ihn das zwangsläufig sexistischer macht als einen Battlerapper, der fünf Jahre früer ins Mic gespittet hat.

      Interessanterweise handelt es sich bei der Top-3 der sexistischen Deutschrapper, die der Spiegel gekürt hat, ja zum Beispiel nicht um klassische Gangster Rapper, die vom harten Leben auf der Straße erzählen, sondern um eine Witzfigur (Spongebozz) und zwei Dudes, deren künstlerische Eigenständigkeit auf sexistischen/sexualisierten Entgleisungen beruht (Frauenarzt und Orgi). Alle drei spiegeln wahrscheinlich genausowenig ihren Alltag wie den ihrer Hörer. Das sieht zugegebenermaßen bei Gzuz oder Bausa anders aus.