Am Samstag wetteiferten die drei verbliebenen Kandidaten um den Einzug in die Finalshow.

Köln (dani) - "Wenn mein Sohn ausscheidet, gewinnen die beiden anderen - und die haben es auch verdient." Mit diesen Worten sammelte der Vater von Fady Maalouf Sympathien, denn: Recht hat er. In der Tat landeten mit Linda Teodosiu, Thomas Godoj und eben Fady Maalouf drei starke Stimmen auf dem Siegertreppchen der aktuellen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar". Sehr im Gegensatz zu den letzten Sendungen schien auch einmal nicht schon im Vorfeld klar, wer am Ende seinen Hut nehmen muss.

Je drei Titel sollten Linda, Fady und Thomas den Weg ins Finale ebnen. Die Aufgabe sah für jeden der drei einen internationalen Charts-Hit, einen Beatles-Song sowie ein Lied mit Widmung vor. Setzen die Menschen in diesem Land auf Stimmgewalt, wie sie die letzte verbliebene Frau im Rennen demonstriert? Ist pathetisches Gefühlskino angesagt? Oder sollte das Volk tatsächlich der Individualität eine Chance geben? Ich hätte diesmal keine Prognose abgeben mögen.

Worauf ich dagegen meinen Arsch verwettet hätte: Wenn aus dem reichhaltigen Fundus der Beatles gewählt wird, müssen traditionell die ausgelutschtesten all ihrer Songs dran glauben. Den Traum von "Strawberry Fields" verscharrte man also besser in denselben. Immerhin: Während sich der erste Durchlauf noch recht schleppend anließ - einzig Fady lief zu gewohnter Form auf - sorgte die Beatles-Runde für beste Unterhaltung.

Fady triefte sich derart herzerweichend durch "Yesterday", dass Bär Läsker im Anschluss vor dem Ausrutschen im Schmalz warnte. Zuvor bereits hatte Thomas Godoj "Let It Be" in Grund und Boden gerockt und Linda mit Joe Cockers Fassung von "With A Little Help From My Friends" ihren voran gegangenen Fehlgriff vergessen lassen.

Warum sich ein Mädchen mit einem solch beeindruckendem Stimmvolumen dazu hinreißen ließ, Rihannas vollkommen melodiebefreite Stampf-Nummer "Please Don't Stop The Music" vorzutragen, ein Track, der in keinster Weise dazu taugt, ihre Talente auszuspielen - Ich versteh's nicht. Möglicherweise lag Dieter Bohlen mit seinem Kommentar, damit habe Linda sich die Tür zum Finale zugeschlagen, nicht ganz daneben.

Die ihrer ersten großen Liebe gewidmete Maria Carey-Nummer "My All" rettete dann den Freund nicht mehr: Linda musste sich ihren beiden männlichen Konkurrenten geschlagen geben, die abschließend "Easy" (zwar ungefähr so von Faith No More wie "Junimond" aus der Feder von Echt) und Michael Bublés "I'm Feeling Good" aus den Hüten zogen.

Die Jungs werden kommende Woche also das Finale unter sich austragen. Dennoch würde mich schwer wundern, sollte Linda Teodosiu die letzte Note bereits gesungen haben. Ein wenig bedauern würde ich das wohl auch.

Fotos

Dieter Bohlen

Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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21 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    im gegensatz zur meinung des autors war es sehr wohl vorauszusehen, dass linda gehen muss.

    die medien haben es doch die ganze zeit "propagiert" mit sätzen wie "linda fällt bestimmt den frauen schicksal zum opfer, die nicht gewinnen können, weil die kleinen mädels, die dsds mehrheitlich nun mal gucken, tradiotionell mehr für die männer anrufen."

    zusätzlich zu leicht manipulativen kommentaren von dieter bohlen, der ja, leider, auch sehr meinungsbildend für die zuschauer ist.

    es war also mehr als klar, dass linda gehen muss und ich denke, es wird auch relativ klar sein, dass der thomas das ding gewinnt.

    ich find diese staffel am ende doch sehr vorhersehbar.

  • Vor 10 Jahren

    da schau ich lieber das perfekte dinner.