Frankfurter Beamte haben sich widerrechtlich private Informationen über den Schlagerstar beschafft.

Frankfurt (jvö) - Zum wiederholten Mal haben hessische Polizeibeamte die Datenbanken der Sicherheitsbehörden zur illegalen Informationsbeschaffung benutzt. Diesmal missbrauchte die Frankfurter Polizei Personenabfragen, um an private Informationen über Helene Fischer zu kommen. Dies kam bei einer Routinekontrolle des Landes Hessen ans Licht.

"Wir hatten einmal einen Event – Helene Fischer in Frankfurt. Da ist Helene Fischer 83 Mal in der Nacht abgefragt worden. Es ist wohl relativ unwahrscheinlich, dass Frau Fischer dort 83 Mal kontrolliert worden ist" wunderte sich Landespolizeipräsident Udo Münch gegenüber der Frakfurter Rundschau.

Derartige Suchanfragen nach Wohnort oder polizeilichen Vorfällen sind nur dann berechtigt, wenn ein dringender Tatverdacht vorliegt. Ansonsten handelt es sich dabei um ein krasses Eindringen in die Privatsphäre des Schlagerstars.

Obwohl die Akte der Sängerin vermutlich nicht vor brisanten Informationen strotzt, ist das Nutzen von Personenabfragen zu privaten Zwecken auch für die Frankfurter Polizei verboten. Genau aus diesem Grund führte die Landespolizei Routinekontrollen ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass unser hessischer Freund und Helfer das Personensystem missbraucht. Bereits Ende letzten Jahres geriet ein Revier in die Schlagzeilen, als sie rechtsradikale Gruppierungen mit Privatinformationen über Anwältin Seda Basay-Yildiz versorgten.

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