Bowies Produzent Tony Visconti soll bereits fünf Songs von dem geplanten "Blackstar"-Nachfolger gehört haben.

New York (kol) - Als Tony Visconti im vergangenen Jahr mit David Bowie für die Aufnahmen zu "Blackstar" in New York zusammenkam, fiel dem Produzenten die Thematik der Texte auf. Er sagte zu Bowie: "Du gerissener Mistkerl. Du schreibst ein Abschiedsalbum." David Bowie soll daraufhin nur gelacht haben. Zu diesem Zeitpunkt wusste Visconti bereits um die voranschreitende Krebserkrankung der Pop-Ikone.

Nun erzählte er dem Rolling Stone, dass Bowie ihn wenige Wochen vor seinem Tod über FaceTime angerufen hatte, um mit ihm über neues Songmaterial zu sprechen: "Im Spätstadium plante er einen Nachfolger zu 'Blackstar' und ich war begeistert", berichtet Visconti. Bowie habe nicht geahnt, dass ihm nur noch so wenig Zeit bleiben würde: "Ich dachte, und er dachte es auch, dass ihm noch ein paar Monate bleiben würden. Wenn er so begeistert darüber war, ein neues Album aufzunehmen, musste er es gedacht haben. Das Ende muss dann ziemlich schnell gekommen sein", so Visconti.

David Bowie soll zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Songs als Demos aufgenommen haben. Seit November 2015 wusste er, dass sich sein Krebs im Endstadium befand. Nach Viscontis Bericht wäre in ihrem letzten Gespräch nichts davon zu spüren gewesen. "Nach diesem Anruf muss er sehr schnell abgebaut haben."

Einäscherung in New York - Gedenk-Konzert geplant

David Bowie soll privat, ohne Freunde und Familie, in New York eingeäschert worden sein. Zwei britische Zeitungen berichteten, dass die Beisetzung seinem letzten Willen entsprochen habe. Er wollte "ohne großen Rummel gehen", so die Quelle.

Statt einer öffentlichen Trauerfeier soll ein Konzert zum Gedenken an David Bowie am 31. März in der New Yorker Carnegie Hall stattfinden. Musiker wie The Roots, The Mountain Goats, Cyndi Lauper, Perry Farrell, Jakob Dylan und Hearts Ann Wilson werden an diesem Tag für Bowie spielen. Tony Visconti soll die Leitung der Hausband übernehmen.

Die Organisatoren planten das Event ursprünglich als Tribute-Konzert für David Bowie. Nach seinem Tod änderten sie den Anlass zur Gedenkfeier. Der Erlös des Konzerts kommt wohltätigen Organisationen zugute.

Madonna covert "Rebel Rebel"

Bereits vor dem Gedenk-Konzert ehrten viele Künstler die verstorbene Pop-Größe. Darunter auch Madonna, die bei einem Auftritt in der Toyota Arena in Houston Bowies "Rebel Rebel" coverte. Vor ihrer Performance beschrieb Madonna Bowie als ein "Genie" und als einen der "größten Singer/Songwriter des 20. Jahrhunderts. Und wer David Bowie nicht kennt, sollte ihn schleunigst nachschlagen. Richtig so.

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David Bowie

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laut.de-Porträt David Bowie

"Damals war ich absolut Ziggy Stardust. Es war keine Rolle mehr. Ich bin er", sagt David Bowie im Frühjahr 2008 über seine wohl berühmteste Person.

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