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Verstört und betroffen

In der Causa Kollegah und Farid Bang stand die Hysterie der Berichterstattung auch in keinem Verhältnis mehr zur (zugegeben erheblichen) Geschmacklosigkeit von Farids Auschwitz-Insassen-Line. Dass es auch ganz anders geht, zeigt die Süddeutsche Zeitung, die über Boss und Bangers Besuch im Vernichtungslager angenehm leise berichtet hatte.

"Für Farid Bang und Kollegah wäre es vielleicht mal gut, wenn man sie durch das Lager Auschwitz-Birkenau führen würde", hatte Marius Müller-Westernhagen in einem Interview gefordert. Das Internationale Auschwitz-Komitee hat die beiden Rapper daraufhin eingeladen und durch die Holocaust-Gedenkstätte gefürt. Medienvertreter mussten draußen bleiben, nur ein vom Komitee bestellter Fotograf durfte dokumentieren.

Daraus entstand ein zurückhaltender, dafür um so eindrücklicher Bericht: "Die Frage war: Würden die (kommerziell sehr erfolgreichen) Rap-Musik- und Mode-Verkäufer es wagen, etwa aus dem Todestrakt heraus ihren Fans über Facebook was zuzuposten? Sie wagten es nicht. Und doch wird es noch dauern, bis man weiß, ob und was dieser Besuch bei ihnen bewirkt hat." Christoph Heubner, Vizepräsident des Auschwitz-Komitees, schließt mit seinem Eindruck "Sie waren verstört und sehr betroffen."

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