Vor nicht ganz einem Jahr starb der "Screaming Eagle of Soul" mit 68 viel zu früh. Bisher unveröffentlichtes Material feiert nun sein Vermächtnis.

Konstanz (ksc) - Ihn auf der Bühne zu sehen, wie er auf einem Festival ein junges Publikum aus Techno-, Hip Hop- und Metal-Fans zum Kochen brachte, war ein Erlebnis: Charles Bradley begeisterte über Alters- und Genregrenzen hinweg, nicht nur, weil sich auf seinen zeitlosen Sound alle einigen konnten. Live durchlitt er jede Bewegung, jede Note, als sei es das erste Mal.

Dieser hundertprozentige Einsatz für seine Kunst übertrug sich auch auf die drei Platten, die er zu Lebzeiten beim Retro-Soul Label Daptone veröffentlichte. Das hat nun bisher unberücksichtigtes Material zur Veröffentlichung aufbereitet. Den Anfang macht "I Feel A Change":

Daptone betont, dass es sich bei den Songs auf "Black Velvet" um keine Greatest Hits, sondern um bislang der breiten Öffentlichkeit unbekanntes Material handelt. Das Album zu Ehren des großen Soul- und Showman erscheint am 9. November.

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laut.de-Porträt Charles Bradley

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1 Kommentar mit einer Antwort

  • Vor 2 Jahren

    Es war sicher sein größter Wunsch, dass dieses Album veröffentlicht wird. So wie auch die nächsten, die in den kommenden 10 Jahren noch aus verbrannt geglaubten Archivtapes geboren werden.

    • Vor 2 Jahren

      Aber echt, das Leichenfledern nimmt aber wirklich überhand! Bei einem so spät entdeckten, wird nun jeder Dachboden durchsucht wo er gewohnt hat, ob da nicht irgendwo eine Audiokasette rumliegt.

      Nein, bei Bradley kann man wirklich davon ausgehen, dass das eben nicht so ist. Dafür war seine Karriere viel zu kurz und das was vorliegt, zu überragend an Qualität.