Der Appetizer fürs neue Album "Spirit" überrascht vor allem textlich: DM fordern eine Revolution.

Konstanz (mis) - "Where's the revolution? / Come on people you're letting me down", ruft Dave Gahan seinen Jüngern in der neuen Depeche Mode-Single zu. Im Vergleich zur Grabesstimmung der 2013er Vorabsingle "Heaven" legt die Band nun einen Midtempotrack vor, dessen Soundästhetik von den seit "Playing The Angel" dominierenden Retro-Synths geprägt wird.

In den Strophen beschreibt Gahan zu minimalem Soundgerüst mit gewohnt priesterlicher Schwermut die Wehen des modernen Weltengefüges, das von Songwriter Martin Gore wie so oft verschiedene Interpretationsmöglichkeiten erlaubt. Zeilen wie "They manipulate and threaten / With terror as a weapon / Scare you till you're stupefied / Wear you down until you're on their side" könnte man etwa als Kommentar zu religiösem Fanatismus deuten. "Who's making your decisions? / You or your religion / Your government, your countries / You patriotic junkies" dagegen scheint auf den Trend zum Protektionismus vieler Länder in diesen unsicheren Zeiten anzuspielen. Das Album "Spirit" erscheint am 17. März.

Update 9. Februar: Das Video zu "Where's The Revolution" könnt ihr hier ansehen!

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Depeche Mode

Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Depeche Mode,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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10 Kommentare mit 7 Antworten

  • Vor 2 Jahren

    Mir gefällt der Song, wie immer bei DM ... Einziges Manko: Ein bisschen haben sie bei sich selbst geklaut ... Ein paar Stellen erinnern stark an "Corrupt" ...
    Trotzdem 1A, vor allem elektronisch ;-)

  • Vor 2 Jahren

    Ich wünschte auch, mir würde es gefallen. Aber irgendwie ist das leider ziemlich belanglos (wie das Artwork auch). Während ich mir SOTU so lange angehört habe, bis mir tatsächlich ein paar Songs gut gefallen haben dachte ich bei Delta Machine wieder einen Aufwärtstrend zu erkennen. Letzten Endes lief die Platte trotz des deutlich besseren Gesamteindrucks nicht wirklich oft. Es bleibt also für mich dabei, letztes überwiegend positives Album ist Ultra, danach würde es immer beliebiger mit ein paar Ausnahmesongs, die immer wieder für Hoffung sorgten. Die aktuelle Single gehört im Gegensatz zu "Wrong" nicht dazu, leider ;-(.

    • Vor 2 Jahren

      Appendix: Ja, Sounddesign und -effekte haben die Jungs noch drauf, aber der melodiöse Pathos, den man gerne auch Kitsch nennen kann, den haben Sie über Bord geworfen. Frage mich nur, ob man bei solch einer Historie einfach keinen Bock mehr auf die "einfachen" Melodien hat oder ob man es einfach nicht mehr kann.

    • Vor 2 Jahren

      Kann ich mich anschliessen. Mit der Ausnahme, dass mir Exciter wirklich ausgezeichnet gefällt. Auch heute noch.

    • Vor 2 Jahren

      Ich fand "Delta Machine" schon stark, da war soundtechnisch wieder Gewagteres dabei und auch das Songwriting recht stark. Bester Song seit 15 Jahren für mich aber auch "Wrong". Finde "Revolution" gar nicht mal verkopft, aber irgendwie fällts nach den guten Strophen total ab. Frage mich auch ob man als Band nicht merkt, wenn man sich selbst kopiert. Der Refrain klingt wie aus drei Platten zusammengemixt. Scheinbar war man so ergriffen, weil man mal (halbwegs) politisch wird.

  • Vor 2 Jahren

    Die angenehm relaxte Beschwingtheit im sich wiederholenden Mittelteil gefällt mir ausgesprochen gut. Auch sonst gut gesetzte Synths, die das Potential aber nur andeuten. Da gab es weitaus bessere Songs von ihnen als Appetizer und die Hook eignet sich bestimmt für Werbeclips und Co, ist mir aber einen Tick zu vertraut und unspannend